13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Hallo, da sind wir wieder. Das gute Internet ist diesmal 4 Busstunden entfernt, wir sind gerade mit noch etwas wackeligen Knien ausgestiegen und schleunigst ins Cafe eingefallen, man weiss nie, wie lange die Verbindung steht, der Strom geht, etc pp. Werden wohl hier uebernachten, ein Bus zurueck geht erst morgen wieder.
Schaaade, Deutschland hat es nicht ganz bis zum EM-Ziel geschafft. Wir haben die meisten Spiele auch sehen koennen, das Finale z.B. mit einem der Aerzte und seiner Familie zusammen, die hatten einen seperaten Generator anwerfen koennen. Bin super neugierig, was in den Nachrichten in Deutschland so darueber stand... Aber Nachrichten lesen sind heute erst ganz zum Schluss dran, auf zur neuen Folge:
Also wie soll ich sagen, wir sind in der Schweiz gelandet - in der tansanischen Schweiz. Wir sind etwas ueberrascht, dass es hier fast schon heimisch aussieht. Fuehlen uns pudelwohl in unserem Krankenhaus und sind sehr nett aufgenommen worden.
Das Geheimnis der fehlgeschlagenen Kontaktaufnahme hat sich schnell gelueftet: Der Leiter, der uns die Zusage vor Monaten machte, den gibt es hier mittlerweile gar nicht mehr und das Telefon geht wegen der schlechten Stromanbindung nur seltenst. Unser 2. Brief ist nie angekommen, auch das ist hier keine Seltenheit. Die auslaendischen Briefe verschwinden oft auf dem Postweg, weil Geld darin vermutet wird.
Auf unserem Weg nach Litembo haben wir sogar schon die ersten Giraffen sichten koennen. Wir befinden uns nun auf 1600 m Hoehe mitten in den Bergen. Es ist recht frisch hier oben, dafuer haben wir aber den Regen an der Kueste zurueck gelassen, tagsueber lacht wieder ueberwiegend Sonne.
Ja, im Krankenhaus waren sie dann schon sehr ueberrascht, dass wir auf der Matte standen. Allerdings hat uns Hildegard - eine Deutsche, die hier schon seit 22 Jahren arbeitet - lachend erzaehlt, dass wir aber nicht die ersten sind, die ploetzlich auftauchen. Arbeit waere immer da, man wuerde schon etwas auftreiben, wir koennten bleiben, meinte sie. Prima, dass wir hier auf Hildgegard gestossen sind, sie hat uns schon so vieles erklaeren koennen ueber Land und Leute. Das hat den Start erheblich vereinfacht.
Wir hatten eigentlich eher damit gerechnet, sehr schlicht unterzukommen, wenn nicht gar irgendwo in einer Abstellkammer - weit gefehlt. Sehr deutsch geht es hier zu, wir leben sogar in 2 Zimmern mit altdeutscher Einrichtung. Und - hurra - das erste Federbett seit Monaten!! Man, welch super schoener Luxus!
Wir zahlen fuer unsere Verpflegung, wohnen tuen wir gegen Arbeit umsonst.
Strom gibt es immerhin stundenweise, die warme Dusche ist also auch gesichert. Nur eine Heizung vermissen wir bitterlich, abends huellen wir uns in alle Decken, die wir finden koennen.
Alles weitere im naechsten Bericht, hier noch Anreisefotos: