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Nun ist es erstmal vorbei mit der zuletzt angenehmen Sandpiste, ab sofort müssen wir uns über eine größere Distanz mit übelster Lavageröllpiste herumschlagen und kommen nur langsam voran, wodurch uns auch der Fahrtwind, den wir bei dieser Höllenhitze dringend brauchen könnten, abhanden kommt. In South Horr und Baragoi machen wir jeweils eine kurze Rast, um nach Lebensmitteln zu schauen, aber es gibt fast nichts. Spätestens hier müssen wir erkennen, dass wir es nicht bis Maralal, der Hauptstadt des Samburustammes schaffen werden, nicht zuletzt wegen der allzu defensiven Fahrweise unseres Drivers Jacob. Also errichten wir vor dem Ort Marti, etwas abseits der Piste, ein Buschcamp außer Sichtweite der Straße, da es hier in letzter Zeit schon hin und wieder Überfälle gegeben hat. Wir setzen unsere Fahrt nach Maralal fort. Es geht nun immer steil aufwärts über die Karisia Hills und die Maralal-Range mit dem Mt.Poror Gipfel (2.583 m), von wo aus man einen gigantischen Ausblick auf das ca. 1.500 m tiefer gelegene Riftvalley hat. Zuletzt passieren wir die großen Zedernwälder des Lorogi-Forest und erreichen Maralal.
Im Ort können wir unsere Vorräte ergänzen und außerhalb des Ortes auf der Yare-Campsite übernachten wir.
Es geht weiter in südlicher Richtung. An der Abzweigung Kisima geht es zunächst Richtung Baringo See und im Dorf Muguta Richtung Rumuruti und Nyahururu (Thomson Falls). Die Stadt liegt 2.360 m hoch und ist damit der höchstgelegene Ort Kenias überhaupt. Auf einer schönen Wiese neben dem Wasserfall (72 m), benannt nach dem englischen Naturforscher Joseph Thomson, der ihn um 1880 als erster Europäer sah, campieren wir.
Auf einem steilen Pfad kann man zum Fuß des Wasserfalls hinabsteigen, hinter dem Fall hindurch gehen und sich im Wassernebel erfrischen.
In der Lodge gibt es Drinks für jeden Geschmack. Abends wird es empfindlich kühl und wir wärmen uns an einem schönen Lagerfeuer.
Auf guten Straßen geht es über Gilgil zum Naivasha See. Am Ufer des Sees, im Fishermans Camp, zelten wir und genießen die Seeluft und die herrliche Flora mit riesigen Akazien. Vom See aus machen wir einen Abstecher zum Hells Gate-Nationalpark, dessen Gate wir schon nach kurzer Zeit erreichen.
Oberhalb einer Steilwand haben wir einen wunderschönen Panoramablick über den Park. Von hier können wir die Tiere beobachten: Zebras, Giraffen, Büffel, Eland-Antilopen.
Ein Fußmarsch durch die engen Schluchten, vorbei an heißen Quellen und Geysiren, bringt uns die eindrucksvolle Landschaft näher.
Wir passieren lediglich die Randgebiete Nairobis und fahren gleich weiter in Richtung Magadi-See, dem Outback im Süden Kenias.
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