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und dem tiefen weiten Meer...
Ein halbes Jahr auf ganzen 2500 qkm stehen mir bevor - La Réunion ich komme!!!!
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... und wir haben den Flachmann an Bord" (um das Essen zu verdauen).
1 Woche auf der viert groessten Insel der Erde ist nun vorbei. Es ist schwierig das Gesehene in Worte zu fassen. In Antananarivo (Tana) angekommen, bekamen wir schon einen kleinen Schock. Ueberall Menschen (oft in Lumpen gekleidet und barfuss) die einen entweder anstarren oder irgendwas andrehen wollen, Dreck, Laerm, Muell und Gestank - eine einzige Madagassenparty eben. Wir sind einmal mit einem der Stadtbusse mitgefahren um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Dabei passierten wir Viertel in denen die Leute in 3 qm grossen Bretterverschlaegen hausen, Kindern voll von oben bis unten mit Lehm die mit irgendwelchen alten Reifen spielen oder im Muell noch was verwertbares suchen, Menschen, die ihre "Geschaefte" im Fluss verrichten, wobei direkt neben an gerade Waesche gewachen wird, die dann zum trocknen auf den einzigen Gruenstreifen am Strassenrand gelegt wird. Ich glaube "krass" ist das Wort das diese Szenarien am Besten beschreibt. Kein Wunder, dass wir in dieser Stadt nicht allzu lange bleiben wollten. Also ab Richtung Sueden.
Leider sind auch die Staedte weiter suedwaerts nicht viel anders als Tana - nur kleiner eben. Aber nach einer Woche hat man schon echt ein dickes Fell entwickelt! Nachdem es nun nicht allzu grosses Vergnuegen bereitet, seine Tae an solchen Orten zu verbringen, unternehmen wir diverse Ausfluege. So haben wir z. B; in Antsirabe an Weihnachten uns Fahrraeder gemietet und sind ueber knapp 20 km Schotterpiste, vorbei an winzigen Doerfern bestehend aus roten Lehmhuetten und Kindern, die sofort angerannt kommen und "salut vazah" (Hallo Fremder/Weisser) rufen, zu 2 Seen geradelt um dort ein wenig zu relaxen. Oder wir haben von Fianarantsosa aus einen Ausflug zu einem Reservat gemacht, wo wir uns durch den Dschungel kaempfen mussten und unsere ersten Lemuren (die mit den geringelten Schwaenzen aus dem Film) erspaehen konnten.
Die Landschaft hier ist einfach atemberaubend. Das Hochland durchzogen mit unzaehligen Reisterrassen wird Richtung Sueden von Ebenen mit rotem Sand aus denen sich immer wieder riessige Grantifelsformationen erheben, abgeloest. Und ueberall finden sich diese kleinen Doerfer, die fast ausschliesslich aus den typischen roten Lehmhaeuschen bestehen. Diese Anblicke entschaedigen immer wieder fuer die dreckigen Staedte und die nicht gerade ausgezeichnete madagassische Kueche (daher der Flachmann gefuellt mit Rum).
Ansonsten haben wir uns glaub schon recht gut eingelebt und auch 3 std Wartezeit an der Busstation bis der Minivan dann anstatt mit 14 Leuten mit 20 losfaehrt macht uns nix mehr aus. Leider ist es schwer sich im Bus zu unterhalten, da viele das in der Schule gelernte Franzoesisch nicht mehr sprechen koennen. Morgen wollen wir uns auf jeden Fall mit dem einzigen Zug der hier faehrt (163 km in mind. 12 Std!!!!) an die Ostkueste aufmachen um dort Silvester zu verbringen und wir hoffen dass wir dort von der Regenzeit verschont bleiben.
Euch allen ein guten Rutsch!!!
Manchmal vermissen wir euch doch ein wenig 
Viele gruesse
Lina & Jaci
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