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Tunesien-Algerien-Niger: El Qued - Hassi Messaoud - Djanet/Tassili - Hoggar/Assekrem - Tamanrasset - Gara Eker - In Guezzam - Agadez - Tahoua - Birnin Konna - Niamey
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Die Tassili-Berge lagen jetzt zu unserer Rechten (TASSILI N'AJJER), die Sanddünen des ERG D'ADMER zu unserer Linken - beeindruckende Landschaften. Abseits der Piste unter einer Schirmakazie bauten wir bei Sonnenuntergang unser Camp auf.
Die Nacht war mondhell und lausig kalt. Vor dem "Zuzeltgehen" stieg ich noch einmal auf den Hügel hinter unserem Camp, um die gigantische Aussicht auf die im Mondlicht liegende Landschaft zu genießen. Frühstück mit Zähneklappern. Pünktliche Abfahrt. Ein unwahrscheinlich holpriger, stürmischer Ritt durch eine Ebene mit grobem Sand, Schotter, Geröll und Steinen. Ein marodes Wegekreuz zeigte die Abzweigung der Pisten zwischen AMGUID und TAMANRASSET an. Der wichtigste Verkehrsknotenpunkt der Süd-Sahara war in Wahrheit ein Schrotthaufen mit Initialen, sonstigen Verewigungen, leeren Fischdosen etc.
Viele Wracks am Wegesrand waren Personenwagen, meist Kleinwagen bis hinunter zum 2CV. Wir fuhren weiter nach Südwesten und mussten nach zwei Stunden Fahrt feststellen, dass wir auf der falschen Piste, nämlich der nach AMGUID, gelandet waren und in einem Bogen von Süden her auf diese Piste und nicht auf die nach TAMANRASSET zurückgefunden hatten. Die Fahrer entgegen kommender Erdöl -Transporter bestätigten unseren Verdacht.
Wir mussten zurück bis zum besagten Wegekreuz. Vier Stunden schwerstes Gerumpele und Geschüttele umsonst. Wir fanden das Kreuz und auch die richtige Piste und fuhren in einen warmen Nachmittag hinein, vorbei an dem verlassenen französischen Fort Serouenout.
Kurz danach verließen wir die Piste, um abseits auf einer flachen Anhöhe zu campieren. Die Nacht war wieder sternenklar und nicht allzu kalt. Am Morgen zeigte das Thermometer 5 Grad plus. Die Hauptpiste nach TAM war schnell gefunden, aber nicht markiert. Wir fuhren über ein Hochplateau, das relativ hohe Geschwindigkeiten erlaubte und im Süden von ersten Ausläufern des HOGGAR-Gebirges begrenzt ist. Ihnen vorgelagert ist der mächtige TELERTHEBA (ca. 2.500. Meter). Plötzlich machte der LKW einen gewaltigen Satz, als wir eine Bodenwelle übersahen. Die Folge: drei Blätter der vorderen rechten Feder waren gebrochen. Der Wagen hing in den Seilen. Die Feder wurde mit einer Klammer stabilisiert und es ging weiter, allerdings mit etwas gebremstem Schaum.
IDELES und HIRHAFOK waren Minidörfer am Ende der Welt. Aber immerhin gab es in Hirhafok eine Wasserpumpe, die von Sonnenkollektoren betrieben wurde.
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