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Von Karuma aus erreichen wir den Ort Purongo, wo wir nach Süden zur Grenze des Murchison Nationalparks abbiegen. Am Wangkwar-Gate erledigen wir die Eintrittsformalitäten. Der Park besteht aus einem nördlichen und südlichen Teil, die durch den Victoria-Nil getrennt sind. Der nördliche Teil ist kleiner, verfügt aber über eine größere Tierpopulation.
Bei dem Ort Paraa überqueren wir mit der Fähre den Nil. Wir müssen eine Weile warten, da die Fähre nur einige Male am Tag fährt und wir nicht bei den Ersten sind. Während der Wartezeit vertreten wir uns die Beine und bummeln am Ufer des Nil entlang.
Die Überfahrt ist gut verlaufen und nach kurzer Zeit erreichen wir die "Red Chilli"-Campsite, wo wir die Zelte aufstellen.
Es scheint, als ob wir erwartet würden, denn im Nu sind wir von neugierigen Tieren "umzingelt".
Dann bereiten wir uns auf die Bootsfahrt auf dem Nil vor, die uns zu den Murchison Wasserfällen bringen wird.
In Ufernähe folgen wir dem Fluss und von Zeit zu Zeit fahren wir ganz dicht heran, wenn am Ufer interessante Landschaft oder Tiere zu sehen sind.
Besonders eindrucksvoll sind die schroffen Nyamsika-Sandsteinklippen.
Kurz vor dem Wasserfall liegt der Wendepunkt für die Bootsfahrt, da die starke Strömung eine Weiterfahrt unmöglich macht. An dieser Stelle zwängt sich der Victoria-Nil durch eine 7m enge Schlucht und stürzt 43m in die Tiefe. An einem Felsen verankern wir das Boot und verweilen einige Zeit, um den Anblick zu genießen. Dann treten wir die Rückfahrt an.
Von der Bootsanlegestelle aus wandern wir die kurze Strecke zum Camp. In der Nacht gibt es einen extrem heftigen Regen, der nicht nur den Platz, sondern auch die Zelte unter Wasser setzt. Am Morgen sehen wir die ganzen Auswirkungen und beginnen sogleich mit der "Trockenlegung" der Zelte und der Ausrüstung.
Auch Hippos haben auf der Suche nach Futter ihre Spuren hinterlassen. Nachdem alles ein wenig abgetrocknet ist, beladen wir den Lkw und setzen unsere Fahrt fort.
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