Äthiopien-Reisebericht :Zanzibar - kurzfristig, ungeplant, aber wird bestimmt super!

Vorfreude ist die schönste Freude!: Ankunft mit Hindernissen

16.07.2010 Ankunft Addis Ababa - Ethiopien

So, endlich angekommen in Zanzibar, auch wenn das alles für den Deutsch denkenden Menschen anfangs etwas stressig war.

Wir sind also am 16.07.2010 um 10:15 Uhr in Frankfurt losgeflogen und gleich erstmal in eine Lufthansa-Maschine eingestiegen, um die 6:50h nach Addis Ababa hinter uns zu bringen. Sollte ja auch kein Problem sein, sollte man meinen. Nach einem super Flug mit lecker Essen kommen wir also noch relativ entspannt in Addis an. Aus dem Flieger raus, Treppe runter und dann rechts war auch tatsächlich vorher erwähnter Transit Visa und Hotel Voucher Schalter, an dem wir uns melden sollten. Fünf andere Männekins standen auch schon in der Schlange und warteten wie wir auf ihren Hotelvoucher.
Das war dann aber doch alles nicht so einfach, wie vorher gedacht und erwartet:

Man erzählte uns, wir seien mit Lufthansa geflogen, daher müssten wir 70 $ pro Person für das Transitvisa und die Hotelübernachtung zahlen. Die anderen 5 erwähnten Mitwartenden hatten schon alle dementsprechend gezahlt. Also, Julia Geldbeutel auf, Geld raus und mit Pass zusammen an den noch freundlichen Mitarbeiter von Ethiopian abgegeben. DANACH stellte ich dann gedanklich fest, dass ich ja eigentlich vorher mit der Airline und dem Ticketanbieter telefoniert hatte und die mir die Hotelnacht und das Transitvisa zugesichert hatten, also Julia: "Hallo, isch hätt da ma en Problem!" Wir also dem Menschen unser Anliegen vorgetragen und der machte dann: "Ist ja alles richtig, wenn wir mit Ethiopian Airlines angekommen wären, da Sie das aber nicht sind, müssen Sie bezahlen!" Geld weg, Pass weg, wer sitzt da wohl am längeren Hebel? Der größte Fehler war wohl sich zu beschweren, denn da reagieren die Ethiopier wohl nicht allzu gut drauf. Daher standen wir dann passend erstmal 3 Stunden in der Schlange, haben verzweifelt und schon etwas säuerlich auf unsere Pässe gewartet und sind bei jeder weiteren Frage an die Mitarbeiter mit einer kalten Schulter belohnt worden.
MERKE: Beschwere dich nie in Ethiopien, außer du hast extrem viel Zeit, Muse und alles schriftlich von der Airline.

Nach den drei Stunden mussten wir auch noch durch den Zoll. Das läuft hier folgender Maßen ab:
Zollbeamter: "Wo kommen Sie her?"
15 Minuten nichts!
Zollbeamter: "Was wollen Sie hier?"
Weitere 10 Minuten nichts!
Irgendwann hört man dann den Stempel auf dem Pass und meint, gleich hat man es geschafft, aber noch immer kommt der Pass nicht über die Theke gewandert.
Wieder 5 Minuten nichts!
Und dann war er endlich da. Derweil lag unser Gepäck schon seit gut 3 Stunden auf weiter Feld und Flur alleine in der Ankunftshalle rum. Wenn man dort dann endlich angekommen ist, muss man nochmal durch eine Durchleuchtungsmaschine mit allem Gepäck, könnt ja was drin sein, was zu Spionagezwecken gut ist.

Froh nun endlich durch alle lästigen Kontrollen durch zu sein, wir natürlich erstmal raus, eine rauchen, Wasser kaufen, durchatmen. Was und später eingefallen ist: Wir sind ja Transitpassagiere, heißt irgendeiner muss uns zum Hotel bringen, aber wo???
Wir also wieder reingehastet in den Sicherheitsbereich und dort stand auch schon der selbe freundliche Mitarbeiter vom Hotelvoucher Stand und hat uns raus aus dem Flughafen, in die nächste dunkle Ecke zu unserem Transferbus gebracht. Der Busfahrer hat uns einfach mal gar nicht geantwortet als wir fragten, ob wir denn im Bus zum richtigen Hotel unterwegs seien, also ok, wir halten die Schnauze und harren der Dinge die da kommen!

Dank unserer vorhergehender Beschwerde über die Bezahlung der Hotelnacht und des Visas sind wir dann auch gleich mal ins wahrscheinlich schlechteste Hotel von ganz Addis gekarrt worden. Als ich da dann noch nach einer Kopie des Hotelvouchers (wo der Preis drauf stand) fragte, hat sich der Rezeptionist auch gleich mal rumgedreht und mir einfach gar nicht mehr geantwortet.

Das war dann spätestens der Moment, wo ich nur noch nach meiner Mutti heulen wollte . Addis hat mich also erstmal an meine reisetechnischen Grenzen gebracht und ich dachte einfach nur: "Wo hast du uns denn hier mal wieder reinmanövriert?" Gut war, dass Herzblatt immer relativ ruhig geblieben ist und mich so auch etwas auf den Boden zurückgeholt hat, sonst wäre mir wahrscheinlich der sprichwörtliche Kragen geplatzt.

Soweit wohl dann erstmal zu unserer Ankunft.
Am nächsten Tag ging es wieder vom Hotel zurück zum Flughafen (der Bus dahin kam nicht wie angekündigt um 6:30 Uhr sondern um 07:15 Uhr), dort hat dann auch alles nochmal ewig gedauert, weil unsere Tickets erstmal komplett getrackt werden mussten um überhaupt eine Boardkarte ausgestellt zu bekommen und dann saßen wir endlich im Flieger nach Dar-es-Salaam und weiter nach Zanzibar.

Herzblatt Andree bepackt wie ein Maulesel

Herzblatt Andree bepackt wie ein Maulesel

Meine Wenigkeit

Meine Wenigkeit

© Julia Jaeckel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Herzblatt und ich uff Tour! Huhu, det wird lustisch. Wir fliegen über Äthiopien nach Dar-es-Salam und dann weiter nach Zanzibar. Weiter sind 2 Bungalow Anlagen auserchoren und gaaaaaaaanz viele Trips. Der Rest steht in den Sternen :).
Details:
Aufbruch: 16.07.2010
Dauer: 16 Tage
Heimkehr: 31.07.2010
Reiseziele: Tansania
Äthiopien
Der Autor
 
Julia Jaeckel berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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Julia über sich:
Wissbegierig, reisebekloppt, hungrig nach Sehenswertem, sonnensüchtig, wasserverrückt, alles das was man sein muss um viel zu reisen.
Meine Augen, mein Hirn, mein Herz schreien nach mehr und die Zeit scheint zu kurz für alles. Also mach ich das was ich kann und das versuche ich zu genießen.