Marokko: am Plage Blanche

Der weite Weg zum Plage Blanche

Endlich am Meer

15.01.2012 80 km
Tagesziel: Plage Leghzira
Wetter: Bedeckt, >20º
Nach vier ereignisreichen Tagen auf unserem CP packen wir heute Morgen zusammen und fahren weiter bis ans Meer. Bereits nach 15km werden wir am Ortsrand von Plage Aglou mit ein paar 'no camping' Schildern begrüsst - dafür gibt es am Ortsanfang einen relativ grossen CP. Wir parken in Strandnähe (Dirh 2) und laufen einmal die Strandpromenade auf und ab.

Hier sehen wir Schilder wie 'Fussballspielen verboten' und den Strand sauberhalten. Vom sonst üblichen verbot für Hunde oder gar Kamele konnten wir nichts erkennen, für uns wohl nicht der ideale Urlaubsort.

Wir fahren weiter Richtung Süden, besichtigen unterwegs ein paar Stellplätze auf denen sich maximal so 4-5 WoMos befinden, durchqueren Mirleft, einst Paradies der Hippies, heute wirkte es auf uns eher öde und erreichen Sidi Mohamed Ben Abdallah mit seinem recht hübschen Marabout

und einen kleinen aber feinen Stadtstrand. Schon wenige km später ist unser Tagesziel erreicht - Plage Leghzira. Hier gibt es auf einem Felsplateau oberhalb des Strandes einen SP

und steigt man hinunter zum Strand und geht dann nach links, so findet man mehrere Felsentore, die das Meer im Laufe der Zeit in die Küstenlinie gegraben hat.
Das erste Tor macht einen mächtigen stabilen Eindruck

und dann sieht man, dass das Meer bereits den Pfeiler unterhöhlt hat, dort ein weiterer kleiner Torbogen entstanden ist - Erinnerungen an die "London Bridge" an der Great Ocean Road werden wach.
Der zweite Bogen dagegen wirkt wesentlich zarter, filigraner.

und folgt man den Strand noch ein Stück weiter, so kann man dem Meer beim Erstellen des dritten Tores zuschauen, die Höhle ist bereits vorhanden, der Zugang zum Meer ist auch schon geschafft, der Rest ist nur noch eine Frage der Zeit.
Wir kehren zurück zu unserem SP und beginnen mit den abendlichen Routinetätigkeiten:
Fotos sichten & sichern, Reisebericht erstellen und Pläne für morgen schmieden.
SP: Plage Leghzira

Vom Sandstrand zum Sand, Sand,...

16.01.2012 465 km
Tagesziel: Smara
Wetter: Sonnig, >20º
Wir verabschieden uns von unseren Mitcampern am SP Plage Leghzira

und fahren 10km weiter nach Sidi Ifni, einst Hauptstadt der gleichnamigen spanischen Kolonie - und dies den vielen schönen weiss-blau gestrichenen Häusern auch heute noch anzumerken.

Ein schönes Städtchen mit einer langen Strandpromenade und drei CP's direkt am Strand - für uns ein Platz zum wiederkommen.
Wir fahren vorbei an Mesti, finden hier fruchttragende Arganien,

nehmen uns den Besuch der Arganöl-Cooperative hier in der Nähe ebenfalls für den Rückweg vor, genauso wie das Thermalbad von Abeino und Cap Blanche auf die "besuchen wir später" Liste kommt.
Unser Ziel für heute ist die Westsahara, der Weg vorbei an Guelmim ist lang und öde -

Wüstenlandschaft eben.
Irgendwann erreichen wir das Tor von Tan Tan,

sehen hinter der Stadt in einiger Ferne diese Kral-artigen Gebäude

und sind endlich in der West Sahara

dank der Steuersubventionen hier das Traumland für ¨Diesel Fahrer' - 1l=5,2 Dirh, damit weniger als 50 ct/L.
Die Landschaft bleibt wie erwartet ausdruckslos,

wüst und öde, aber dafür fahren wir quer durch die Wüste. Wir erreichen Smara und finden dort zwar einen Bäcker aber keinen CP. Dafür aber der Vorschlag eines befragten Polizisten: "parkt doch einfach bei uns vor der Tür, wir passen auf Euch auf und Ihr steht sicher und ungestört". Auch gut, bleiben wir eben hier, eine Moschee mit xx ist auch um die Ecke - dieser Abend ist auch schon wieder gerettet.
SP: Smara, unter den Augen des Gesetzes

In der Wüste: erst mal Regentropfen und dann noch Sandsturm

17.01.2012 310 km
Tagesziel: Laayoune
Wetter: Heiter bis Sonnig, >20º
Nach dieser wohl behüteten Nacht fahren wir noch im Morgengrauen los, zurück in die Wüste. Plötzlich fallen aus tiefhängenden Wolken ein paar Regentropfen, genug um den Wischer 2-3 mal laufen zu lassen, aber das war's dann auch schon wieder. Die Landschaft bleibt eintönig,

und wenn da nicht mal ein Kamelgerippe, ein totes Kamel oder gar eine Herde Kamele am Strassenrand wären,

man wüsste nicht, wohin man den Blick wenden sollte. Wir kommen noch am 100km langen Förderband vorbei, auf dem Phosphat von Bou Kra zum 100km entfernten Hafen von Laayoune befördert wird und erreichen dann ca. 60km weiter die Stadtgrenze von Laayounne, geben dort wieder einmal ein paar unserer Fiche (Blätter mit persönlichen Daten von Passnummer bis Vorname der Vaters) ab und fahren erst mal quer durch die Stadt bis zum Place Mochouar,

dem neuen zentralen Platz der Stadt. Geparkt unter den Augen der Polizei machen wir uns auf den Weg ins alte spanische Viertel, zum Souk und kaufen dort wieder mal Obst und Gemüse ein. Nach einer kleinen Stärkung an einer der Garküchen - heute mal Lammkopf - geht's zurück zum Auto und dann weiter durch die Wüste,

Kurs Richtung Süden. Eigentlich wollten wir noch die 180km bis nach Boujdour fahren, dort soll es einen schönen Strand und Stellplatz in den Dünen geben - Dakhla bzw. den Wendekreis des Krebses mit 23º26' 20km südlich von Dakhla zu erreichen, haben wir gestern schon gestrichen - 2*500km Einöde nur um mal dort gewesen zu sein ist einfach zu viel des Guten - aber kurz hinter dem Hafen von Laayoune, kurz nach überqueren des Förderbandes,

hier endet nach 100km die Reise des Phosphat's

hier endet nach 100km die Reise des Phosphat's

wird aus einem starken auflandigen Wind ein mittlerer Sandsturm und das brauchen wir eigentlich auch nicht, also kehrt und zurück zum Strand von Laayoune wo wir neben einigen WoMo-Kollegen einen windgeschützten Stellplatz finden.

Damit haben wir bereits heute auf der Strecke zwischen Es Semara und Laayoune bei N26º 30' den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht, von nun an geht es also nur noch zurück, Richtung Norden, ein bisschen Wehmut setzt ein, dafür bekommen wir zum Trost einen schönen Sonnenuntergang ...

SP: Laayoune Plage

Immer am Strand lang

18.01.2012 0 km, 6 Stunden Strandwanderung
Tagesziel: Laayoune Port
Wetter: Sonnig, >20º
Irgendwann in der Nacht legt sich der Sturm und als wir morgens aufstehen haben wir bestes Wanderwetter. Wir brechen auf zu einem Strandspaziergang in Richtung Laayoune Port. Entlang der kilometerlangen Strandpromenade ist auch der Strand noch relativ gepflegt, hier entdecken wir auch diese "marokkanischen Strandkörbe", die auf Kundschaft warten.

Später gehen wir bei einsetzender Ebbe einfach entlang der Wasserlinie, kommen dabei alle paar hundert Meter an solchen Pumpstationen der ONEP (Organisation Nationale de l'Eau Potable) vorbei

- hier wird direkt neben dem Strand Trink?-wasser aus dem Boden gepumpt und in ein Leitungsnetz eingespeist - und dann, kurz vor dem Hafen von Laayoune entdecken wir am Strand dieses Schiffswrack,

dieser Kapitän muss doch einen etwas eigenartigen Humor gehabt haben, erst nennt er sein Boot "Que sera sera" (was wird sein, wird sein..)

und dann setzt er es ca. 2km neben dem Hafen in den Sand.!!??!!.
Am Stadttor von Laayoune Port kehen wir wieder um,

gehen den selben Weg zurück - die Alternative wäre eine auch von LKW regelmässig benutzte Piste gewesen - und sind dann nach insgesamt 6 Stunden Wanderung wieder am Auto. Wir ruhen uns aus, schreiben den Reisebericht, warten auf den Sonnenuntergang, der heute aber nicht ganz so schön wie der gestrige ausfällt.
SP: Laayoune Plage

Wir verlassen die Westsahara

19.01.2012 255 km
Tagesziel: Akhfennir
Wetter: Sonnig, >20º
Heute morgen fahren wir auf einer neuen, in unseren Karten noch nicht verzeichneten Strasse, bis Tarfaya. Dieser Weg führt uns westlich um Laayoune herum, verläuft immer entlang der Küstenlinie durch die Dünenlandschaft.

Wir treffen dort auf keine!!! der in der West-Sahara sonst so üblichen Polizeikontrollen, es ist kaum Verkehr, nur gelegentlich am Strassenrand eine dieser mit Solaranlage und Satellitenschüssel ausgestatteten Unterkünfte.

TIPP: Für alle, denen auf der N1 zwischen Tarfaya und Laayoune zuviel Verkehr ist, die die N1 schon oft genug gefahren sind oder die einfach mal eine etwas besserer, nicht so ausgefranste Strasse wie die N1 fahren wollen:
Von Norden kommend:
Von der N1 nach Tarfaya abbiegen, durch den Ort und dann nach dem Hafen, am Ortsende, bei dem Kreisverkehr mit dem kleinen grünen Boot mittendrin nach rechts Richtung Amgriow abbiegen und einfach der Strasse folgen - nach ca. 100km ist man in Laayoune Plage.
Von Süden kommend:
ca. 12km nach dem Tor zum Hafen von Layonne nach links zum Foum el Oued, dem Strand von Laayoune abbiegen. Am nächsten Kreisverkehr weist rechts dem Wegweiser nach Tarfaya, dieser Strasse für 100km bis zum Hafen von Tarfaya folgen, dann durch entlang der Hauptstrasse durch den Ort, und nach weiteren 3km trifft man wieder auf die N1.

Kurz vor Tarfaya dann wieder mal ein Schiffswrack,

diesmal die Armas, die hier friedlich vor sich hinrostet.
In Tarfaya fahren wir entlang des Hafens, der "Strandpromenade" und finden am Ende dort dieses Denkmal,

das an einen der wohl berühmtesten Einwohner erinnern soll. Antoine de Saint-Exupery flog von hier aus (damals hieß der Ort noch Cap Juby) Post nach Dakar und zugleich begann hier seine Karriere als Schriftsteller die wohl mit "Der Kleine Prinz" ihren Höhepunkt erreichte. Draussen im Meer verfällt das Casa Mar,

eine 200 Jahre alte Festung. Wir folgen der N1 weiter Richtung Norden, kommen an den Salinen Sebka Debira vorbei,

besuchen kurz die Flamingos in der Khnifiss Lagune,

einem Naturschutzgebiet, in dem das übernachten mittlerweile erlaubt ist (Dirh. 40) und füllen in Akhfennir unseren Tank nochmal mit subventioniertem Diesel randvoll auf (Dirh 5,2 /L), dann geht es hinab zum El Ouarr Ouad und beim hinauffahren passieren wir diese Kamelpfosten, die die Grenze zur Westsahara darstellen.

Wenige Kilometer weiter, beim Weg hinunter zum Oued Ma Fatma entdecken wir diese Camper auf einem Parkplatz mit Aussicht -

für uns ist da auch noch Platz, die Stellplatzsuche (Dirh 10 / Nacht) für heute ist beendet.
SP: Oued Ma Fatma

Oued Wanderung

20.01.2012 0 km, 5 ½ Stunden Oued-Wanderung
Tagesziel: Oued Ma Fatma
Wetter: Sonnig, >20º
Uns gefällt es hier, wir beschliessen noch eine Nacht zu bleiben und wollen eigentlich am Morgen die Steilküste entlangwandern und den Fischern zuschauen,

aber dann war uns der auflandige Wind doch einfach zu stark, wir kehren sehr schnell um und begannen dafür (bei Rückenwind) den Oued flussaufwärts zu wandern.

Solange der Oued Wasser führt, findet man hier auch Flamingos,

sobald der Oued aber nur noch unterirdisch verläuft, wird das Flussbett zur Wüste,

und man findet hier dann eben nur noch die üblichen Wüstentiere wie Kamele

oder Esel.

Nach über 2 Stunden Wanderung durch den Wüstensand finden wir dann dieses recht ausgedehnte Wasserloch,

hier tritt der Oued plötzlich zu Tage, verläuft für ein paar hundert Meter an der Oberfläche und verschwindet dann wieder im Sand.
Genug gesehen für heute, wir drehen um, laufen den selben Weg wieder zurück, begegnen noch einen Mann, der mit zwei Eseln durch den Oued zieht um Holz zu sammeln und sind nach 5½ Stunden wieder zurück am Auto. Hier die übliche Abendroutine: Reisebericht schreiben, Abendessen vorbereiten und auf den Sonnenuntergang warten.
SP: Oued Ma Fatma

Zum Traum??-strand

21.01.2012 285 km
Tagesziel: Plage Blanche
Wetter: Sonnig, >20º
Heute morgen fahren wir erst mal auf der N1 weiter durch die Wüst, entlang der Steilküste Richtung Norden.

Immer wenn sich die Strasse zu einem Oued hinab senkt und der Strand damit irgendwie zugänglich wird, sehen wir dort auch kleinere Ansammlungen von meist französischen WoMo's stehen. Wir schauen kurz an Tan Tan Plage vorbei, aber ausser mehreren 'No Camping' Schildern gibt es für uns hier nichts aufregendes zum sehen und durchqueren dann nochmals Tan Tan mit seinem Kamelbogenstadttor. Uns zieht es aber weiter, denn wir wollen heute den Kamelmarkt in Guelmim besuchen.

Draussen vor der Stadt an der Strasse in Richtung Tan Tan ist jeden Samstag ein Souk und daneben werden in einem ummauerten Innenhof Schafe, Ziegen und Kamele verkauft. Dabei lernen wir, dass so ein Kamel je nach Grösse und Farbe zwischen Dirh 7.000 (klein/jung) und Dirh 20.000 (gross/weiss) kosten soll. Aber da ja in unserem kleinen Auto kein Platz für einen weiteren Passagier ist, müssen wir das Angebot dankend ablehnen. Dafür geniessen wir mal wieder ein leckeres Köfte Sandwich, füllen unsere Brot- und Gemüsevorräte nochmals auf und fahren dann eine 60km bestens ausgebaute Stichstrasse ans Ende der Welt zum Plage Blanche, einem herrlichen, von ein paar anderen WoMos abgesehen, einsamen Dünengelände mit endlosen Sandstränden

wo wir morgen in aller Ruhe das chinesische Frühlingsfest feiern wollen. Die Sonne versinkt schon am Horizont....
SP: Plage Blanche

Strandwandertag

22.01.2012 0 km, 5 Stunden Strandwanderung
Tagesziel: Plage Blanche
Wetter: Sonnig, >20º
Heute morgen werden wir durch ein diskretes Klopfen an die Autotüre geweckt. Nein, es ist nicht die Polizei, die uns einen 'Guten Morgen' wünschen möchte, es sind Frauen und Kinder der in der Nähe wohnenden Fischern, die die Camper hier mit Brot, frischen Eiern und am Abend auch mit frisch gefangenen Fisch versorgen. So lässt sich leben.
Wir beschliessen, den heutigen Tag wieder einmal mit einer Strandwanderung zu verbringen. Also steigen wir die ca. 80m durch die Dünen hinunter zum Strand und gehen dann immer entlang der Wasserlinie Richtung Süden.

Der Sandstrand ist hier relativ sauber, erst wenn man im Dünengürtel hinter die zweite Linie schaut, sieht man, .welche Mengen an Plastikmüll sich in den vergangenen Jahren hier angesammelt haben. Nach 2 1/2 Stunden finden wir dieses Wrack,

Genug gewandert, wir drehen um und kehren auf dem selben Weg wieder zurück zum Auto,

wo wir für die nächste Zeit mit den Vorbereitungen zum Chinesisch Neujahr Abendessen beschäftigt sind. Hierbei tun sich für uns hier zwei Probleme auf:
- es gibt in Marokko nur eine sehr limitierte Auswahl an chinesischen Lebensmittel zu kaufen - also ist Improvisation angesagt.
- der Frühlingsneumond ist heute nur in China zu sehen, in unseren Breiten geht der Mond zur Zeit tagsüber auf- und unter - also ist viel Phantasie angesagt.
Aber auch dieser Abend wird von uns bei Sherry, Glasnudeln mit Lao Gan Ma und Portwein erfolgreich gemeistert.
SP: Plage Blanche

Klippen/Strandwanderung

23.01.2012 0 km, 5 Stunde Wanderung
Tagesziel: Plage Blanche
Wetter: Sonnig, >20º
Heute Morgen wandern wir Richtung Norden zum Camp Bou Jerif, diesmal aber zuerst oben auf einer Piste entlang der Klippen. Wir geniessen die Aussicht hinunter zum Meer

und beschliessen, den Rückweg doch nochmals drunten entlang der Wasserlinie zu machen. Nun, was von droben recht nett aussieht,

stellt sich dann drunten doch eher als Plastikmüllhalde heraus. Der Sandstreifen direkt am Meer ist schön und noch relativ sauber, der Kiesgürtel dahinter bis zu den Klippen scheint im Sommer als wilder Campingplatz zu dienen und die Überreste der vergangenen Jahre liegen hier traut vereint. Zur Abwechslung finden wir noch Reste einer Schildkröte, den Wirbel eines Walfisches und den Schädel eines Kamels? Esels??. Na eben alles, was zu einem solchen Strand eben gehört.
Zurück beim Auto beginnen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen, warten auf den Sonnenuntergang und beplanen die nächsten drei Tage.
SP: Plage Blanche

Aufbruch zum Warmbad

24.01.2012 135 km
Tagesziel: Abeino
Wetter: Sonnig, >20º
Heute morgen fahren wir erst einmal die 60km zurück nach Guelmim, machen dabei einen kurzen Stopp am Oued Noun,

der sich hier durch eine zerklüftete Felsterrasse sein Bett gegraben hat. In Guelmim biegen wir dann erst einmal Richtung Assa ab, um dann nach weiteren 4km Richtung Asrir zu fahren. Nach soviel Sand wollen wir wieder mal etwas "Grünes" sehen, deshalb unsere Fahrt zu den Palmenhaine der Oase Tighmart. Hier machen wir auch noch eine kleine Rundwanderung entlang der Kanäle die zur Bewässerung der einzelnen Palmengärten dienen.

Nach knapp 20km ist der ganze Spass vorbei, die Strasse führt in einem weiten Bogen zurück auf die Hauptstrasse nach Assa. Hier biegen wir aber links ab, fahren zurück nach Guelmim. Dort am kleinen Kreisverkehr mit der Palme in der Mitte, kaufen wir nochmal ein noch warmes Brot - das hat uns auf dem weg nach Plage Blanche schon so gut geschmeckt - und verlassen nun Guelmim Richtung Norden. Kurz nach der Abzweigung zum Flughafen verlassen wir die Hauptstrasse schon wieder und fahren zum Thermalbad nach Abeino. Auf dem CP direkt vor dem Männerbad,

das zwischen 19:00 und 21:00 auch von ungläubigen Frauen benutzt werden darf, ist noch ein Stellplatz (Dirh 50) für uns frei. Das Abendprogramm statt Sonnenuntergang mal ein Thermalbad (bei 37º angeblich gut gegen Rheuma, Zipperlein u.ä.) ist damit auch schon geklärt. Das Bad selbst, (Abends E= Dirh 15, sonst Dirh 10) ist etwas besser erhalten als das nur etwa 100m entfernte Damenbad, strotzt eher von einer herben Schönheit. Nach 2 Stunden im ca. 37º warmen Wasser haben wir genug für unsere Gesundheit getan, also nur noch schnell über den Hof, zurück ins Auto.
SP: Camping Thermale Homme, Abeino

Vorwärts, es geht zurück

25.01.2012 120 km
Tagesziel: Port Boulfdail
Wetter: Sonnig, >20º
Da wir morgen nochmal auf den Souk in Tiznit wollen, fahren wir in etwa die selbe Strecke zurück, die wir vor einigen Tagen schon auf dem Her-weg benutzt haben. Zuerst noch schnell mal nach Guelmim zum Brot kaufen, dann nach Mesti, wo wir eine relativ hochgelobte Frauencoorporative zur Herstellung von Argan Öl besuchen.

Frische Arganien - ähnlich den Oliven - werden getrocknet, geschält und die Kerne werden dann von Frauen zwischen zwei Steinen geknackt. Aus dem Inhalt der Kerne wird dann endlich das Argan Öl kalt gepresst. Dieser Aufwand hat seinen Preis - nur wird hier wohl mittlerweile ein Berühmtheitszuschlag verlangt (Dirh 150 für 375ml). Wir haben das auch schon anders gesehen, also verzichten wir und fahren weiter nach Sidi Ifni. Als wir beim letzten Mal Vormittags hier waren haben wir neben dem kleinen Souk ein paar nette Fischlokale entdeckt - und zur Feier des Tages wollen wir eines davon ausprobieren -

ein voller Erfolg. Wenn's dazu jetzt noch einen schön gekühlten Weisswein gegeben hätte.....
Aber so fahren wir frisch gestärkt weiter, vorbei am mittlerweile gut besuchten Stellplatz von Plage Leghzira wo wir vor 10 Tagen noch so ruhig gestanden sind und beenden den Tag zusammen mit noch so ca. 20 anderen WoMos vor dem Tor zum Hafen von Boulfdail.

Wir gehen dann noch runter zum Fischerhafen,

schauen den Fischern bei der doch recht anstrengenden Arbeit zu - die Boote werden hier immer noch auf Schultern vom Slip aufs Land getragen, lehnen mehrere zum Kauf angebotene Fische dankend ab - wir sind immer noch voll vom Mittagessen - und warten dann auf den Sonnenuntergang.
SP: Port Boulfdail

© Anja & Wolfgang, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir sind auf dem Weg nach Süden, wollen weiter bis ans Meer, …. Dahin wo das Wetter hoffentlich noch so warm ist, dass man auch im ‚Winter‘ mit dem T-Shirt herumlaufen kann. Irgendwann werden wir wohl Marokko erreichen und wenn es die politische Lage dann erlaubt wollen wir noch weiter südlich bis Mauretanien / Senegal reisen.
Details:
Aufbruch: 24.10.2011
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 26.02.2012
Reiseziele: Marokko
Österreich
Italien
Frankreich
Andorra
Spanien
Portugal
Plage blanche
Gibraltar
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt. Anja & über sich:
Weltreisende aus Leidenschaft