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Claudio´s Aufenthalt in Moshi am Kilimanjaro.
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Ich wohne in einer familie, die Mittelschicht in tansania ist. Sie besteht aus vater John (Lehrer in Rente). Mama Mwashi (Krankenschwester in Rente und Leiterin der Ambulanz), sowie Geofrey, einem Sohn und Jane der einzigen Tochter. 2 weitere Soehne wohnen in der Naehe. Zusaetzlich wohnen 2 Hausmaedchen udn ein Hausjunge bei uns. Deren bezahlung besteht hauptsaechlich aus Unterkunft und Essen.
Generell werde ich behandelt wie ein Koenig, was zum einen an der Gastfreundschaft und zum anderen an den Hierarchie (Maenner-Frauen) liegt.
Habe heute gelernt, dass hier beim Kartenspiel die Dame auch niedriger ist als der Bube.
Zuerst esse ich mit Vater John am Tisch, dann kommen die juengeren Maenner odfer die aelteren Frauen. Die Hausangestellten essen nciht am Tisch und erst nach allen anderen. Ich darf weder mein Zimmer reinigen, noch irgendwo mithelfen. Wenn das eine Hausmaedchen gerade geputzt hat, soll ich trotzdem mit meinen Schlammschuhen durchs Esszimmer laufen. das faellt mir sehr schwer oft, aber es bringt wenig sich dagegen zu wehren, weil sich dann alle anderen sehr unwohl fuehlen.
Sonntag war ich mit in der Kirche. Nach der Messe sollte ich mich der Gemeinde vorstellen. Anschliessend wurden die Spenden (Kollekte?), die waehrend der Messe abgeben wurden, vor der Kirche (zu Gunsten eines Taufbeckens- die Kirche ist noch ein Rohbau) versteigert. Das war richtig witzig. Eine Frau hat mit Marktschreier-Qualitaet die Spenden feilgeboten. Zuerst 2 Eier, die sie mir ausfuehrlichst vorfuehrte, worauf ich sie fuer 1 Dollar ersteigerte. Nach Reis, Zuckerrohr und Mangos, holte sie ploetzlich ein Huhn aus einer Tuete. Das fand ich so cool, dass ich das Huhn auch noch ersteigert hab (2,5 $) worauf die Gemeinde mir ein Lied sang und der Pastor eine Tuete Reis ersteigert und mir schenkt. Ich war sehr geruehrt.
Die Gastfreundschaft ist wirklich ueberwaeltigend. Da ich i einer Gastfamilie in einem Dorf wohne, das etwas der Stadt liegt, werde ich nicht als Tourist, sondern als Familienmitglied angesehen. Wenn ich ins Dorf gehe, werde ich auf eine Cola eingeladen, wenn ich mit dem Taxi in die Stadt fahre, soll ich nix bezahlen... Und das obwohl die Leute so wenig haben.
Ich versuche mich so gut es geht zu revanchieren.
Der Stamm der amgroessten in Moshi vertreten ist sind die Chagga-ein sehr geschaeftstuechitges Volk, das verhaeltnissmaessig gut gebildet ist. Allerdings herrschen recht rauhe Sitten- Wenn Diebe vor der Polizei von Chagga-Leuten geschnappt werden ,bekommen sie einen Autoreifen um den Hals, der mit Benzin gefuellt und dann angezuendet wird.
Ich wollte es erst nicht glauben, doch auch meine Gastfamilie hat das bestaetigt. Insgesamt gibt es relativ viel Kriminalitaet in Moshi- viele Weissemit Geld und eine hohe Arbeitslosigkeit.
Gestern war die Beerdigung der einen Tochter von Vater John (aus erster Ehe). Sie ist mit 40 an Malaria gestorben.
Hier einige Bilder von der Beerdigung und vom Ambulanz-Alltag:
Zur Beerdigung wurde eine Ziege geschlachtet. Dafuer wurde ich morgens um sechs geweckt. Zum Fruehstueck wurde mir das frische Blut angeboten, aber ich kam drumrum...
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