Uganda-Reisebericht :Afrika Expeditionen Uganda - Kenia "Das grüne Herz Afrikas"

Mt. Elgon - Debasien Berge

Endlich in Uganda. Über Tororo und Mbale fahren wir in die westlichen Ausläufer des Mt. Elgon Massivs. Von hier aus müssen wir über eine abenteuerliche Serpertinenstrasse sehr steil zu dem Dorf Sipi hinauf fahren. Ziel ist die "Old Moses" Campsite, direkt an einem Felsabbruch gelegen, von wo aus man weit in die Ebenen hinab sehen kann. Der Wasserfall, der von der gegenüber liegenden Felswand über 100 m herunter stürzt, liegt greifbar nah. Als Erstes jedoch kümmern wir uns um den Aufbau des Camps - das Sightseeing muss jetzt erst mal warten.

Nach Campaufbau und spätem Mittagessen machen wir uns jetzt auf, die Umgebung zu erkunden. Es gibt viele Aussichtspunkte, von denen aus man einen freien Blick auf die Landschaft mit den darin eingebetteten Dörfern, auf die Felsformationen und den Wasserfall aus den verschiedensten Perspektiven hat.

Am nächsten Morgen erreichen wir über die Serpertinenstrecke wieder die Ebene und biegen an der Hauptstrasse Mbale - Moroto nach Norden ab. Die Strasse wird zusehends zur Piste und wegen des Regens der letzten Tage sind zriskante Stellen dabei.
In der Nähe eines kleinen Dorfes machen wir Mittagspause und bekommen bald von den Dorfbewohnern Besuch, die unsere Aktivitäten aufmerksam betrachten. Es gibt natürlich auch viel zu lachen.

Heute müssen wir uns auf einen längeren Fahrtag einstellen, denn
wir wollen möglichst weit in die Nähe unseres nächsten Ziels, den Kidepo Nationalpark im Dreiländereck Uganda/Sudan/Kenia, kommen. Wir können nur hoffen, dass die Piste einigermaßen erträglich ist. Die Strecke führt über Okolim, Namalu, Nakapiripirit und Moruita lange Zeit entlang der Debasien Bergkette mit den Hauptgipfeln Mt. Kadam (3.068m) und Mt. Ayass (2.633m).

Die Berglandschaft ist besonders eindrucksvoll und abwechslungsreich. Immer wieder sehen wir steile, bewaldete Hügel, Felskegel, Schluchten, in deren Umgebung kleinere und größere Ansiedlungen liegen.

Die Berglandschaft liegt hinter uns und wir gelangen in die übliche Buschsavanne. Einen großen Teil der Tagesstrecke haben wir geschafft. Es wird langsam Zeit nach einem Platz zum Übernachten zu suchen.

Immer mehr wird aus der Buschlandschaft Agrarland, weil sich gerade in den letzten Jahren nationale und internationale Organisationen zum Ziel gesetzt haben, die Bewohner mit dem Anbau von Feldfrüchten, insbesondere Mais, Hirse und Zuckerrohr, vertraut zu machen. Die früheren Viehhirten sollen Landwirte werden, um ihren Lebensstandard zu verbessern.

Die Zeit schreitet fort und wir haben immer noch keinen geeigneten Platz gefunden. Dann stoßen wir auf eine freie Stelle, die kürzlich durch Brand gerodet wurde. Es bleibt uns nichts Anderes übrig, als auf diesem Platz mit verbrannter Erde die Zelte aufzuschlagen. 250 mühsame Kilometer liegen hinter uns.

© Johnny Hinzen, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tourverlauf: Nairobi – Bogoriasee – Baringosee – Tugen Hills - Kerio Valley – Webuye Wasserfall – Ugandagrenze - Sipi Wasserfall/Mt. Elgon – Debasien Berge – Kotido – Kaabong – Kidepo Nationalpark – Kitgum – Gulu – Karuma Nilfälle – Murchison Nilfälle – Fort Portal – Semliki Nationalpark – Kampala – Jinja/Bujagali Nilfälle – Keniagrenze - Kisumu/Victoria See – Nairobi
Details:
Aufbruch: 05.10.2010
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 03.11.2010
Reiseziele: Kenia
Uganda
Der Autor
 
Johnny Hinzen berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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