Ägypten-Reisebericht :Mit dem Wohnmobil Transafrika - von Tunis nach Kapstadt -

Libyen und Aegypten

Hallo da sind wir wieder, jetzt aus der Oase Siwa in Aegypten - weiter gehts

16. Tag - Samstag - 12.12.2009 Gabès

Heute soll das Ersatzteil in Djerba ankommen und Renate und Erich sind früh los, um es dort abzuholen.
Wir anderen warten jetzt, dass die Reparatur erfolgreich wird. Erichs Wagen wurde auch schon abgeholt, damit keine Zeit verloren geht. Der Abschleppwagen, versucht zuerst, den Wagen aufzuladen, das klappt aber nicht, denn der Abschleppwagen ist zu kurz. Also muß der Wagen wieder runter und wird an einem Stahlseil an den Abschleppwagen gehängt und langsam fahren die beiden Autos vom Hofe.
Heute Abend wollen wir wieder grillen und so gehen Joachim und ich auf den Markt, um Fisch einzukaufen. Wir finden leckere frische Doraden und nehmen jeweils 2 mit. Mit Kräutern und anderen Gewürzen werden die dann in Alufolie gegart, mmmh.

17. Tag - Sonntag - 13.12.2009 Zuara

Heute fahren wir weiter, das Auto von Erich und Alexandra ist doch nicht fertig, der Fehler wurde anscheinend nicht gefunden. Zuerst lief der Wagen -wir waren alle voller Hoffnung- aber dann blieb er doch wieder liegen. Er musste in Gabès bleiben, und wir anderen fuhren schweren Herzens weiter.
Es geht Richtung libysche Grenze, die wir so gegen 17 Uhr erreichten. Die Grenzformalitäten in Tunesien dauerten nicht lang, aber auch die Formalitäten an der libyschen Grenze waren ziemlich unkompliziert. Wir erhielten unsere Nummernschilder, die war am Wagen befestigten, und dann waren wir auch schon durch. Es war inzwischen dunkel, aber wir sind noch die 70 km nach Zuara gefahren. Hier standen wir dann am Strand und haben dort wunderbar ruhig übernachtet, vom Meeresrauschen eingelullt .

18. Tag - Montag - 14.12.2009 Sabrata

das grosse Theater

das grosse Theater

Für heute ist Sabrata geplant. Die ersten 100 km fahren wir frei, d. h. der Landesführer fuhr mit dem Polizisten vor. An einem bestimmten Punkt trafen wir uns wieder und wurden dann um Tripolis herumgelotst. Danach ging es dann wieder frei bis Sabrata. Hier parkten wir unsere Autos und hatten dann eine Führung durch die Ruinenstadt. Heute ist das Wetter nicht so gut, es ist bedeckt und sehr windig. Der punische Grabturm wies uns den Weg. Es gab verschiedene Häuser zu sehen,
auch eine Basilika, Gemeinschaftslatrinen, Thermen und ein großes Theater, in dem noch heute Aufführungen stattfinden.

auf dem Cardo in Leptis Magna

auf dem Cardo in Leptis Magna

Guppenfoto auf der Latrine Renate, Hans, Ursel, Joachim, Ingrid, Achim, Heidi und Guido

Guppenfoto auf der Latrine Renate, Hans, Ursel, Joachim, Ingrid, Achim, Heidi und Guido

Nach der Besichtigung ging es dann weiter Richtung Leptis Magna. Dort, vor dem Ausgrabungsgelände, stehen wir auf einem Campingplatz. Zur Ausgrabungsstätte ist es morgen dann nicht weit.

19. Tag - Dienstag - 15.12.2009 Leptis Magna

Um 9 Uhr sind wir dann ins Ausgrabungsgelände gegangen, wir waren die ersten Besucher. Zuerst kamen wir zum Triumphbogen des Septimius Severus. Der Bogen steht auf der Kreuzung zwischen Cardo und Decumanus, den großen Straßen der Stadt.
Weiter ging es zu den Hadriansbädern. Hier gab es verschiedene Räumlichkeiten, die als Kalt-, Warm- und Heißräume verwendet wurden. Auch Fußbodenheizung gab dort schon.
Ein Gruppenfoto schießen wir in der Latrine, alle haben zur Sitzung Platz genommen.

Im Neuen Forum lagen Säulen Kapitelle, Architravbruchstücke und Medusenhäupter herum

das Medusenhaupt in Leptis Magna

das Medusenhaupt in Leptis Magna

Hinter der byzantinischen Mauer lag die große Basilika. Mit je einer Apsis im Osten und im Westen. Auch hier lagen viele Säulenstücke herum.
Wir hatten von oben einen freien Blick über die Basilika. In einer Apsis standen geschnitzte Säulen, die die 12 Taten den Herkules zeigten.

Auf der anderen Seite gab es Säulen, die Bacchus zeigten.

Wir gingen noch weiter bis zum Meer hinunter und konnten von hier aus über das Ausgrabungsgelände der römischen Stadt Leptis Magna schauen

Auf dem Rückweg gingen wir am Marktplatz vorbei. Hier boten in alten Zeiten Händler ihre Waren an. Heute sind noch die Verkaufstische zu sehen.
Weiter ging's zum Theater, von dem man einen herrlichen Blick über die Säulen auf das Meer hat. Hier haben wir uns ein wenig ausgeruht und diesen Ausblick genossen.

das Fresko aus der Therme der Jagd in Leptis Magna

das Fresko aus der Therme der Jagd in Leptis Magna

Dann sind wir noch durchs Gelände gelaufen um die Bäder der Jagd zu sehen.
In diesem kleinen Bad waren noch Fresken zu sehen, die Jagdszenen zeigen, auch kleinste Reste von Mosaiken in den Kuppeln der Wasserbecken waren zu erkennen. Wir mussten, um dies zu sehen, einen Wachmann bitten, uns aufzuschließen. Dann hatten wir die Möglichkeit diese Kostbarkeiten zu bewundern.

Danach war dann unsere Neugier auch befriedigt und wir machten uns auf den Rückweg, um in einem Restaurant den Rest der Gruppe wieder zu treffen. Nach einem Mittagessen, ging es dann um 14 Uhr weiter in Richtung Sirte. Hinter Misratha, so etwa 111 km, finden wir einen Stellplatz, wo wir die Nacht verbringen.

20. Tag - Mittwoch - 16.12.2009 Sirte

Heute geht es weiter Richtung Sirte. Nach ca. 215 km sind wir dort und wir fahren durch die Stadt am Strand, bzw. an der Strandpromenade entlang. Hier ist alles besonders schön gepflastert und diese Straße nennt sich Corniche. Wir haben noch einen Blick auf die großen Gebäude der Stadt und dann geht es auch weiter Richtung Bengazi.
Wir fahren durch den kleinen Ort Ben Jawadd, hier kaufen wir noch einmal ein und dann haben wir noch ca. 35 km. um Hotel El Fadeel. Hier ist der Stellplatz für diese Nacht. Wir stehen direkt am Meer und in der Nacht werden wir sicher nur das Meeresrauschen hören.

das Deutsche Ehrenmal in Torbruk

das Deutsche Ehrenmal in Torbruk

Abendessen in der Wueste

Abendessen in der Wueste

Wir treffen uns noch zu einem Abendessen im Hotel und danach haben wir einen ruhige Nacht.

21. Tag - 17.12.2009 Tobruk

Nach dieser wunderbaren ruhigen Nacht geht es weiter Adjabiyah. Wir fahren durch die Wüste und man sieht ab und zu Dromedare, wie sie über die Straße laufen. Es ist wieder sehr windig und es gibt Sandverwehungen auf der Straße, die uns aber keine Probleme bereiten.

Wir sehen unterwegs LKWs die verunfallt sind aber es gab wohl keine Verletzten. Kurz vor Tobruk treffen wir uns und Jo biegt in die Wüste ab, wo wir die Nacht verbringen werden.
Zum Abendessen gibt es leckere Hühner-Gemüse-Suppe, die Jo selbst gekocht hat.

Wir stellen die Autos im Halbkreis auf, um den Wind abzuhalten und decken die Tische, um das Essen zu genießen.

Später, nach dem Spülen, holt Jo die Klampfe und wir machen ein großes Feuer, singen lustige Lieder und lassen es uns wohl ergehen. Jo erklärt uns den Sternenhimmel, der so toll über uns liegt.
Die Nacht in der Wüste bringt uns ruhigen Schlaf.

22. Tag - Freitag - 18.12.2009 Tobruk - Grenze Libyen/Ägypten

Heute stehen wir früh auf und um 7.20 Uhr ist der Sonnenaufgang in der Wüste, es ist noch ganz schön kalt, so 8 °. Wir fahren um 8 Uhr ab, denn wir wollen noch in Tobruk am Deutschen Ehrenmal vorbei. Wir fahren hinauf, gehen hinein, und gedenken der Gefallenen des 2. Weltkrieges.

Dann geht es aber zügig zu Grenze, den erfahrungsgemäß dauert es an der ägyptischen Grenze immer lang. Hat es auch und zwar haben wir insgesamt 6 Stunden für die Ausreise aus Libyen und die Einreise nach Ägypten gebraucht. Nach langer Zeit bekamen wir unsere Nummernschilder und die ägyptischen Führerscheine.

Als wir endlich durch waren, war es 18 Uhr durch und es war schon dunkel. Wir mussten noch auf einen Begleitwagen der Touristenpolizei warten, und dann konnten wir endlich fahren. So nach etwa 50 km haben wir dann in BakBak Schluss mit der Fahrerei gemacht, sind wieder mal nach rechts abgebogen und haben uns dort hingestellt. Als wir schon im Bett waren, kam noch mal ein Wagen der Polizei vorbei, aber wir konnten stehen bleiben.

23. Tag - Samstag 19.12.2009 Oase Siwa
Am nächsten morgen war die Polizei schon da, als wir aufwachten, wahrscheinlich haben sie schon eine Weile auf uns aufgepasst.

Nach Beendigung des Frühstücks, für Renate und Jo, wie immer draußen, ging es dann weiter
Es geht Richtung Matruh und die Touristenpolizei ist immer dabei, dann biegen wir zur Oase Siwa nach rechts ab. Es sind ca. 300 km zu fahren. Das geht aber recht flott, denn die Straße ist gut bis sehr gut.
Gegen 15. 30 erreichen wir dann Siwa. Nach der Eintönigkeit der Wüste tauchen dann die Berge der Oase vor uns auf.

Wir sammeln uns im Ort und dann suchen wir einen Stellplatz, den wir dann an einem Restaurant im Hinterhof finden. Da wir ja nur vier Wagen sind, schaffen wir es uns dort auf engstem Raum zu verteilen. Im Café trinken wir dann einen Kaffee und werden auch heute Abend hier essen.

Einfahrt in die Senke der Oase Siwa  26 m unter dem Meer

Einfahrt in die Senke der Oase Siwa 26 m unter dem Meer

Sirte die Corniche

Sirte die Corniche

der punische Grabturm in Sabrata

der punische Grabturm in Sabrata

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Genua aus mit dem Schiff nach Tunis, weiter durch Tunesien, Libyen nach Kairo und südwärts bis Kapstadt durch den Sudan, Äthopien, Kenia Uganda, Tansania, Malawi, Sambia, Namibia nach Südafrika
Details:
Aufbruch: 25.11.2009
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 25.04.2010
Reiseziele: Südafrika
Italien
Tunesien
Ägypten
Sudan
Äthiopien
Uganda
Tansania
Malawi
Sambia
Namibia
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.