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Wir verlassen die kühle Bergwelt von Marsabit und gelangen in nordwestlicher Richtung allmählich in die heiße Zone der Chalbi-Wüste. Anfangs ist die Landschaft noch mit Lavabrocken übersät, bevor sie immer mehr in Sandwüste übergeht.
Die Piste ist jetzt relativ breit und unproblematisch, aber auf dem ersten Streckenabschnitt schlagen wir uns noch mit dem Wellblech herum. Kurz vor Maikona haben wir eine Reifenpanne. Wegen der fortgeschrittenen Tageszeit campieren wir direkt an Ort und Stelle.
Da die Hitze des Tages langsam nachgelassen hat, wollen wir lieber heute Abend noch den Reifen wechseln, die Reparatur verschieben wir dann, bis wir morgen in Maikona sind.
Am nächsten Morgen haben wir es bis Maikona nicht mehr sehr weit. Bevor wir die eigentliche Oase Maikona erreichen, sehen wir plötzlich riesige Staubwolken und erkennen bald den Grund hierfür: es handelt sich um riesige Kamel- und Ziegenherden, die in der Wüste an einem Wasserloch warten, bis sie von den hier ansässigen Gabra-Nomaden zur Tränke geführt werden.
Viele Frauen stehen mit Wasserkanistern bereit, um aus einem separaten Wasserloch Trinkwasser zu schöpfen.
Es ist interessant, die Nomaden bei ihrer alltäglichen Arbeit zu sehen. In der italienischen Missionsstation in Maikona können wir in der Werkstatt den Reifen reparieren und wechseln lassen.
Wir halten uns hier nicht lange auf und machen uns auf den Weg zu der Oase Galacha, die wir auf jedem Fall heute zum Übernachten erreichen wollen. In Galacha bietet sich ein ähnliches Bild wie in Maikona: überall stehen kleine Herden von Kamelen und Ziegen, die von ihren Hirten zur Tränke geführt werden.
Unweit des Wasserlochs ist ein Palmenhain, in dessen Schatten wir die Zelte aufstellen. Der von einer Quelle gespeiste Teich lädt zum Erfrischen ein und befreit uns vom Staub der letzten Tage.
Am nächsten Morgen, nach einer etwa dreistündigen Fahrt auf topfebener Sandpiste der Chalbi-Wüste, gelangen wir nach North Horr, der letzten größeren Oase im abgelegenen, menschenfeindlichen Norden Kenias.
Wir machen einen Rundgang und versuchen, noch etwas für die Ergänzung der Vorräte zu bekommen.
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