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Nächstes Ziel ist die El Molo-Bucht des Turkana Sees, die nur etwa 10km von Loyengalani entfernt liegt. Hier in der Bucht lebt der gleichnamige Stamm der El Molo, mit ca. 500 Menschen das kleinste Volk Kenias.
Sie leben immer noch in der Hauptsache vom Fischfang, gehen aber gelegentlich auch zur Jagd und versuchen sich in der Rinderzucht. Beim Fischfang benutzen sie Flöße, die aus drei Dum-Palmenstämmen zusammen gebunden werden. Größere Fische werden mit Harpunen gefangen. Diese werden zerlegt und in der Sonne getrocknet und sind so nahezu unbegrenzt haltbar. Wir werden freundlich empfangen und haben Zeit, das Dorf kennen zu lernen.
Auf dem Hauptplatz des Dorfes, neben einer Gemeinschaftshütte, haben die Frauen auf die Schnelle einen kleinen Souvenirmarkt zusammen gestellt, nachdem sie uns in der Ferne ankommen sahen. Wir haben sie auch nicht enttäuscht und einige Sachen gekauft.
Wir schlendern zwischen den Hütten herum und nehmen Kontakt mit den Menschen auf. Die Hitze hier in der Bucht ist fast unerträglich, zumal es nirgendwo Schatten gibt. Nur unmittelbar bei den Hütten, wenn wir mit den Leuten zusammen sitzen, können wir wenigstens für kurze Zeit der Sonne aus dem Wege gehen.
Da wir uns zum Fotografieren von der Gruppe getrennt haben und nur zu zweit im Dorf unterwegs sind, können wir schneller das Vertrauen der Menschen gewinnen. Die Menschen fühlen sich dadurch von uns nicht so sehr belästigt und verhalten sich natürlicher.
Besonders die Kinder sind sehr fröhlich und ausgelassen und haben offenbar Spaß am Besuch der "Eindringlinge" in ihrem Dorf.
In der Gemeinschaftshütte sitzen einige Männer zusammen und vertreiben sich die Zeit mit dem in ganz Afrika verbreiteten Brettspiel "Bao". Auch der Dorfschule statten wir einen Besuch ab und die Kinder empfangen uns mit einigen schönen Liedern.
Den Gesang der Kinder nehmen wir als Abschiedsgeste und gehen zurück durch das Dorf zu unserem abseits stehenden Lkw.
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