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Wir steuern das nächste Ziel, den Sibiloi Nationalpark am Ufer des Turkanasees im äußersten Norden Kenias an. Die Piste wird etwas besser und die von der Sonne verbrannten Lavafelder werden seltener und gehen langsam über in sandige Abschnitte.
Um die Mittagszeit, nach dem wir lange nach einem Schattenbaum gesucht haben, gelangen wir an einen Brunnen des Gabrastammes und machen hier eine Mittagsrast. Der Versuch, einige Fotos am Brunnen zu machen, stößt auf Ablehnung der Nomaden, die gerade ihre Tiere tränken. Deshalb bauen wir den "Mittagstisch" in angemessener Entfernung auf.
Am frühen Nachmittag erreichen wir das Gate des Sibiloi-Nationalparks. Nach Erledigung der üblichen Formalitäten geht es weiter.
Als Erstes suchen wir einen bestimmten Campingplatz, den wir von früheren Reisen her schon kennen, denn im Park ist wildes Campen nicht erlaubt. Irgendwie haben wir den richtigen Abzweig verpasst und stellen nach langer Zeit fest, dass wir viel zu weit gefahren sind. Wir kehren um und müssen eine große Strecke zurück fahren, bis wir endlich das Hinweisschild finden. Der schöne Platz liegt in einem kleinen Wäldchen an einem ausgetrockneten Fluss.
Da es schon relativ spät ist, beeilen wir uns mit dem Campaufbau, um das Tageslicht auszunutzen. Hier bleiben wir zwei Tage, in denen wir den "versteinerten Wald" und die Ausgrabungsstätte Koobi Fora an der Alia Bay des Turkana Sees besuchen wollen.
Der Park ist der nördlichste Nationalpark Kenias, eine gottverlassene, windige Gegend, in der man kein Leben vermuten würde. Dennoch gibt es auch hier wieder einige Tierarten, die sich dieser Trockenheit angepasst haben z.B. Strauße, Giraffengazellen, Grevy Zebras und Oryx Antilopen. Am See gibt es eine große Ansammlung von Nilkrokodilen, aber leider haben wir keine zu Gesicht bekommen. Eine besondere Attraktion ist der "versteinerte Wald" mit Resten versteinerter Bäume, die belegen, dass es hier vor Millionen Jahren große Waldflächen gegeben hat.
Nach etwa einstündiger Fahrt sind wir im versteinerten Wald angekommen und laufen durch das steinige Gelände, um die bizarre und einmalige Landschaft zu erkunden.
Der Aufenthalt im "versteinerten Wald" war trotz der Tageshitze äußerst interessant und wir freuen uns jetzt auf den schattigen Platz am Camp.
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