Äthiopien-Reisebericht :Mit dem Wohnmobil Transafrika - von Tunis nach Kapstadt -

Sudan Ende - Aethopien I

Hallo da sind wir wieder, nach Khartoum gibt es jetzt hier in Axum (Nordaethopien) Internet. An alle, die unseren Bericht verfolgen und uns Kommentare darauf schicken, vielen Dank, Gruesse an die Mitreisenden richten wir dann gerne auch aus Achim und Ingrid

Der Rest vom 49. Tag Khartoum

Am Abend gehen wir dann alle gemeinsam essen, wir halten auf der Straße ein Auto an und dann passen 8 Leute in einen Kleinbus, Renate sitzt bei Joachim auf dem Schoß. Leider hat das ausgesuchte Restaurant geschlossen, auch das nächste dann aber beim dritten Versuch finden wir ein geöffnetes Restaurant. Wir werden zuvorkommend bedient und das Essen schmeckt sehr gut. Hier sieht man sogar Frauen, die allein zu zweit -d. h. ohne männliche Begleitung- in das Restaurant kommen und hier essen, eine hat sogar geraucht. Hier ist das Publikum ganz anders, als wir es bisher gewöhnt sind. Nach dem Essen geht es dann wieder mit einem Kleinbus zurück zum Platz am Nil.

50. Tag - Samstag - 16.1.2010 - Fahrt bis Gedaref

Um 8 Uhr brechen wir auf, denn wir wollen in der verkehrsarmen Zeit die Straße aus der Stadt finden. Das gelingt uns gut, denn es sind wirklich nur wenige Autos und Busse unterwegs. Wir fahren insgesamt 420 km bis ca. 100 km vor die Grenze von Äthiopien. In Wad Madani geht's wieder über eine Brücke über den Nil

die Rundhuetten mit Binsen gedeckt

die Rundhuetten mit Binsen gedeckt

Weiter geht's durch die Savanne und das Landschaftsbild ändert sich. Es ist ganz eben, kein Sand mehr, viele Bäume, die jetzt kahl sind. Weiter prägen riesige, abgeerntete Hirsefelder die Landschaft. Die Sonne scheint erbarmungslos und unser Außenthermometer zeigt sogar 41 ° im Schatten an.

Die ersten Rund- bzw. Hüttendörfer tauchen auf. Jetzt sind die Häuser der Einheimischen nicht mehr viereckig, aus Lehmziegeln und bunt angemalt, jetzt sind die Hütten rund und mit Reet gedeckt. Es stehen immer mehrere Hütten in einem Karree. Meist sieht man nur das Reetdach. Auch gibt es sehr viele Tierherden, Rinder- oder Ziegenherden.

unser Uebernachtungsplatz bei Gedaref

unser Uebernachtungsplatz bei Gedaref

Nach der Stadt Gedaref fährt Joachim wieder mal links ab und findet so einen schönen ruhigen Stellplatz. Heute Nacht gibt es sicher keinen Autolärm und auch der Muezzin wird und nicht um 4.45 Uhr wecken.
Der Anstieg in die Berge ist teilweise geteert, in Bau oder aber übelste Staubpiste. Als ein LKW uns überholt stehen wir total im Dunkeln und müssen erst einmal warten, bis sich der Staub gelegt hat. Jedenfalls ist die Fahrt ganz schön anstrengend und Achim hat ganz schön mit dem Auto und der Automatik zu kämpfen. Aber dann ist das auch geschafft und wir sind über den Berg rüber. Es begegnen uns immer wieder Tierherden und viele Menschen, die zu Fuß unterwegs sind.

Die Landschaft ist felsig und mit Bäumen bestanden. Dann zu Beginn des Ortes Gondar treffen wir uns. Kaum halten wir an, sind wir auch schon von Menschen umringt, die neugierig alles wissen wollen. Es wird noch Brot und Wasser eingekauft und dann suchen wir das Hotel Goha, an dem wir stehen wollen.

Das Hotel liegt ca. 4 km außerhalb der Stadt oben auf einem Berg. Den erklimmen wir mühsam mit den Mobilen und fahren die Auffahrt hoch. Hier ist totales Verkehrschaos, denn es wird eine Hochzeit im Hotel gefeiert. Zum Glück löst sich die Gesellschaft langsam auf, als wir ankamen, wir warteten deshalb noch einige Zeit und dann waren alle Autos verschwunden. So konnten wir uns prima aufstellen und unsere Plätze einnehmen. Danach ging es dann zum Abendessen ins Hotel. Da wir auf der Höhe von 2.200 m sind, gibt es auch keine Mücken. Darüber sind wir froh, müssen wir doch heute Abend keine Mücken jagen.

52. Tag - Montag - 18.1.2010 - Gondar

Wir lassen es langsam angehen, heute Morgen, denn das Kleintaxi ist erst für 10 Uhr bestellt. Wir wollen dann die Stadtbesichtigung machen. Wir gehen noch in den Hotelgarten, von dem man aus einen weiten Blick über die Landschaft und die Stadt Gondar hat.
Dann geht's los, wir fahren zuerst in den Palastbezirk, in dem die Kaiser seit Beginn des 17. Jh. lebten. Jeder neue Fürst fügt wieder einen Bau hinzu. Das Gelände ist riesig so ungefähr 70.000 m². Es sind Baustile vermischt, die aus dem Portugiesischen, Indischen und dem Baustil Gondar in den noch erhaltenen Gebäude zu erkennen. Wir hatten einen Führer, der uns einige Erklärungen zu den Gebäuden und den jeweiligen Fürsten gab.
Wir sind in den Gemäuern herumgelaufen und haben uns vorgestellt, wie die Kaiser hier gelebt, ihre Banketts hatten und auch Badeanlagen hatten.

Nach dem Besuch des Gemp, sind wir dann zur Kirche Debre Berhan Selassie, die mit wunderschönen Malereien ausgestattet ist, gefahren. Wir fuhren durch die Stadt und das Taxi suchte sich den Weg durch Menschen und Tiere. An der Kirche angekommen, erklärte uns unser Guide, dass die Kirche zu dem Kloster Dreieinigkeit auf dem Berg des Lichts gehört, das vom Kaiser Iyasu um 1700 gegründet wurde.
Wir gingen in die kleine Kirche hinein und waren überrascht wie die flächendeckend die Kirche ausgemalt war. Von der Decke schauten geflügelte Engelsköpfe mit großen Augen herab.
An den Seitenwänden wurden jeweils das Leben Christi und Maria gezeigt, außerdem Heilige, wie z. B. der Heilige Michael oder Georg mit dem Drachen gezeigt.

Es gab keine freie Stelle an den Wänden, alles war bemalt.
Nun stand noch der Besuch des Marktes an. Wir stiegen dort aus und stürzen uns ins Getümmel, obwohl heute nicht viel los sein soll. Es wird alles Mögliche angeboten, lebende Hühner werden an Stangen auf den Schultern getragen. Babys werden in Tüchern auf dem Rücken getragen. Wir sehen uns das Warenangebot an, kaufen aber nur Wasser. Dann geht's wieder hinauf auf den Hügel zu unseren Wagen. Hier oben ist es etwas kühler, als unten in der Stadt. Da morgen Jesu Tauffest gefeiert wird, gibt es zahlreiche Prozessionen in der Stadt, wir hören die Musik und die Menschen singen, aber wir gehen nicht wieder hinunter.

51. Tag Sonntag - 17.01.2010 - Fahrt zur Grenze nach Äthiopien

.Heute nun geht's um 7.30 Uhr weiter, wir haben ungefähr 140 km bis zur Grenze, und soll allein gefahren werden, kurz vor der Grenze ist der Treffpunkt. Es geht weiter durch die Savanne und wir sehen noch zahlreiche Rundhütten und nehmen so langsam Abschied vom Sudan. Wir treffen uns und dann geht's in die Grenze. Zuerst werden im Sudan die entsprechenden Stempel für den Pass und das Carnet geholt und dann geht's auch schon über die kleine Brücke und dort beginn die ganze Prozedur von neuem. Insgesamt haben wir knapp 4 Stunden für die Grenze bei 42 ° im Schatten gebraucht. Dann sind wir drüben in Äthiopien und freuen uns, dass es noch so früh ist. Wir wollen noch ca. 185 km bis Gondar fahren. Die Landschaft wandelt sich jetzt total, es gibt viele Bäume und wie sind im nu auf 1000 m Höhe. Die ersten 80 km ist die Straße geteert, dann gibt es Piste und dann beginnt der Anstieg auf 2.200 m.

Wir fahren durch Dörfer, die jetzt aus Hütten bestehen, die aus dünnen Baumstämmen bestehen, die teilweise mit einem Lehm-Strohgemisch verputzt sind.

52. Tag - Montag - 18.1.2010 - Gondar

Wir lassen es langsam angehen, heute Morgen, denn das Kleintaxi ist erst für 10 Uhr bestellt. Wir wollen dann die Stadtbesichtigung machen. Wir gehen noch in den Hotelgarten, von dem man aus einen weiten Blick über die Landschaft und die Stadt Gondar hat.
Dann geht's los, wir fahren zuerst in den Palastbezirk, in dem die Kaiser seit Beginn des 17. Jh. lebten. Jeder neue Fürst fügt wieder einen Bau hinzu. Das Gelände ist riesig so ungefähr 70.000 m². Es sind Baustile vermischt, die aus dem Portugiesischen, Indischen und dem Baustil Gondar in den noch erhaltenen Gebäude zu erkennen. Wir hatten einen Führer, der uns einige Erklärungen zu den Gebäuden und den jeweiligen Fürsten gab.
Wir sind in den Gemäuern herumgelaufen und haben uns vorgestellt, wie die Kaiser hier gelebt, ihre Banketts hatten und auch Badeanlagen hatten.

Nach dem Besuch des Gemp, sind wir dann zur Kirche Debre Berhan Selassie, die mit wunderschönen Malereien ausgestattet ist, gefahren. Wir fuhren durch die Stadt und das Taxi suchte sich den Weg durch Menschen und Tiere. An der Kirche angekommen, erklärte uns unser Guide, dass die Kirche zu dem Kloster Dreieinigkeit auf dem Berg des Lichts gehört, das vom Kaiser Iyasu um 1700 gegründet wurde.
Wir gingen in die kleine Kirche hinein und waren überrascht wie die flächendeckend die Kirche ausgemalt war. Von der Decke schauten geflügelte Engelsköpfe mit großen Augen herab.
An den Seitenwänden wurden jeweils das Leben Christi und Maria gezeigt, außerdem Heilige, wie z. B. der Heilige Michael oder Georg mit dem Drachen gezeigt.

Es gab keine freie Stelle an den Wänden, alles war bemalt.
Nun stand noch der Besuch des Marktes an. Wir stiegen dort aus und stürzen uns ins Getümmel, obwohl heute nicht viel los sein soll. Es wird alles Mögliche angeboten, lebende Hühner werden an Stangen auf den Schultern getragen. Babys werden in Tüchern auf dem Rücken getragen. Wir sehen uns das Warenangebot an, kaufen aber nur Wasser. Dann geht's wieder hinauf auf den Hügel zu unseren Wagen. Hier oben ist es etwas kühler, als unten in der Stadt. Da morgen Jesu Tauffest gefeiert wird, gibt es zahlreiche Prozessionen in der Stadt, wir hören die Musik und die Menschen singen, aber gehen nicht wieder hinunter.

wir fahren wieder einmal ueber den blauen Nil

wir fahren wieder einmal ueber den blauen Nil

Leider koennen wir nicht mehr Bilder laden, da es hier sehr schwierig ist, vielleicht beim n'aehsten Mal mehr

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Genua aus mit dem Schiff nach Tunis, weiter durch Tunesien, Libyen nach Kairo und südwärts bis Kapstadt durch den Sudan, Äthopien, Kenia Uganda, Tansania, Malawi, Sambia, Namibia nach Südafrika
Details:
Aufbruch: 25.11.2009
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 25.04.2010
Reiseziele: Südafrika
Italien
Tunesien
Ägypten
Sudan
Äthiopien
Uganda
Tansania
Malawi
Sambia
Namibia
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.