Botsuana-Reisebericht :Namibia und Botswana 2016

Tag 14-16: Savuti, Moremi und Rundflug in Maun

15.05.2016
7.30h Abfahrt nach Mababe zur Tshaa River Campsite.
Hinter Kachikau wird der Reifendruck gemindert, da die Piste tiefsandig, ausgefahren und wellig ist. Wir folgen dem empfohlenen Umweg, dem man bis zur Cutline Road des Chobe Forest Reserve und zum Gocha Gate folgt. Tiefe Sandpassagen, km-lange Achterbahn, teilweise harte Pisten – alles wird geboten. Weiter nach Savuti durch dichten Baum- und Strauchbestand, der sich hinter Savuti-Bridge lichtet. Die Sandridge-Road nach Mababe ist recht mühsam, von der alternativen Marsh Road wird z. Zt. abgeraten. 21 km vor Mababe treffen beide „Straßen“ aufeinander. Weite, leuchtend gelbe Grasflächen. Gegen Ende der Fahrt überraschen uns nochmals Tiere mit ihrer unerwarteten Präsenz: einige Elefanten, Büffel und diverse Antilopen und Kudus.

Savuti Region

Savuti Region

Gegen 12.30h das Gate Chobe Park Mababe und nach vielem Suchen und Fragen dann auch unser Tshaa River Camp, direkt am Kwhai gelegen. -> 195km
Unser Stellplatz ist riesig, unter alten Akazien voller reifer Schoten. Vorsichtshalber parken wir das Auto nicht unter einem Baum, sondern in einer Baumlücke nahe an Dusche und WC. Schon bald bekommen wir Besuch von einem dieser großen grauen Dickhäuter. Es soll nicht der letzte bleiben. Zwischen 16h und 18h herrscht reger Verkehr, den wir staunend und respektvoll bewundern. Der Kwhai ist hier nur wenige Meter breit und bietet viel Grün für Elefanten und Antilopen.

Tshaa Campsite

Tshaa Campsite

16.05.2016
Nachts wecken uns das Rauschen der Bäume und das Prasseln der begehrten Schoten auf den Boden – wir haben wohl schon wieder Besuch. Vor dem Aufstehen erzeugen das Geschratel der Vögel und das Schreien der Affen die richtige Atmosphäre.
Beim Blick aus der Dusche kommt uns schon der erste Elefant entgegen. Sobald er sich getrollt hat, beginnen wir mit dem Frühstück, das unvermittelt unterbrochen wird. Wieder nähern sich 3 Elefanten. Schnell tragen wir den gedeckten Frühstückstisch außer Sicht- und Riechweite hinter das Auto. Wir frühstücken im Stehen. Die Elefanten rütteln an den Ästen und verspeisen die Schoten. Im Grün äsen die Antilopen. Unglaublich!

8 h - Abfahrt in das Moremi Game Reserve. Auf der Zufahrt zu unserem Camp (6km zur Strasse) äsen zu dieser Zeit viele scheue Gnus und Impalas.
Wir erreichen nach 1 Stunde Fahrzeit und 40 km das Nordgate über die aus Stämmen gebaute Khwai Bridge.
Eine elende Holperpiste mit tiefen Furchen und Löchern erwartet uns. Alles in allem war der Besuch des Moremi Parks eine Enttäuschung. Wegen des dichten Baum- und Buschbestandes ist Wildbeobachtung unterwegs kaum möglich. Nur an den Wasserlöchern, insbesondere am ‚Hippopool‘ zeigte sich viel Leben. Hippos baden im See, Antilopen äsen oder liegen im Gras, viele unterschiedliche Wasservögel genießen das Wasser – das war schon toll.
Auf kleinen und kleinsten Pisten haben wir noch einen Umweg angeschlossen. Dabei kamen uns viele Elefanten, Gnus und Impalas vor die Linse. Das Navi hat geholfen, die Richtung zu halten bzw. zu finden.
Nach gut 8 Stunden und -> 200 km später sind wir wieder zurück auf der Campsite.

17.20h Schon wieder bewegen sich zwei Dickhäuter über unseren Platz. Man hört keinen Ton. Kein Stampfen, kein Schnauben. Unvermittelt sind sie da und ziemlich nah . „Die tun nichts“, sagt mein Göttergatte.....

Nach Eintritt der Dunkelheit (gegen 18.15h) haben wir den Platz dann für uns.

17.05.2016
Eine kalte Nacht liegt hinter uns. Wir haben nur 8°C beim Frühstück. Und Elefanten total: beim Aufstehen, beim Frühstück, beim Abwaschen, beim Packen. Die Affenbande in den Akazien schmeißt von oben mit Früchten, die Elefanten rütteln unten an den Äste. Die Schoten mit den saftigen grünen Kernen müssen wahre Leckerbissen sein. Zwischendurch immer ein wenig die Haut an den Büschen schaben – einer der Gesellen kann sich gar nicht trennen. Es ist ein Kommen und Gehen. Ab 9h ist wieder Ruhe auf dem Platz.
9.30h – Abfahrt Richtung Maun
Zunächst werden wir zu einem Umweg gezwungen, da der Khwai die Straße überflutet hat und nicht durchquert werden kann. Nachdem das überstanden ist erreichen wir gegen Mittag das Discovery B&B. Es liegt noch vor Maun etwas ab von der Straße. Eine kleine Anlage, gemütlich und liebevoll eingerichtet. Zentral liegt ein Feuerplatz, an dem sich die Gäste abends gemütlich zusammensetzen können. Hier denkt man mit. Es gibt zwei Kofferbänke und jede Menge Steckdosen mit div. Adaptern. Nach der Campsite dringend nötig für Batterien und Tablet.

Für den Nachmittag ist unser Rundflug über das Okavango Delta geplant. Zuerst geht es zur Tankstelle, und auch der Reifendruck muss wieder erhöht werden. Danach zum Einkaufen und schließlich zum Flughafen. Leider hatte man unseren Flug für den nächsten Tag eingeplant. Trotzdem gelang es noch, einen Flug einzuschieben. Von 17h bis 18h - leider etwas spät, da dann die Sonne schon sehr tief steht.
Der Flug hat unsere Erwartungen nicht ganz erfüllt. Das Delta hier bei Maun ist noch weitgehend trocken, nur an wenigen Stellen konnte man das Wasser kommen sehen. Auch die Tiere haben sich sehr zurückgehalten.

Discovery B&B

Discovery B&B

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach längerer Überlegung und letztendlicher Aufgabe der Planung für Süd-Afrika haben wir uns entschlossen, wieder nach Namibia zu fliegen. Unsere Rundreise vor zwei Jahren (s. "Namibia 2014") hatte uns so begeistert, dass wir gerne die noch nicht entdeckten Landesteile zzgl. Botswanas Norden ansehen wollen.
Details:
Aufbruch: 01.05.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 24.05.2016
Reiseziele: Namibia
Botsuana
Der Autor
 
Wolfgang Dreesbach berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Wolfgang über sich:
...nicht mehr die Jüngsten (Jahrgang '48 und '51) - aber endlich Zeit für mehr als nur Kurz-Reisen. Nach Andalusien folgte der Südosten Marokkos, dann Ägypten, der Südwesten Marokkos und in 2011 Mali. 2012 war dann Rajasthan dran. Im Mai 2014 waren wir 4 Wochen in Namibia. Individuell und nicht in der Gruppe ist unser Motto. Die Planung (Vorfreude ist die schönste Freude) ist immer ein wichtiger Teil unserer Reisen.