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Nach mühsamer Fahrt über miserable Lavapiste erreichen wir gut durchgeschüttelt die "Von-Höhnel-Bucht" am Südende des Turkana Sees. Wie aus dem Nichts taucht aus der verbrannten Landschaft der türkisfarbene See auf. Den Anblick kann man mit Worten nicht beschreiben.
Von unserem Standpunkt aus blickt man auf die Südinsel, die größte der drei im See liegenden Inseln (Zentralinsel, Nordinsel). Der Rumpelstrecke folgen wir noch etwa eine Stunde, bis wir den Hauptort Loyengalani am Ostufer des Sees erreichen.
In der Oasis Lodge haben wir für zwei Nächte Zimmer gemietet und treffen einmal mehr unseren langjährigen Bekannten Wolfgang (Prinz von Loyengalani), den Inhaber der Lodge. Diese liegt in einem parkähnlichen Palmenhain mit zwei großen Swimmingpools, die mit glasklarem Quellwasser gespeist werden.
Dieses Anwesen wirkt wie eine kleine Insel inmitten einer trostlosen, wilden und menschenfeindlichen Landschaft. Nachdem wir an der Bar einen "Anleger" (Begrüßungstrunk) genommen haben, laden wir die nötigsten Sachen vom Lkw ab und beziehen die Zimmer. Kochen brauchen wir nicht, denn wir haben "fischreiche Vollpension".
Wir genießen die Zeit auf "der Insel" und sind froh, dass hier ein beständiger und erfrischender Wind, der vom Mt. Kulal herab weht, herrscht. So lässt sich die extreme Hitze in der Umgebung gut ertragen. Die meiste Zeit verbringt man am Pool oder an der Bar.
Teresa und ich gehen am Nachmittag mit einem Führer in das Dorf, dass unmittelbar vor den Toren der Lodge beginnt.
Einen Führer halten wir für sinnvoll, da wir fotografieren wollen und sich manchmal die Verständigung und die Verhandlungen dabei ohne Führer schwierig gestalten können.
Dank unseres Führers kommen wir gut durch das Hüttenlabyrinth und können so die geeigneten Motive aussuchen und mit den Turkanaleuten sprechen.
Zurück in der Oasis-Lodge in Loyengalani erholen wir uns unter Palmen im geliebten Swimmingpool von der "heißen Foto-Aktion" im Dorf. Auch der ein oder andere Drink weckt die Lebensgeister wieder. Am Abend erwartet uns ein besonderes Spektakel - Wolfgang hat für uns zum Abschied eine Tanzvorführung der Turkana organisiert.
Die Überraschung ist voll gelungen. Die Tanzgruppe von mehr als 20 Leuten erscheint natürlich in traditioneller Kleidung und mit großem Engagement und Lebensfreude, die sich automatisch auf die Zuschauer überträgt.
Mit vielen Gesängen und Tänzen bezaubern sie uns bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen zusammen, beladen den Lkw und verabschieden uns schweren Herzens von Loyengalani.
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