Algerien-Reisebericht :Sahara - Grenzfahrten zwischen den Welten

Djanet, die südöstlichste Stadt Algeriens

Nach sechs Tagen erreichen wir endlich Djanet, die im südöstlichsten Zipfel gelegene Stadt Algeriens, Datteloase und Tuareghochburg. Von hier aus unternehmen wir einen Ausflug auf das Hochplateau von Ischabarra mit seinen wunderbaren, prähistorischen Felszeichnungen. Von einem Wadi aus beginnt der steile Aufstieg in rasantem Tempo durch ein Geröllfeld. Ziemlich erschöpft erreichen wir nach einigen Stunden die ersten Zeichnungen: Gazellen, Antilopen, Rinder. Männer, die mit Speeren jagen, Frauen, die sich der Körperpflege hingeben, und viele andere bunte Szenen aus einem prähistorischen Alltag. Die Landschaft des Plateaus ist überwältigend. Aus Stein gewaschene Architektur findet in Domen, Durchgängen, Plätzen ihren Ausdruck. Auch hier geheimnisvolle Felszeichnungen. Marsmenschen, die aussehen als würden sie Orgien feiern. Hatte Herr von Däniken doch recht?

Nachdem wir bei den Polizei- und Zollbehörden die Ausreiseformalitäten erledigt haben, geht es auf große Fahrt ins Abenteuer: von Djanet, der südöstlichsten Oase Algeriens, nach Chirfa, der nordöstlichsten Oase des Niger, auf einer Sandpiste durch die nördliche Ténéré, von der das Reisehandbuch "Reise Know How Westafrika" (5. Auflage 2000) zu berichten weiß: "Die Strecke von Chirfa nach Djanet ist für Europäer nur in Begleitung von ortskundigen Führern und sporadisch befahrbar. Die gesamte nördliche Ténéré ist noch immer Rückzugsgebiet von Rebellen und Banditen". Das wollen wir doch mal ausprobieren.

Djanet: Blick von der Altstadt auf die Palmenhaine

Djanet: Blick von der Altstadt auf die Palmenhaine

© Angelika Gutsche, 2004
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf den Spuren der Tuareg durch die Sahara: eine Abenteuerreise durch Algerien, den Niger und Mali.
Details:
Aufbruch: 05.11.2001
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 10.02.2002
Reiseziele: Algerien
Niger
Mali
Der Autor
 
Angelika Gutsche berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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