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Claudio´s Aufenthalt in Moshi am Kilimanjaro.
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Aufgrund vielfacher Naachfrage erstmal ein Update Huhn: Tot!
Es wurde zu meinem Abschied auf Zeit gekoepft. Bis auf die Augen, die Krallen und den Schnabel wurde alles gegessen, es ist erstaunlich wie wenig an einem nicht gemesteten Huhn dran ist.
Und hier ein paar Bilder von meinem Zimmer:
Mein kleines Zimmer
Und das Wohnzimmer. Hier wird der Reihe nach gegessen, es ist einfach, mit Wellblechdach, aber gemuetlich. Grade werden neue Lehmziegeln gebrannt, weil meine Familie dieses Zimmer neu bauen will.
Jetzt bin ich wieder in good old Moshi.
Von meiner Familie werde ich nett empfangen, heute ist Eat (?) ein muslimischer Feiertag. Meine Familie ist zwar christlich, aber gefeiert wird trotzdem. In der Dorfbar werde ich erstmal auf 2 Bier eingeladen und unterhalte mich mit Haenden, Fuessen und ein paar Brocken Kisuaheli mit der Verwandtschaft.
Abends fuehre ich mein neues Baospiel vor. Es ist ein strategisches Spiel, das hauptsaechlich auf Sansibar gespielt wird. Auf einem Brett mit 2 Haelften befinden sich insgesamt 4 Reihen mit jeweils 8 Mulden. Jeder der beiden Spieler hat 32 Kugeln, die er so einsetzten und verruecken muss, dass er die Kugeln des anderen fressen kann.
Am naechsten Tag treffe ich mit dem Leiter eines Waisenhauses, in dem Sophie gearbeitet hat. Seit 2 Jahren hat man es nicht geschafft, die Kinder mal auf HIV zu testen. Ich vereinbare, dass ich die Kinder am naechsten abhole. Wir gehen in ein Center, wo man kostenlos getestet und behandelt wird. Nur rein Kind ist positiv, ein gutes Ergebnis.
In den naechsten tagen terffe ich mich mit einem Laborassistent in Rente, der ein Mikroskop benutzen kann, das Angela hat. Zusammen mit einem Arzt wollen wir Blut, Urin und Kot der Kinder untersuchen. Wenn das gut klappt, ist es angedacht, einmal die Woche eine Art Sprechastunde zu amchen, wo Patienten sich in der Ambulanz untersuchen lassen koennen.
Wenn das getan ist, moechte ich mich nochmal nach einer anderen Arbeitsstelle umschauen, wo es etwas mehr zu tun gibt. In Moshi gibt es ein grosses Krankenhaus KCMC, sowie ein kleineres im Zentrum, wo ich eventuell arbeiten koennte, Dann habe ich noch jemanden kennengelernt, der in einem Malariaprojekt irgendwo in der Pampa arbeitet und ein Oesterreicher, der noch 900.000 TSH (600$) hat, die er in ein Krankenhausprojekt stecken will, was ueberwacht und mitgeleitet werden soll. Alles ganz interessant, werde mal schauen, was sich so ergibt.
19.12.08
Eine Arbeit zu finden ist garnicht so leicht. Auch wenn vieles nicht richtig funktioniert (kein Wasserzufluss zu meinem Dorf seit einer Woche), um die Buerokratie mache ich mir keine Sorgen. Um kostenlos (!) in einem Krankenhaus zu arbeiten, braucht man erstmal ein Empfehlungschreiben des Chairman der zustaendigen Organisation und dann noch so einige andere Papiere. Bin jetzt dabei das alles zu besorgen, bin mal gespannt.
Ich habe aber einen Arzt in der Satdt gefunden, der eine eigene Praxis hat. Er ist sehr nett und ich wann immer ich Zeit habe, gehe ich zu ihm. Dort bin ich beid en Untersuchungen dabei und lerne Blut, Stuhl und Urin zu untersuchen.
Heute kam ich zufaellig zu einer Beschneidung eines 8-jaehrigen Jungen.
Es war abenteurlich. Ich weiss nicht, ob ich das hier beschreiben soll, deshalb nur kurz: Steril war nichts. Mit einer Verbandschere wurde erstaunlich viel Haut abgeschnitten, es blieb nur ein Rand an der Eichel und an der Wurzel stehen. Diese beiden Stuecke wurden dann miteinander vernaeht, es wurde also sehr stark gerafft. Die Naht sah grausam aus, sehr unregelmaessig, zwischen den Stichen quoll Gewebe raus, das kurzerhand weggeschnitten wurde. Zum Schluss wurde der Penis mit einer Kompresse verbunden. Fuer die naechsten tage bekommt der Junge Schmerztabletten und Antibiotikum.
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass der Penis wieder voll funktionstuechtig wird, scheint aber so zu sein. Die Maenner dieses Stammes haben bis zu 20 Frauen und entsprechend viele Kinder (und HIV).
Waehrend der Operation erzaehlt mir der Vater, dass die Massai diese Beschneidungen ohne Betaeubung machen und dabei nicht schreien duerfen. Das hat der Vater sich fuer seinen Jungen auch gewuenscht, war aber nicht so.
Gestern war ein Albino-Mann bei uns zu Besuch. Man sieht sehr viele Albinos hier, ich weiss nicht genau, ob es mehr gibt, oder ob sie einem nur mehr auffallen.
r arbeitet bei einer NGO, die sich um Albinos kuemmern. Zum einen bringen sie den Betroffenen bei, wie sie sich effektiv gegen die Sonne schuetzen, denn sie sind sehr gefaehrdet an Hautkrebs zu erkranken. Und zum anderen treten sie fuer eine staerkere Akzeptanz von Albinos in der Gesellschft ein.
Sie haben es seit jeher sehr schwierig. Frueher wurden Albinobabys oft direkt nach der Geburt getoetet. Sie wurden als boese und nicht menschlich betrachtet. Und bis heute werden immer wieder Albinos getoetet oder verstuemmelt. Viele Whitchdoctors in Tansania versprechen ihren Patienten grossen Reichtum, wenn sie das Fleisch bzw die gemahlenen Hand-oder Fussknochen eines Albinos essen.
Aktuell laeuft ein TV-Spot, in dem ein Albinomaedchen davon berichtet, wie ihr vor kurzem Haende und Fuesse von ihrem Nachbar abgehackt wurden.
Der Blick auf das Haus
Blick auf den Kilimanjaro. Ich finde immer, er sieht sehr nah und nicht sehr hoch aus, stimmt aber beides nicht
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