Äthiopien-Reisebericht :AETHIOPIEN

Eine Reise zur Wiege der Menschheit!

Südäthiopien - Great Rift Valley und Omo

Steckbrief Äthiopien
Lage: Binnenland am Horn von Afrika, angrenzend an Eritrea, Sudan, Kenia, Somalia und Dschibuti
Fläche: 1,1 Mio. qkm, (dreimal so gross wie Deutschland)
Einwohner: ca. 91 Mio.
20% Stadtbewohner, 80% Landbewohner
20 - 50 % Arbeitslose, Lebenserwartung 46 Jahre
Sprache: Amharisch, zweite Verkehrssprache Englisch
Währung: Birr
Religion: 45% äthiop.-orthodoxe Christen, 45% Moslems, 7% ev./lath. Christen,
3% Naturreligionen

vom 27.12.2013-09.01.2014 reisen wir mit einer Reisegruppe.

Nach einem angenehmen Flug von 7 Std. landen wir am 27.12.13 morgens um 6.45 Uhr in Addis Abeba. Als erstes wechseln wir Geld in die Landeswährung Birr.

Danach werden wir in 4 Allrad-Autos verteilt und die Fahrt geht los quer durch die Stadt Addis Abeba, welche auf 2450 m.ü.M. liegt. Anschliessend geht die Fahrt Richtung Süden. Am Kratersee von Debrezeith machen wir Frühstückshalt. Danach geht's weiter durch Dörfer und an grossen Treibhausanlagen für Rosen vorbei. An den Dorfbrunnen stehen die Leute in Warteschlangen um Wasser zu holen und oft sehen wir Bauern beim Dreschen von Teff, die lokale Getreideart, aus der Injera bereitet wird, das Nationalbrot Äthiopiens.

Geld zählen!

Geld zählen!

Am Zeway-See gibt es Mittagessen und wir machen gleich Bekanntschaft mit  Injera. Auf einem Verdauungsspaziergang zum See, sehen wir viele Pelikane, Marabus und sonstige Vögel.
Im Haile Hotel in Shashemene übernachten wir. Endlich können wir uns zum Schlafen hinlegen! Wir können fast nicht glauben, dass wir innert 24 Std. von Europa  im tiefen Afrika sind.

Am Zeway-See gibt es Mittagessen und wir machen gleich Bekanntschaft mit Injera. Auf einem Verdauungsspaziergang zum See, sehen wir viele Pelikane, Marabus und sonstige Vögel.
Im Haile Hotel in Shashemene übernachten wir. Endlich können wir uns zum Schlafen hinlegen! Wir können fast nicht glauben, dass wir innert 24 Std. von Europa im tiefen Afrika sind.

Injera!

Injera!

Welayita Dorf
Wir setzen unsere Fahrt in den Süden fort und erreichen nach 7 Std. die Distrikthauptstadt  Arba Minch. Arba Minch (1'285 m.ü.M.) liegt auf einem Grat, der den Abaya-See  mit einer Fläche von 1'160 qkm  und den Chamo-See 551 qkm  trennt.  Vom Hotel aus haben wir einen sehr schönen Blick auf den Nechisar National Park, die Seen und das Land zwischen den beiden Seen, das auf Amharisch "Himmelsbrücke" bedeutet.  Unterwegs halten wir mehrfach an und haben Gelegenheit, Bauernfamilien zu besuchen, die das fruchtbare Land bestellen. In der Gegend von Sodo bauen die Welayita-Bauern die Pflanze Inset an. Sie ist endemisch und gehört zur Familie der Bananenstauden. Aber nicht die Frucht wird verwertet, sondern der Stamm der Pflanze. Die faserige Masse des Stammes enthält viel Stärke, die Stärkemasse wird zu einem Fladenbrot verarbeitet, das in dieser Gegend das Hauptnahrungsmittel ist.

Welayita Dorf
Wir setzen unsere Fahrt in den Süden fort und erreichen nach 7 Std. die Distrikthauptstadt Arba Minch. Arba Minch (1'285 m.ü.M.) liegt auf einem Grat, der den Abaya-See mit einer Fläche von 1'160 qkm und den Chamo-See 551 qkm trennt. Vom Hotel aus haben wir einen sehr schönen Blick auf den Nechisar National Park, die Seen und das Land zwischen den beiden Seen, das auf Amharisch "Himmelsbrücke" bedeutet. Unterwegs halten wir mehrfach an und haben Gelegenheit, Bauernfamilien zu besuchen, die das fruchtbare Land bestellen. In der Gegend von Sodo bauen die Welayita-Bauern die Pflanze Inset an. Sie ist endemisch und gehört zur Familie der Bananenstauden. Aber nicht die Frucht wird verwertet, sondern der Stamm der Pflanze. Die faserige Masse des Stammes enthält viel Stärke, die Stärkemasse wird zu einem Fladenbrot verarbeitet, das in dieser Gegend das Hauptnahrungsmittel ist.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Bootssteg am Lake Chamo und besteigen ein kleines Fischerboot, welches uns während 1 Std. Fahrt über den See ans andere Ufer und damit in den Nechisar-Nationalpark (500 qkm) bringt. Hier beginnen wir unsere Wanderung in Begleitung eines bewaffneten Führers, welcher uns  zu einem Aussichtspunkt führt. Unterwegs beobachten wir Zebras und Antilopen. Am Aussichtspunkt angekommen geniessen wir den Weitblick über den Park.

Nach dem Frühstück fahren wir zum Bootssteg am Lake Chamo und besteigen ein kleines Fischerboot, welches uns während 1 Std. Fahrt über den See ans andere Ufer und damit in den Nechisar-Nationalpark (500 qkm) bringt. Hier beginnen wir unsere Wanderung in Begleitung eines bewaffneten Führers, welcher uns zu einem Aussichtspunkt führt. Unterwegs beobachten wir Zebras und Antilopen. Am Aussichtspunkt angekommen geniessen wir den Weitblick über den Park.

Nechisar Nationalpark

Nechisar Nationalpark

Auf dem Rückweg mit dem Boot halten wir an den Sandbänken an, wo die riesigen Krokodile liegen. Auch viele Wasservögel und natürlich Hippo-Familien leben im Chamo-See.

Auf dem Rückweg mit dem Boot halten wir an den Sandbänken an, wo die riesigen Krokodile liegen. Auch viele Wasservögel und natürlich Hippo-Familien leben im Chamo-See.

Knapp 90 km sind es von Arba Minch bis ins Konsoland. Zunächst fährt man durch Buschland, dann werden aber Baumwoll- und Getreidefelder sowie Bananenplantagen immer häufiger. Gegen Mittag erreichen wir Konso. Nach dem Mittagessen und etwas Zeit zum Ausruhen geht es zu Fuss durch die fruchtbare Hügellandschaft in ein Dorf. Mit über 200 Gehöften und 10 Gemeinschaftshäusern ist es relativ gross. Viele Kinder begleiten uns durchs Dorf und wir bekommen einen guten Einblick ins Dorfleben.

Knapp 90 km sind es von Arba Minch bis ins Konsoland. Zunächst fährt man durch Buschland, dann werden aber Baumwoll- und Getreidefelder sowie Bananenplantagen immer häufiger. Gegen Mittag erreichen wir Konso. Nach dem Mittagessen und etwas Zeit zum Ausruhen geht es zu Fuss durch die fruchtbare Hügellandschaft in ein Dorf. Mit über 200 Gehöften und 10 Gemeinschaftshäusern ist es relativ gross. Viele Kinder begleiten uns durchs Dorf und wir bekommen einen guten Einblick ins Dorfleben.

Wir verlassen Konso und fahren zum Dorf Geseryo. In der Nähe gibt es in einer normalerweise trockenen Schlucht eine "steinerne Stadt" aus bizarren, spitzen Felsen, die von der Bevölkerung "New York" genannt wird. Uns erinnert die Schlucht an den Bryce Canyon in USA, in Miniausgabe!

Wir verlassen Konso und fahren zum Dorf Geseryo. In der Nähe gibt es in einer normalerweise trockenen Schlucht eine "steinerne Stadt" aus bizarren, spitzen Felsen, die von der Bevölkerung "New York" genannt wird. Uns erinnert die Schlucht an den Bryce Canyon in USA, in Miniausgabe!

Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichen wir Mecheke und wandern von dort aus weiter nach Mechelo. Typisch für das Konso-Gebiet sind die Steinterrassen, die von Frauen gebaut und instand gehalten werden. An den Hängen wird viel Hirse und auch Teff angebaut. Auf den zum Teil steilen und schmalen Wegen machen wir Bekanntschaft mit Einheimischen, welche unterwegs zu den Feldern sind. Dank unserem einheimischen Führer bekommen wir auch viel Wissenswertes über die Dörfer mit.

Nach einer kurzen Weiterfahrt erreichen wir Mecheke und wandern von dort aus weiter nach Mechelo. Typisch für das Konso-Gebiet sind die Steinterrassen, die von Frauen gebaut und instand gehalten werden. An den Hängen wird viel Hirse und auch Teff angebaut. Auf den zum Teil steilen und schmalen Wegen machen wir Bekanntschaft mit Einheimischen, welche unterwegs zu den Feldern sind. Dank unserem einheimischen Führer bekommen wir auch viel Wissenswertes über die Dörfer mit.

Nachmittags haben wir eine Audienz beim König von Konso. Unsere Autos werden vor dem von grob gehauenen Ästen umzäunten Anwesen des Stammeshäuptlings geparkt. Durch eine enge Öffnung im Zaun treten wir in die königliche Anlage ein. Der Kala (König) Gezahegne empfängt uns mit Kopfschmuck und Königsinsignien zur Audienz. Er erzählt uns in Begleitung seines kleinen Sohnes in fehlerfreiem Englisch von seinen Aufgaben. Er ist Ratgeber, oberster Richter und Repräsentant seines Volkes. Als sein Vater noch lebte, verbrachte er einige Jahre in Addis Abeba, studierte dort Architektur und arbeitete für die staatliche Eisenbahngesellschaft. Nun haust er wieder in einer Rundhütte zwischen Ziegen und Kühen und wir können es fast nicht glauben, dass er nirgendwo anders leben möchte. Er führt uns durch sein Anwesen und zeigt uns die Wohnstätten seiner Familie und die der Bediensteten. Nach der Verabschiedung mit Händedruck wandern wir durch ein Wäldchen zu den Gräbern des Vaters und des Grossvaters von Gezahegne. Wir haben einen Mann kennen gelernt, der beide Welten kennt, die unsrige und die seines Bauernvolkes, das in vielen Bereichen noch immer wie vor Jahrhunderten lebt!

Nachmittags haben wir eine Audienz beim König von Konso. Unsere Autos werden vor dem von grob gehauenen Ästen umzäunten Anwesen des Stammeshäuptlings geparkt. Durch eine enge Öffnung im Zaun treten wir in die königliche Anlage ein. Der Kala (König) Gezahegne empfängt uns mit Kopfschmuck und Königsinsignien zur Audienz. Er erzählt uns in Begleitung seines kleinen Sohnes in fehlerfreiem Englisch von seinen Aufgaben. Er ist Ratgeber, oberster Richter und Repräsentant seines Volkes. Als sein Vater noch lebte, verbrachte er einige Jahre in Addis Abeba, studierte dort Architektur und arbeitete für die staatliche Eisenbahngesellschaft. Nun haust er wieder in einer Rundhütte zwischen Ziegen und Kühen und wir können es fast nicht glauben, dass er nirgendwo anders leben möchte. Er führt uns durch sein Anwesen und zeigt uns die Wohnstätten seiner Familie und die der Bediensteten. Nach der Verabschiedung mit Händedruck wandern wir durch ein Wäldchen zu den Gräbern des Vaters und des Grossvaters von Gezahegne. Wir haben einen Mann kennen gelernt, der beide Welten kennt, die unsrige und die seines Bauernvolkes, das in vielen Bereichen noch immer wie vor Jahrhunderten lebt!

König von Konso

König von Konso

Unsere Reise geht weiter und wir verlassen das Hochland der Konso und fahren über Weyto und Jinka in den Mago N.P.  Bei der Parkverwaltung in Jinka müssen wir für den Eintritt bezahlen und bekommen zusätzlich zu unseren Begleitern, zwei weitere Begleiter  wovon einer mit einem Gewehr bewaffnet ist. Etwa 40 km nach Jinka auf einer staubigen Piste ist die Grenze des Parks erreicht. Der Mago N.P. umfasst eine Fläche von 2'162 qkm und liegt auf einer Höhe zwischen 450 m und 2'528 m. Landschaftlich finden wir dichtes Akaziengestrüpp in der Nähe des Omo vor, aber auch sanft gewellte Grassavanne und Wüste. Wir stellen unsere Zelte am Ufer des Neri-Flusses auf und unser Koch versorgt uns mit gutem Essen. Bald bekommen wir Besuch von einer Pavian-Familie und wir müssen auf unsere Zeltstadt aufpassen. Unsere Begleitmannschaft instruiert uns über den Besuch des Stammes der Mursi, welche wir morgen besuchen wollen. Die Mursi sind ein kleiner Volksstamm von weniger als 4000 Menschen. Sie sind Viehalter, Milch und Blut sind die hauptsächlich genutzten Produkte, die aber nach der Regenzeit auch Ackerbau betreiben. Das Charakteristische an den Mursi ist der ungewöhnliche Schmuck der Frauen, die sich mit Tontellern schmücken, die sie in den aufgeschnittenen Lippen tragen. Schmucknarben und Körperbemalung sind weitere Schönheitsatribute, derer sich nicht nur die Frauen bedienen, sondern auch die Männer. Die Beschneidung von Mädchen oder jungen Frauen ist nicht nur bei den Völkern am Unterlauf des Omos weit verbreitet. Generell lässt sich beobachten, dass sich in den letzten 100 Jahren für die Mursi die Lebenssituation nicht grundsätzlich verändert hat bis auf einige Handwasserpumpen und einer Polizeistation. Sie sind ein sehr kriegerisches Volk der Region und es gibt ständige Auseinandersetzungen bedingt durch Viehdiebstahl, aber auch zunehmend mit Stämmen aus den Grenzgebieten zu Nordkenia und Süd-Sudan. Sie sind mit uralten Flinten, aber immer mehr auch mit automatischen Waffen ausgestattet, die sie bei entsprechender Gelegenheit auch bedenkenlos einsetzten. Einkommensmöglichkeiten sind nicht vorhanden, deshalb müssen die Touristen für jedes Foto bezahlen. Die Honorare für Fotos sind festgelegt und indiskutabel: 3 Birr (0,20 Sfr.) für ein Porträt einer Einzelperson, 5 Birr wenn Mutter und Kind fotografiert werden. Wenn sich die Kontakte allein auf dieses Geschäft reduziert, haben wir das Gefühl als würden wir einen Zoo besuchen!

Unsere Reise geht weiter und wir verlassen das Hochland der Konso und fahren über Weyto und Jinka in den Mago N.P. Bei der Parkverwaltung in Jinka müssen wir für den Eintritt bezahlen und bekommen zusätzlich zu unseren Begleitern, zwei weitere Begleiter wovon einer mit einem Gewehr bewaffnet ist. Etwa 40 km nach Jinka auf einer staubigen Piste ist die Grenze des Parks erreicht. Der Mago N.P. umfasst eine Fläche von 2'162 qkm und liegt auf einer Höhe zwischen 450 m und 2'528 m. Landschaftlich finden wir dichtes Akaziengestrüpp in der Nähe des Omo vor, aber auch sanft gewellte Grassavanne und Wüste. Wir stellen unsere Zelte am Ufer des Neri-Flusses auf und unser Koch versorgt uns mit gutem Essen. Bald bekommen wir Besuch von einer Pavian-Familie und wir müssen auf unsere Zeltstadt aufpassen. Unsere Begleitmannschaft instruiert uns über den Besuch des Stammes der Mursi, welche wir morgen besuchen wollen. Die Mursi sind ein kleiner Volksstamm von weniger als 4000 Menschen. Sie sind Viehalter, Milch und Blut sind die hauptsächlich genutzten Produkte, die aber nach der Regenzeit auch Ackerbau betreiben. Das Charakteristische an den Mursi ist der ungewöhnliche Schmuck der Frauen, die sich mit Tontellern schmücken, die sie in den aufgeschnittenen Lippen tragen. Schmucknarben und Körperbemalung sind weitere Schönheitsatribute, derer sich nicht nur die Frauen bedienen, sondern auch die Männer. Die Beschneidung von Mädchen oder jungen Frauen ist nicht nur bei den Völkern am Unterlauf des Omos weit verbreitet. Generell lässt sich beobachten, dass sich in den letzten 100 Jahren für die Mursi die Lebenssituation nicht grundsätzlich verändert hat bis auf einige Handwasserpumpen und einer Polizeistation. Sie sind ein sehr kriegerisches Volk der Region und es gibt ständige Auseinandersetzungen bedingt durch Viehdiebstahl, aber auch zunehmend mit Stämmen aus den Grenzgebieten zu Nordkenia und Süd-Sudan. Sie sind mit uralten Flinten, aber immer mehr auch mit automatischen Waffen ausgestattet, die sie bei entsprechender Gelegenheit auch bedenkenlos einsetzten. Einkommensmöglichkeiten sind nicht vorhanden, deshalb müssen die Touristen für jedes Foto bezahlen. Die Honorare für Fotos sind festgelegt und indiskutabel: 3 Birr (0,20 Sfr.) für ein Porträt einer Einzelperson, 5 Birr wenn Mutter und Kind fotografiert werden. Wenn sich die Kontakte allein auf dieses Geschäft reduziert, haben wir das Gefühl als würden wir einen Zoo besuchen!

Mit gemischten Gefühlen werden wir am nächsten Morgen in ein Mursi-Dorf gefahren. Das Fotografieren macht auf diese Weise nicht sonderlich Spass, da die ausgewählten Frauen wie Modells dastehen und dadurch die Natürlichkeit verloren geht. Aber wir sind nun mal hierher gereist und machen trotzdem Fotos.

Mit gemischten Gefühlen werden wir am nächsten Morgen in ein Mursi-Dorf gefahren. Das Fotografieren macht auf diese Weise nicht sonderlich Spass, da die ausgewählten Frauen wie Modells dastehen und dadurch die Natürlichkeit verloren geht. Aber wir sind nun mal hierher gereist und machen trotzdem Fotos.

Auf der Rückfahrt nach Turmi machen wir Halt in Key Afar und besuchen den Markt, welcher von mindestens vier Volksgruppen besucht wird. Hier können wir ungehindert durch den Markt schlendern und fotografieren.

Auf der Rückfahrt nach Turmi machen wir Halt in Key Afar und besuchen den Markt, welcher von mindestens vier Volksgruppen besucht wird. Hier können wir ungehindert durch den Markt schlendern und fotografieren.

In Turmi befindet sich der Campingplatz unter grossen Mangobäumen und der ganze Boden ist übersät mit heruntergefallenen Mangos. Für Mango Liebhaber ein richtiges Schlaraffenland!

In Turmi befindet sich der Campingplatz unter grossen Mangobäumen und der ganze Boden ist übersät mit heruntergefallenen Mangos. Für Mango Liebhaber ein richtiges Schlaraffenland!

Wir brechen früh auf, denn wir wollen heute auf Schotterstrasse nach Omorate  direkt an den Ufern des Omos. Aufgrund der exponierten geopolitischen Situation im Grenzgebiet zwischen Äthiopien, Kenia und dem Sudan, aber auch aus humanitären Gründen war es immer nötig, in dieser ökologisch und politisch fragilen Gegend den Nomaden der Region, die durch Tierseuchen viele ihrer Tiere verloren haben, Hilfe zukommen zu lassen. Hinzu kamen Dürreperioden, die auch noch die landwirtschaftlichen Bemühungen der Bevölkerung zunichtemachten. Die Nahrungsmittelhilfe hat natürlich zur Folge, dass sich ehemalige Hilfeempfänge in Omorate ansiedeln und zum Teil nicht landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehen.  
Die lokale Bevölkerung überquert den Omo mit riesigen, bis zu 8 m langen und etwa 1 m breiten Einbäumen. Auch wir lassen uns auf diese Weise ans andere Ufer bringen, denn wir wollen ein Dorf der Dessanech besuchen. Die Dessanech, sind für ihre kunstvollen Frisuren bekannt. Die Hütten sind von einem Zaun aus Dornengestrüpp umgeben und von leichter Bauweise. Die Männer sind für ihre Tonkappen und Schmucknarben bekannt.

Wir brechen früh auf, denn wir wollen heute auf Schotterstrasse nach Omorate direkt an den Ufern des Omos. Aufgrund der exponierten geopolitischen Situation im Grenzgebiet zwischen Äthiopien, Kenia und dem Sudan, aber auch aus humanitären Gründen war es immer nötig, in dieser ökologisch und politisch fragilen Gegend den Nomaden der Region, die durch Tierseuchen viele ihrer Tiere verloren haben, Hilfe zukommen zu lassen. Hinzu kamen Dürreperioden, die auch noch die landwirtschaftlichen Bemühungen der Bevölkerung zunichtemachten. Die Nahrungsmittelhilfe hat natürlich zur Folge, dass sich ehemalige Hilfeempfänge in Omorate ansiedeln und zum Teil nicht landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachgehen.
Die lokale Bevölkerung überquert den Omo mit riesigen, bis zu 8 m langen und etwa 1 m breiten Einbäumen. Auch wir lassen uns auf diese Weise ans andere Ufer bringen, denn wir wollen ein Dorf der Dessanech besuchen. Die Dessanech, sind für ihre kunstvollen Frisuren bekannt. Die Hütten sind von einem Zaun aus Dornengestrüpp umgeben und von leichter Bauweise. Die Männer sind für ihre Tonkappen und Schmucknarben bekannt.

In der Abendsonne besuchen wir noch ein Dorf der Karo. Die Karos sind ein kleines Volk mit vermutlich nur noch etwa 1000 Angehörigen. Ursprünglich Viehzüchter und Bauern an den Ufern des Omos, haben sie durch die Viehseuche Anthrax die Mehrzahl ihrer Tiere verloren, und die Landwirtschaft am Omo-Ufer dominiert den Lebenserwerb. Die Männer formen sich zu besonderen Gelegenheiten, etwa wenn Wildtiere wie Löwen oder Leoparden oder vielleicht auch Feinde getötet wurden, helmartige Kappen aus Ton. Dieser wird auf die Kopfhaut aufgetragen und durch die Haare als "Armierung" an seinem Platz gehalten. Die Tonkappe wird nach dem Trocknen bemalt und mit Kratzmustern geschmückt.

In der Abendsonne besuchen wir noch ein Dorf der Karo. Die Karos sind ein kleines Volk mit vermutlich nur noch etwa 1000 Angehörigen. Ursprünglich Viehzüchter und Bauern an den Ufern des Omos, haben sie durch die Viehseuche Anthrax die Mehrzahl ihrer Tiere verloren, und die Landwirtschaft am Omo-Ufer dominiert den Lebenserwerb. Die Männer formen sich zu besonderen Gelegenheiten, etwa wenn Wildtiere wie Löwen oder Leoparden oder vielleicht auch Feinde getötet wurden, helmartige Kappen aus Ton. Dieser wird auf die Kopfhaut aufgetragen und durch die Haare als "Armierung" an seinem Platz gehalten. Die Tonkappe wird nach dem Trocknen bemalt und mit Kratzmustern geschmückt.

In Dimeka ist heute Markttag der Hamer. Die Frauen schmücken ihre Lederbekleidung mit Kaurimuscheln und frisieren das Haar mit Ocker. Auch die Männer frisieren das Haar sehr kunstvoll mit dem roten Lehm. Hunderte Hamer pilgern zum Markt und wir mischen uns unter das emsige Treiben

In Dimeka ist heute Markttag der Hamer. Die Frauen schmücken ihre Lederbekleidung mit Kaurimuscheln und frisieren das Haar mit Ocker. Auch die Männer frisieren das Haar sehr kunstvoll mit dem roten Lehm. Hunderte Hamer pilgern zum Markt und wir mischen uns unter das emsige Treiben

Auf einer schönen Wanderung kommen wir noch einmal in ein Dorf, wo die Leute schon bereit stehen zum Fototermin.

Auf einer schönen Wanderung kommen wir noch einmal in ein Dorf, wo die Leute schon bereit stehen zum Fototermin.

Ein langer Fahrtag liegt vor uns. In der Senke von Weyto erreichen wir die uns schon bekannte Strasse, die in die Konso-Berge führt. In den Dörfern der Erbore machen wir Halt und bestaunen den Halsschmuck, den sie selbst aus Glasperlen herstellen.

Ein langer Fahrtag liegt vor uns. In der Senke von Weyto erreichen wir die uns schon bekannte Strasse, die in die Konso-Berge führt. In den Dörfern der Erbore machen wir Halt und bestaunen den Halsschmuck, den sie selbst aus Glasperlen herstellen.

Um die kühleren Stunden zu nutzen, fahren wir schon früh von Yabello  zum Rand des El Sod-Krater. Sobald wir uns dem Ort Soda nähern, laufen die Kinder schon in Heerscharen auf uns zu und weisen den Weg. Dann, hinter dem Markt und der Moschee, bietet sich ein grandioses Schauspiel. Ein Krater mehrere hundert Meter tief tut sich auf, in dessen Mitte ein schlammiger See zu erkennen ist sowie Erdhaufen, so zumindest sieht es von oben aus. Wir steigen zirka 1 Std. zum See hinunter und sehen wie der stark salzhaltige Schlamm aus dem Kratersee geholt wird. Der Schlamm wird zum Trocknen aufgehäuft und mehrfach gewaschen, bis der Salzgehalt hoch genug und das Material als Viehsalz nutzbar ist und mit Eseln den steilen Weg nach oben ins Dorf transportiert wird. Beim Aufstieg über den steilen, staubigen Weg kommen wir recht ins Schwitzen, da mittlerweile die Sonne erbarmungslos auf uns nieder brennt.

Um die kühleren Stunden zu nutzen, fahren wir schon früh von Yabello zum Rand des El Sod-Krater. Sobald wir uns dem Ort Soda nähern, laufen die Kinder schon in Heerscharen auf uns zu und weisen den Weg. Dann, hinter dem Markt und der Moschee, bietet sich ein grandioses Schauspiel. Ein Krater mehrere hundert Meter tief tut sich auf, in dessen Mitte ein schlammiger See zu erkennen ist sowie Erdhaufen, so zumindest sieht es von oben aus. Wir steigen zirka 1 Std. zum See hinunter und sehen wie der stark salzhaltige Schlamm aus dem Kratersee geholt wird. Der Schlamm wird zum Trocknen aufgehäuft und mehrfach gewaschen, bis der Salzgehalt hoch genug und das Material als Viehsalz nutzbar ist und mit Eseln den steilen Weg nach oben ins Dorf transportiert wird. Beim Aufstieg über den steilen, staubigen Weg kommen wir recht ins Schwitzen, da mittlerweile die Sonne erbarmungslos auf uns nieder brennt.

Interessant ist jedoch auch die Weiterfahrt Richtung Süden ins Kernland der Borana, die als teilnomadische Viehzüchter auf den trockenen Grassavannen ihre Tiere, Rinder, Kamele und Ziegen halten. Etwa 70 km von Yabello im Ort Dudbuluk können wir die "singenden Brunnen" Ela auf Oromifa, bewundern.  Der poetische Name steht für Viehtränken, die einzigartig konstruiert sind. Es existiert hier ein oberflächennaher Grundwasserleiter, der normalerweise durch einfache Brunnen erschlossen werden könnte. Für grössere Viehzahlen würde sich das normale Schöpfen jedoch als aufwendig erweisen. Findige Menschen sind auf die Idee gekommen, dass es sich lohnt, das Vieh zum Wasser zu bringen und nicht umgekehrt. Daher wurden Rampen in dem weichen Tuffgestein konstruiert, auf denen die Tiere auf einer schiefen Ebene hinabsteigen können. Am Ende der Rampe befindet sich ein Wasserbecken, das etwa 10 m unter dem Niveau des umliegenden Graslandes liegt. Um an das Wasser zu gelangen und die eigentliche Tränke befüllen zu können, wurde ein Brunnenloch abgeteuft, das weitere 10 bis 15 m in die Tiefe reicht. Und von hier kommt der Gesang, wenn die Tiere getränkt werden. Der Brunnen hat einen grösseren Durchmesser als üblich und verfügt über Terrassenstrukturen, auf denen Menschen stehen können. Diese Terrassen haben einen Höhenunterschied von etwa 2 m. Auf jeder Terrasse steht ein Mann. Der Unterste schöpft das Wasser aus dem Brunnen und reicht es dem darüber stehenden. Der Oberste giesst das Wasser in die Viehtränke und gibt das Gefäss zurück.  Dieses Bücken und Heben von grösseren Gewichten über lange Zeit ist anstrengend und muss im Takt gehen, deshalb singen die Männer.

Interessant ist jedoch auch die Weiterfahrt Richtung Süden ins Kernland der Borana, die als teilnomadische Viehzüchter auf den trockenen Grassavannen ihre Tiere, Rinder, Kamele und Ziegen halten. Etwa 70 km von Yabello im Ort Dudbuluk können wir die "singenden Brunnen" Ela auf Oromifa, bewundern. Der poetische Name steht für Viehtränken, die einzigartig konstruiert sind. Es existiert hier ein oberflächennaher Grundwasserleiter, der normalerweise durch einfache Brunnen erschlossen werden könnte. Für grössere Viehzahlen würde sich das normale Schöpfen jedoch als aufwendig erweisen. Findige Menschen sind auf die Idee gekommen, dass es sich lohnt, das Vieh zum Wasser zu bringen und nicht umgekehrt. Daher wurden Rampen in dem weichen Tuffgestein konstruiert, auf denen die Tiere auf einer schiefen Ebene hinabsteigen können. Am Ende der Rampe befindet sich ein Wasserbecken, das etwa 10 m unter dem Niveau des umliegenden Graslandes liegt. Um an das Wasser zu gelangen und die eigentliche Tränke befüllen zu können, wurde ein Brunnenloch abgeteuft, das weitere 10 bis 15 m in die Tiefe reicht. Und von hier kommt der Gesang, wenn die Tiere getränkt werden. Der Brunnen hat einen grösseren Durchmesser als üblich und verfügt über Terrassenstrukturen, auf denen Menschen stehen können. Diese Terrassen haben einen Höhenunterschied von etwa 2 m. Auf jeder Terrasse steht ein Mann. Der Unterste schöpft das Wasser aus dem Brunnen und reicht es dem darüber stehenden. Der Oberste giesst das Wasser in die Viehtränke und gibt das Gefäss zurück. Dieses Bücken und Heben von grösseren Gewichten über lange Zeit ist anstrengend und muss im Takt gehen, deshalb singen die Männer.

Auf der Weiterfahrt besuchen wir nochmals ein Dorf der Borana. Vom Fotostress erholen wir uns in einsamer Landschaft unter einem Baum, welcher spärlich Schatten spendet. Auch wird uns nochmals aufgezeigt, dass die Pisten und Strassen im Süden von Äthiopien nicht ungefährlich sind!

Auf der Weiterfahrt besuchen wir nochmals ein Dorf der Borana. Vom Fotostress erholen wir uns in einsamer Landschaft unter einem Baum, welcher spärlich Schatten spendet. Auch wird uns nochmals aufgezeigt, dass die Pisten und Strassen im Süden von Äthiopien nicht ungefährlich sind!

Von Yabello geht es nun nordwärts über Awassa, wo wir noch einen Abstecher frühmorgens zum Fischmarkt machen.
Am 14. Tag unserer Reise erreichen wir wieder Addis Abeba, wo wir in einem äthiopischen Restaurant bei Musik und Tanz das letzte gemeinsame Essen geniessen.

Von Yabello geht es nun nordwärts über Awassa, wo wir noch einen Abstecher frühmorgens zum Fischmarkt machen.
Am 14. Tag unserer Reise erreichen wir wieder Addis Abeba, wo wir in einem äthiopischen Restaurant bei Musik und Tanz das letzte gemeinsame Essen geniessen.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 27.12.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 21.01.2014
Reiseziele: Äthiopien
Der Autor
 
Peter & Elisabeth WULLSCHLEGER berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Peter & Elisabeth über sich:
Seit wir pensioniert sind, reisen wir mit unserem Wohnmobil auf der Welt umher. Damit unser Freundeskreis weiss wo wir sind, schreiben wir Reiseberichte. Natürlich freut es uns sehr, wenn wir hie und da eine Antwort erhalten!
Peter und Elisabeth WULLSCHLEGER