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Bei der Weiterfahrt in Richtung Norden auf dem Weg nach Marsabit geht es vorbei am Samburu- und Shaba-Nationalreservat. Jetzt folgt der sog. East African Highway, die Hauptverbindung nach Südäthiopien, eine breite aber extrem schlechte Wellblechpiste, die Mensch und Auto das Letzte abfordert. Am Olokwe-Felsmassiv (2.000m), eine bedeutende Landmarke, liegt die Abzweigung nach Wamba und Maralal.
Am Fuße des Berges, in dichtem Akazienwald, schlagen wir die Zelte auf. Auf einer Fußwanderung erkunden wir die wilde Landschaft.
Wir nehmen diesmal nicht den westlichen Abzweig nach Maralal, sondern folgen nach Norden weiter dem "Highway", vorbei an Seredupi, Laisamis und erreichen nach einem langen Fahrtag völlig durchgeschüttelt die Bergregion um Marsabit.
Der gleichnamige Nationalpark, der vom Karatin Gipfel (1700m) überragt wird, wirkt wegen seiner prächtigen Vegetation wie eine grüne Insel inmitten von Wüste und Halbwüste. Diese Region ist ganzjährig relativ regenreich, was nicht nur der Vegetation, sondern auch den im umliegenden Wüstengebiet lebenden Nomaden und deren Vieh zugute kommt. In der Stadt lebt hauptsächlich somalische Bevölkerung, die der Stadt und dem Umfeld arabisches Gepräge verleiht. Neben Somalis leben hier auch Rendille, Gabra und Borana. Landschaftlich eindrucksvoll ist der Park durch seine dichten Bergwälder und die beiden kreisrunden Kraterseen Lake Paradise und Lake Sokorte. Auch außerhalb des Parks gibt es noch weitere kleine Krater (Gof Redo und Gof Choba), die aber trocken liegen.
Unmittelbar vor dem Eingang zum Park befindet sich die einzige Campsite, wo wir die Zelte errichten. Um in den Park zu gelangen, können wir wegen der sehr engen Wege den Lkw nicht benutzen, so dass wir für eine Rundfahrt bei der Parkverwaltung einen Landrover mit Fahrer anheuern müssen. Nicht allzu weit vom Parkeingang entfernt erreichen wir zunächst den Sokorte-Kratersee, an dem sehr malerisch die Marsabit-Lodge liegt. Von der Terrasse aus hat man einen tollen Blick auf den fast kreisrunden See, an dessen Ufer wir Elefanten beim Grasen beobachten können.
Nach einer kleinen Erfrischung geht es weiter in den Park hinein und allmählich steigt der Weg durch den dichten Wald an. Plötzlich gibt der Wald den Blick auf einen weiteren Kratersee, den Lake Paradise, frei. Von hier oben ist dies ein beeindruckender Anblick. Wir folgen weiter der Piste durch den Wald und umrunden so den See bis zum gegenüberliegenden Ufer.
Nach der schönen Zeit in der einzigartigen Berglandschaft von Marsabit bereiten wir uns langsam auf die Weiterfahrt vor.
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