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Afrika Expeditionen Kenia Outback beginnt mit der Ankunft in Nairobi. Unterkunft im Boulevard Hotel. Kurzer Stadtbummel, kleine Einkäufe - der LKW ist schon in den Tagen vorher von Friedhelm und mir für die Reise vorbereitet worden. Mittags dann Abfahrt Richtung Mount Kenia über Thika, entlang der Westumfahrung des Berges über Nyeri, Sagana und Naro Moru. Immer wieder während der Fahrt ist dank der guten Sicht ein Blick auf die eindrucksvolle Gipfelregion des Mt.Kenia möglich.
Kurz vor Nanyuki verlassen wir die Straße und errichten unser Camp in der traumhaft im Bergwald gelegenen Mountain Rock-Lodge (früher Bantu Lodge). Da wir unser erstes Ziel, den Meru-Nationalpark, wegen der großen Entfernung heute nicht erreichen können, kommt uns dieser Platz, den wir von früheren Reisen schon gut kennen, gerade recht.
Die "Umrundung" des Berges geht weiter, bis wir die Stadt Meru erreichen. Hier dann letzte Einkäufe vor der Weiterfahrt durch die eindrucksvolle Berglandschaft der Nyambeni-Hills (Itiani, 2.514m) über Maua zum Eingang des Meru-Nationalparks. Der Meru-Park ist ein sehr wildes Gebiet mit riesigen Grassavannen, Busch- und Galeriewäldern, Sumpfgebieten und Flusslandschaften.
Er liegt im Einzugsgebiet des Mt. Kenia und wird auch klimatisch stark von ihm beeinflusst. Hier gibt es insgesamt 15 größere und kleinere Flüsse - die wichtigsten, ganzjährig Wasser führenden sind der Rojewero und der Ura River. An ihren Ufern hat sich prächtiges Busch- und Waldgebiet mit mächtigen Feigenbäumen und undurchdringlichem Palmendickicht gebildet. Schon bei der ersten Fahrt durch den Park erleben wir die eindrucksvolle Landschaft. Die Zelte schlagen wir auf der Bwatherongi Campsite unter schattenspendenden Schirmakazien unmittelbar an einem kleinen Bach auf. Diese besondere Lage trägt dazu bei, dass wir nachts viele Tiergeräusche hören werden.
Hier bleiben wir einige Tage und nehmen uns viel Zeit für ausgedehnte Pirschfahrten. Neben der besonders reizvollen Landschaft ist auch ein großer, vielfältiger Tierbestand bemerkenswert. Eine Attraktion sind jedoch die hier lebenden Breitmaulnashörner, die unter besonderem Schutz und ständiger Bewachung durch die Parkranger in einem Terrain neben dem Parkgeht stehen.
Im Südosten grenzt der Park an den Tana-River, der größte Fluss Kenias, mit den Adamson-Stromfällen, die nach dem berühmten englischen Wildhüter George Adamson benannt wurden. Adamson war hier viele Jahre als Leiter des Parks tätig. Der Fluss fließt an dieser Stelle in mehreren Stufen über ein Granitband, das quer zum Fluss verläuft.
Zurück über Maua nach Meru Stadt, erneut Einkäufe zur Auffrischung der Lebensmittel- und Spritvorräte. Auf guter Straße gelangen wir nach Isiolo, die letzte Stadt vor der Wildnis Nordkenias.
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©
Johnny Hinzen,
2008
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