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North Horr liegt hinter uns und zunächst fahren wir durch Sanddünen, die dann nach und nach in eine sandige Ebene ohne jegliche Vegetation münden.
Bis zu dem nächsten Ziel, der Oase Galacha Dida, sind es ca. 70km auf flacher Piste, die gut zu bewältigen ist.
Nach ca. zwei Stunden Fahrt beginnt langsam wieder die Vegetation und immer wieder tauchen rechts und links der Piste vereinzelt und dann in Gruppen Palmen auf, die aber schnell zunehmen und erkennen lassen, dass es bald Wasser geben muss.
Wir erreichen einen großen Palmenhain und erblicken einen Brunnen sowie einige Nomaden mit Kamelen - die Oase Galacha liegt vor uns. Hier bleiben wir für zwei Nächte.
Direkt neben der Quelle in einem kleinen Palmenwäldchen schlagen wir die Zelte auf. So sind wir vor der Tageshitze geschützt und haben es nicht weit zum Wasser.
An der ummauerten Tränke unweit der Quelle sehen wir öfters Nomaden mit ihren kleinen Herden von Kamelen und Ziegen, die die Tiere tränken. Uns bleibt viel Zeit zum Erkunden der näheren Umgebung, zum Baden und Relaxen.
Auf der Weiterfahrt Richtung Marsabit, etwa 120km entfernt, bleibt die Piste zunächst unverändert sandig und gut befahrbar, aber je weiter wir fahren, umso mehr weicht der Sand einer üblen Wellblechpiste mit grobem Lavageröll.
Der Weg steigt langsam an und bis nach Marsabit, das 1400m hoch liegt, müssen wir eine große Steigung überwinden, wobei die letzten Kilometer in Serpentinen zu bewältigen sind. Plötzlich gibt der Lkw von Zeit zu Zeit bedrohliche Geräusche von sich, die wir uns zunächst nicht erklären können.
Wir fahren aber weiter, doch die Geräusche werden häufiger und stärker und plötzlich gibt es einen hässlichen, metallischen Knall und jetzt wird es Zeit anzuhalten, um nachzusehen, was eigentlich los ist. Friedhelm besichtigt das Auto von unten und stellt fest, dass der "Hauptfederbolzen" auf der hinteren Achse gebrochen ist und so die gesamte Hinterachse die Spur der Reifen verändert hat.
Wir haben keine andere Wahl, als zu versuchen, uns nach Marsabit durchzuschlagen, um in der dortigen Werkstatt Ersatzteile zu finden, denn hier an dieser Stelle wird sicher keine Hilfe zu erwarten sein. Also fahren wir ganz langsam die Serpentinenpiste hinauf, um nicht noch mehr Schaden anzurichten.
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