13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Unsere dritte Krankenhauswoche ist nun auch schon vorueber. Der Abschied war super suess, unsere Damen aus der Apotheke kamen singend mit Geschenken. Da faellt es direkt schwer zu gehen und wir ueberlegen ernsthaft, ob wir nicht tatsaechlich mal wieder kommen koennen. (Keine Angst, das wird so bald wohl nicht geschehen koennen).
Den Kontakt werden wir ueber E-Mail mit dem Hospitalleiter halten, schon alleine wegen der Homepage. Die gibt es im August dann uebrigens unter www.litembo.org (nicht .com, wie ich das letzte mal schrieb).
Geht es Afrika wirklich so viel schlechter, fragen wir uns wiederholt. Sie sind so froehlich. Klar auch nicht immer, aber doch auffallend.
Bei unserer Weiterreise aus Litembo via Mbinga nach Mbamba Bay treffen wir noch 2 Deutsche, die sich in Daressalam als Krankengymnastin und Automechaniker niedergelassen haben. Sie wollten in Tansania aktiv helfen durch Investitionen. Hm, wir erleben sie eher als entmutigt. Die Arbeitsmoral sei schlecht, es wird viel gestohlen (in Litembo wurde auch im Nachbarhaus eingebrochen), die Regierung legt viele Steine mit Steuer, erschwerter Visumsverlaengerung und verdeckten Schmiergeldforderungen in den Weg.
Ein weiteres Paar hat vor 10 Jahren in der Entwicklungshilfe vor Ort gearbeitet und kam jetzt auf einen Besuch. Auch durch diese beiden Paare haben wir einen weiteren interessanten Einblick auf das Land bekommen.
Mit dem Schiff sind wir nun einen Tag und die Nacht nach Mbeya gefahren. Das war eine ruhige, schoene Fahrt ohne grosse Vorkommnisse und mit viel Lesen. Die Landschaft ist auch hier wunderschoen und der in Litembo noch sehr aehnlich. In Mbeya verschnaufen wir einen Tag, bevor es weiter zu einer 2. Schiffstour ueber den Tanganikasee geht.
Herzliche Gruesse in die Heimat!
Zeitung lesen ist auch in Afrika super interessant. Mit welchen Problemen das Land zurzeit kaempft erfaehrt man nur hier, es herrscht relative Pressefreiheit.
Mathias sitzt uebrigens gerade im (normalen) Jeep, der uns nach dem Internetten wieder zurueck bringt - mit zum Schluss 19 anderen Passagieren! Wow, haette nicht gedacht, dass das funktioniert, aber wir sind angekommen.
Eine der groessten Freuden, die man den Kindern hier machen kann, ist "picture, picture". Sie kugeln sich hinterher immer ueber ihr Displayebenbild. Diesen hier werden wir es aus Deutschland nachschicken, sind sie nicht niedlich!