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Von Fort Portal aus fahren wir über eine relativ gut ausgebaute Serpentinen-Piste zum Semliki Nationalpark. Der Park liegt im äußersten Westen Ugandas zwischen dem Albert See und den nördlichen Ausläufern des Ruwenzori Gebirges, unmittelbar an der Grenze zum Kongo, die der Semliki Fluss bildet.
Bis zum Parkeingang bei dem Ort Sempaya sind es ca. 50 Km, für die wir gut vier Stunden benötigen. Die Fahrt führt durch eine eindrucksvolle Berglandschaft mit einigen kleineren Dörfern. Die Bewohner haben ihre Felder wegen der steilen Hanglangen in Terrassenform anlegen müssen.
Auf der Straße hinunter zum Park hat man immer wieder faszinierende Blicke auf das Semliki-Tal, in dem sich der Semliki-Fluss durch dichtesten Regenwald schlängelt. In dieser abgelegenen Region gibt es viele Tiere (Löwen, Leoparden, Flusspferde, Elefanten, Primaten und hunderte Vogelarten), die man wegen der Dichte des tropischen Waldes nur selten zu Gesicht bekommt.
Unweit des Parkeingangs befindet sich die Campsite. Zunächst breiten wir die Ausrüstung zum Trocknen aus. Bisher hatten wir hierzu keine Gelegenheit, da wir die letzte Nacht im Hotel in Fort Portal verbracht haben.
Da heute schönes Wetter ist, planen wir für den Nachmittag eine Wanderung mit einem Parkranger durch den Regenwald zu den heißen Quellen von Sempaya.
Wir verlassen den Park und am Gate ordern wir einen Ranger, der uns zu den im Umfeld des Parks lebenden Pygmäen führen soll. Ein Besuch auf eigene Faust ist nicht möglich.
In dem Dorf Bundimusoli treffen wir dann auf die Ansiedlung einiger Pygmäenfamilien. Vor Jahren wurde dieses Volk von der Regierung aus dem Wald dorthin umgesiedelt.
Sie haben sich stark mit den dort lebenden Bantu vermischt. Ihre Natürlichkeit und Lebensfreude haben sie jedoch beibehalten und bei ihren Tanzvorführungen kann man die früheren Lebensgewohnheiten erahnen.
Der Ranger organisiert für uns einen Besuch bei den Hütten, so dass wir uns dort frei bewegen und fotografieren können.
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