Botsuana-Reisebericht :Mit dem Rucksack einmal um die Welt,..Kevin & Michelle

7 Tage Rundreise Botswana & Zimbabwe

20 Bed Mixed Dorm// Brown Sugar
Viele starten oder beenden ihre Südafrika-Reise in Johannesburg darum sind die Schlafsäle auf grössere Frequenzen eingestellt.

20 Bed Mixed Dorm// Brown Sugar
Viele starten oder beenden ihre Südafrika-Reise in Johannesburg darum sind die Schlafsäle auf grössere Frequenzen eingestellt.

The Way of Africa

Alle im Bus schauen nervös aus dem Fenster, genauer gesagt auf den Gehsteig der Hauptstrasse. Wir befinden uns inmitten von Johannesburg und fahren im Schritttempo wieder zurück in Richtung Zentrum. Soeben hatte unser Fahrer die Gelegenheit, den Reisebus an einer Tankstelle zu wenden.
Wir sind noch keine 700 Meter weit gefahren, schon laufen zwei Leute mit einem grossen roten Rucksack und einer schwarze Reisetasche winkend auf uns zu.
Von hinten im Bus hört man nur ein verzweifeltes Stöhnen;
,, Oh Gott,, DAS IST MEIN RUCKSACK.
Jemand fangt leise an zu weinen, denn es fehlt immernoch ein Gepäckstück.
Die Ampel schaltet von Orange auf Rot. Unser Guide entscheidet sich kurz vor der Sicherheitsline für eine Vollbremsung. Hinter uns im Auto steigt eine Frau kopfschüttelnd aus dem Auto und klopft an die Türe des Busses.
Die etwas ältere Frau teilte unserem Fahrer mit, dass die Türe des Anhängers schon über eine längere Zeit offen und mehrere Rucksäcke herausgeflogen sind.
Schon als wir am morgen im Hostel abgeholt wurden, waren Michelle und ich der Meinung, dass der Anhänger viel zu klein war für das Gepäck aller 11 Teilnehmer sowie der Campingausrüstung.
Durch diese zwei ehrliche Menschen, fanden wir zwei von drei Rucksäcken wieder. Der Rucksack einer Austalierin, die noch keine 5 Minuten im Auto sass, wurde am Strassenrand geklaut. Der Pass und die Kreditkarten hatte sie glücklicherweise im Tagesrucksack, doch der Laptop mit all ihren Bildern waren im Grossen und somit auch weg.
Laut Programm steht noch eine Fahrt von 800km vor uns, wir haben noch zwei weitere Leute zum Abholen, doch zuerst setzten wir die zwei Austalierinnen auf dem Polizeiposten ab und fuhren danach wieder zurück zum Posten.
Mit einer unangenehmer Verspätung von über 2.5 Stunden konnten wir endlich aus Johannesburg heraus fahren.
Am Mittag kurz vor der botswanischen Grenze, gab es einen 30minütiger Halt, um im Einkaufszentrum etwas für das Mittagessen zu kaufen.
''Dieses T-shirt- Rein in die Tüte'', ''Diese Hose- Die nehme ich''!!
Für die Verkäuferinnen dieses Kleiderladens war dies sicherich ein Highlight, denn die Australierin mussten in dieser Zeit, dass nötigste Zeug für die nächsten 7 Tage zusammenkaufen. Eine wahre Meisterleistung!!!

Kurz nach der Grenze ist die geteerte Strasse für einige Kilometer in einem recht schlechtem Zustand, d.h, übersät mit Löchern von den tonnenschweren Trucks, die täglich hin-und herfahren.
Ansonsten sind nach meiner Meinung die Richtungsangaben auf der Hauptroute gut beschildert, dasselbe System wie in Südafrika.

Kurz nach der Grenze ist die geteerte Strasse für einige Kilometer in einem recht schlechtem Zustand, d.h, übersät mit Löchern von den tonnenschweren Trucks, die täglich hin-und herfahren.
Ansonsten sind nach meiner Meinung die Richtungsangaben auf der Hauptroute gut beschildert, dasselbe System wie in Südafrika.

Reiseroute

Wir werden nun mit dem Reisebus innerhalb einer Woche, eine Strecke von über 2600 Kilometer zurück legen. Unser Reisepass wird durch die vielen Grenzübergänge mit 8 Stempel vollgestempelt, was schlussendlich drei wertvolle Seiten bedeuten. Auf dem Programm stehen zwei Tage Aufenthalt bei den Victoria Falls in Zimbabwe, einer Safarifahrt im Chobe Nationalpark in Botswana und die restlichen Tage werden für die Fahrt draufgehen.

Geführte Pirschfahrt im Schutzgebiet Kharma Rhino Sanctuary in der Nähe von Palapye (Botswana)

Geführte Pirschfahrt im Schutzgebiet Kharma Rhino Sanctuary in der Nähe von Palapye (Botswana)

Aufbruch nach Botswana

Noch im Auto erklärt David, unser Guide, wie die Prozedur an der botswanischer Grenze verläuft. Damit alles schnell und reibungslos verläuft, müssen wir im Vorraus die Fahrzeugnummer und Aufenthaltsort auf einem Blattpapier aufschreiben. Es könnte sein, dass wir mit diesen Fragen von den Grenzbeamten bombadiert werden. Keine 15 Minuten, da sassen wir alle zusammen wieder im Bus. Eine Verschnaufpause gibt es nicht, den es ist schon spät Nachmittags und bis zum Campingplatz stehen nochmals 250 Kilometer Fahrt vor uns. Im stockdunkeln erreichen wir den Eingang der Lodge.
Alle sind müde von der langen Fahrt, doch relaxen kommt nicht in Frage.
Kaum ausgestiegen fängt David schon mit dem Kochen an. Alle anderen, sprich unsere Gruppe probiert mit Händen und Füssen, irgendwie seine Unterkunft im dunkeln, unter dem Sternenhimmel aufzubauen.
Als Belohnung bekommt jeder eine gute warme Mahlzeit am Lagerfeuer.

Einfacher Campingplatz im Kama Rhino Sanctaury in Botswana

Einfacher Campingplatz im Kama Rhino Sanctaury in Botswana

Pirschfahrt

Am nächsten Morgen um 4.45 Uhr reisst uns der Wecker aus dem Schlaf. Nach einem ausgiebigen Frühstück bestehend aus Speck, Rührei, Toast und Müesli sind wir gestärkt für die bevorstehende Safarifahrt im Rhino Park.
Das Khama Rhino Sanctuary wurde 1992 gegründet, um das in seinem Überleben gefährdete Nashorn zu schützen, um ein früher wildreiches Gebiet wiederherzustellen und der örtlichen Batswana Gemeinde eine ökonomische Grundlage durch Tourismus und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen des Landes zu geben.
Jetzt, frühmorgens sind die Temperaturen noch angenehm, doch schon um 11Uhr wird das Thermometer auf über 35 Grad hochsteigen.
Auf dem Gamedrive sahen wir Nashörner, Zebras und ganze Herde von Tieren am Wasserloch, aus ganzer Nähe.
Ein wunderschönes Erlebnis und das schon kurz nach dem Frühstück.

Nashörner haben ein geringes Sehvermögen, doch wird dieser Nachteil durch einen ausgeprägten Geruchssinn und ein sehr gutes Gehör ausgeglichen.

Nashörner haben ein geringes Sehvermögen, doch wird dieser Nachteil durch einen ausgeprägten Geruchssinn und ein sehr gutes Gehör ausgeglichen.

Es gibt einen Ruck und der Anhänger ist weg. Von diesem lauten metallischen Knirschen, verzieht jeder das Gesicht. Gutmöglich, dass in diesem Moment jedem dasselbe durch den Kopf geht. Nicht schon wieder!!
Vom Sitz aus sieht man nur wie ein einsamer Anhänger etwas seltsam am Strassenrand steht.
Heute ist erst der zweite Tag, einen Rucksack haben wir am ersten Tag schon verloren und nun auch noch der Anhänger. Das Glück steht nicht auf unserer Seite. David beschliesst zum nächsten Dorf zu fahren, ein Ersatzteil für die Anhängerkupplung zu organiesieren, damit wir diese wieder reparieren können. Eine Tagesetappe von 500km müssen wir heute noch bewältigen, welche wir mit guten 2 Stunden Verspätung starten können.

Damit wir den vollgestopften Anhänger wieder an die Kupplung brachten, mussten die Vorderräder abmontiert werden.

Damit wir den vollgestopften Anhänger wieder an die Kupplung brachten, mussten die Vorderräder abmontiert werden.

David fuhr ins nächste Dorf und musste ein Ersatzteil für die Anhängerkupplung suchen. Er brauchte dafür ''nur'' 1.5 Stunden.

David fuhr ins nächste Dorf und musste ein Ersatzteil für die Anhängerkupplung suchen. Er brauchte dafür ''nur'' 1.5 Stunden.

Nach einer 10stündigen Fahrt und spät Abends erreichen wir die Elephant Lodge in Botswana. Die Grillade und das vorbereitete Buffet wartet schon auf unsere hungrige Mäuler. Frisches gebackenes Brot, verschiedene Salate, Bratkartoffeln und ein deftiges Stück Fleisch. Beim Essen haben wir einen herrlichen Blick zum vorgelagerten Wasserloch, wo sich eine Herde Elefanten rumherum versammelte. Allerdings standen sie wegen der Trockenzeit vom Sommer eher vor einer Pfütze, als vor einem Wasserloch. Dies war auch der Hauptgrund warum der Pool neben dem Restaurant kein Wasser mehr enthielt.
Die Nähe der Elefanten, die wir beim essen so sehr geschätzt haben, verängstigt uns als wir zum Zelt laufen. Eine Ansammlung von sechs Zelten, stehen im halbkreis inmitten der Herde und herum nicht mehr als handgrosse Steine, welche uns von diesen riesigen tonnenschweren Elefanten trennen. Es war für uns allle eine grosse Mutprobe
Die Toiletten im Areal waren komplett durch die Dickhäuter zerstört worden, in der Hoffnung auf einen Tropfen Wasser. So teilten wir unser Leid mit dem Ihren.
Töööhhrööööh'', wie im Zeichentrickfilm Benjamin Blümchen, trompeten sie ihre Musik in die Luft. Stellt euch vor, ihr liegt in diesem Zelt, dass so ''Soft'' ist, überall hört ihr die Geräusche der Tiere, da denkt man alles andere als ans einschlafen.

Victoria Falls

Die Victoriafälle sind ein breiter Wasserfall des Sambesi zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia.
Bei unserem Aufenthalt an den Victoria Falls war die Wassermenge, durch die Trockenmonaten, nicht sehr gross. So konnte man wenigstens die schöne Schlucht und die sambische Seite gut begutachten.
Die zwei Tage gingen schnell vorbei, denn es wurden einem etliche Touren in- und rundherum der Victoria Fälle angeboten.
Leider konnten wir nicht zum Devil's Pool auf der sambische Seite gehen, da für den Aufenthalt in Sambia die Gelbfieberimpfung benötigt wird.
Wir erfuhren von jemanden, dass wir die Impfung für unsere nächste Destination in 10 Tagen in Brasilien benötigen, so mussten wir irgendwo in einer Apotheke auf die schnelle, den Impfstoff auftreiben.
Unter Sternenhimmel mit einer Taschenlampe verabreichte uns eine Australierin die Spritze.

Aussicht zum Devil's Pool

Aussicht zum Devil's Pool

Chobe NP

Auf einer zweistündigen Pirschfahrt im Nationalpark bekamen wir die Gelegenheit, eine Löwen in seinem natürlichen Lebensraum zu sehen.
Mehr Erlebnisse können wir von dieser Fahrt nicht erzählen, denn wegen dem bevorstehendem Gewitter verzogen sich alle Tiere in den dichten Busch zurück, daher hatten wir grosses Glück mit dieser einen Begegnung.
------------------------------------------------------------------
In dieser Woche wurde uns ''The way of Africa'' etwas näher gebracht.

Weniger als 5 Meter entfernt

Weniger als 5 Meter entfernt

Heftiges Gewitter im Anmarsch auf der botswanischer Seite und dichter Rauch vom Buschfeuer auf der namibischer Seite

Heftiges Gewitter im Anmarsch auf der botswanischer Seite und dichter Rauch vom Buschfeuer auf der namibischer Seite

Hippos auf der namibischen Seite

Hippos auf der namibischen Seite

Du bist hier : Startseite Afrika Botsuana Botsuana-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
A-B-C,..fast jeder kennt diese Reihenfolge. Darum starten wir unsere 7 monatige Weltreise nach diesem einfachen Prinzip. Afrika, Brasilien, Costa Rica und viele weitere Destinationen stehen auf unserer Reiseliste.
Details:
Aufbruch: 23.10.2014
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 06.05.2015
Reiseziele: Südafrika
Botsuana
Brasilien
Costa Rica
Nicaragua
Guatemala
Mexiko
Vereinigte Staaten
Fidschi
Neuseeland
Australien
Indonesien
Malaysia
Deutschland
Der Autor
 
Kevin & Michelle Tan & Kuriger berichtet seit 36 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Kevin & Michelle über sich:
Über uns:
Schon in jungen Jahren wollte ich (Kevin) die grosse weite Welt entdecken. Im November 2013 gingen wir gemeinsam für zwei Wochen mit dem Rucksack nach Thailand und so wurde Michelle vom Reisefieber angesteckt.
Wir freuen uns das Abenteuer zu beginnen