Algerien-Reisebericht :(M)ein Traum wird wahr .... Weltreise!

Auf nach Nordosten, nach Algerien

Algerien steht seit vielen Jahren ganz oben auf meiner Wunschliste. Sowohl die Städte an der Mittelmeerküste, als auch - oder auch vor allem - die Tiefen der Sahara reizen mich ungemein. Entlang der Mittelmeerküste gibt es römische Ausgrabungen, die vermutlich ähnlich interessant sind, wie in den Nachbarländern Libyen und Tunesien. Und eine Übernachtung unter freiem Himmel im Herzen der Sahara muss auch etwas Unvergessliches sein.

Mehrere Jahre liebäugelte ich schon mit der Rotelreise "Saharadurchquerung", die Algerien zum Schwerpunkt hatte, ansonsten aber von Tunesien bis nach Benin/Ghana/Togo - das wechselte je nach aktueller Lage schon mal - führte. Doch nie passte es zeitlich mit meinen Möglichkeiten überein und nun wird sie nicht mehr angeboten, zu instabil sind die Verhältnisse im nördlichen und mittleren Afrika. Ob ich wohl doch noch einmal dorthin komme?

Nun bot sich mir mit der abschließenden Planung der letzten Weltreiseetappe dann doch noch die Möglichkeit, Algerien zu besuchen. Die Visavoraussetzungen waren jedoch sehr kompliziert, das hatte ich ja schon im einleitenden Kapitel zur Region 6 beschrieben. In die Sahara bzw. außerhalb der großen Städte zu kommen, ist nur mit organisierten Reisen und örtlichen Agenturen bzw. gar nicht möglich. Die Städte an der Mittelmeerküste können bedingt bereist werden.

Ich hatte die Qual der Wahl: sollte ich von Algier, der Hauptstadt, aus nach Osten oder nach Westen fahren? Im Osten liegt Annaba, eine moderne Stadt, in deren Nähe die Ausgrabungsstätten des alten Annabas liegen und die darüber hinaus sowohl mit der Eisenbahn erreichbar, als auch weiter in Richtung Tunesien verlassen werden kann, zumindest theoretisch. Oder sollte ich nach Osten, in die Stadt Oran? Über diese Stadt war ich vor vielen Jahren mal in einem Geschichtsbuch gestolpert, in dem ein Plakat aus dem 2. Weltkrieg veröffentlicht wurde "Vergesst nicht Oran!" wurden die französischen Soldaten 1940 an die Versenkung ihrer Flotte durch England nach der Kapitulation Frankreichs erinnert. Vermutlich wäre mir Oran ansonsten nie aufgefallen. Aber es soll eine moderne, kulturell interessante Stadt sein.

Die Entscheidung wurde mir abgenommen, da die Zugverbindung nach Annaba und des Weiteren nach Tunesien zur Zeit wohl unterbrochen sind und ein Visum für diese Strecke wohl kaum zu erhalten sei. Somit steht also Oran als zweiter Ort in Algerien fest.

Ich bin gespannt, was mich erwartet, den von Algerien hört man bei uns im Verhältnis zu den anderen Staaten des Maghreb wenig.

Am Donnerstag, den 17.04.2014, geht es um 12.10 h mit Air Algerie los.

So geht es weiter ...

Kostete viel Zeit und Nerven: das Visum für Algerien

Kostete viel Zeit und Nerven: das Visum für Algerien

© Rolf Bilo, 2013
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