Namibia-Reisebericht :Katja und Joerg around the world

Namibia I

Namibia!

Nach einer letzten Nacht in Kapstadt ging es fuer uns mit dem Intercape nach Windhoek, Namibia. Die Busfahrt dauerte 23 Stunden und war trotzdem ganz O.K.. Lediglich ein zweistuendiger Aufenthalt an der suedafrikanischen Grenze mitten in der Nacht war etwas anstrengend. Alle Koffer wurden ausgeladen und von Drogenspuerhunden beschnueffelt. Unterwegs sind wir durch endlose und menschenleere Landschaften gefahren.

In Windhoek angekommen wurden wir von unserem Hostel Chameleon Backpackers abgeholt. Das Hostel liegt sehr zentral und eignet sich perfekt um Windhoek zu erkunden. Wir haben von dort aus viele Dinge erledigt und unsere Tour im Camper vorbereitet. Windhoek hat uns sehr gut gefallen. Die Stadt ist sehr sauber und tagsueber problemlos per Fuss zu erkunden. Wir haben die vielen Gebauede aus der deutschen Kolonialzeit besichtigt. Zudem gab es deutsche Strassenschilder und eine deutsche Zeitung. Windhoek ist wesentlich afrikanischer als Kapstadt und das Westkap.

Nach zwei Naechten in Windhoek, haben wir unseren Gelaendewagen mit Zeltdach uebernommen. Unser erstes Ziel war eine Gaestefarm in der Naehe von Otjiwarongo. Die Farm heisst Weavers Rock und gehoert dem Grafen zu Bentheim. Marc und seine Frau Nadja, sowie Nadjas Mutter Sabine haben uns mit offenen Armen empfangen. Wir haben die Zeit mit ihnen sehr genossen. Der Campingplatz war super und die Aussicht vom Hausberg grandios. Die endlose Weite Namibias konnten wir hier zum ersten Mal richtig bestaunen. Aus einer urspruenglich geplanten Nacht wurden direkt zwei Naechte. Die Abende haben wir mit unseren Gastgebern und deren Verwandten aus Windhoek am Lagerfeuer verbracht. Ein Tagesausflug ging zum Waterbergplateau. Dort sind wir auf einen Aussichtspunkt geklettert und haben wieder die endlose Landschaft bestaunt. Am Fusse des Berges war sogar ein deutscher Friedhof. Am zweiten Abend haben wir einen Sundownerdrive durch das Anwesen gemacht.

Schweren Herzens und mit einem dicken Kopf sind wir dann Richtung Rundu abgefahren. Wir sind am letzten Abend mit Mike aus Windhoek und Marc ein wenig an der Theke versackt. Rundu liegt an der Grenze zu Angola, am Okavango und im wahren Afrika. Nachdem wir die rote Linie passiert haben aenderte sich das Umfeld schlagartig. Dieser Zaun wurde zum Schutz vor Viehkrankheiten vor mehr als 100 Jahren errichtet und anschliessend von den Deutschen und den Suedafrikanern zur Trennung von schwarzen und weissen Einwohnern genutzt. Heute ist sie eigentlich nur noch ein Relikt vergangener Zeiten. Sobald man den Zaun passiert hat sieht man am Strassenrand nur noch Huetten und grasende Rinder und Ziegen. Die Einheimschen und die Tiere leben direkt an und auf der Strasse. Mehrmals mussten wir heftig bremsen um Zusammenstoesse zu vermeiden. Rundu ist eine quirliege afrikanische Stadt. Es ist laut, voll und farbenfroh. Die Strasse sind nicht mehr geteert, sondern Sandpisten. Gecampt haben wir in der Nkwasi Lodge direct am Okavango. Leider war das Wetter schlecht, viel Regen. Das Campen unter den Bauemen und die Aussicht auf den Fluss und Angola haben wir aber sehr genossen. Zum Glueck wurde unser Zelt nicht geflutet, der Autovermieter hat uns bei Regen das Schlafen auf den Vordersitzen empfohlen. Leider hat hier die Regenzeit frueher als erwartet eingesetzt, was die Landschaft aber gruener und viel schoener macht.

Am naechsten Tag folgte eine weitere, diesmal 500 km lange Autofahrt nach Katima Mulilo. Diese Stadt liegt im Caprivi Zipfel. Der Caprivi Zipfel ist die Grenze Namibias zu Sambia, Botswana und Simabwe und bringt uns ganz nah an unser weitestes Ziel die Viktoriafaelle. Die erste Nacht haben wir auf einem neuen und sehr modernen Campingplatz in der Naehe der Stadt verbracht. Namwi Island liegt direkt am Zambesi. Abends haben wir mit einem deutschen Paerchen gegrillt. Es gab Kudu und Gnu, dazu Kartoffeln und gefuellte Kuerbisse auf namibianische Art. Zum Reinfeiern in Katjas 30. Geburtstag waren wir leider zu muede. Dafuer gab es zum Sonnenaufgang ein Geburtstagslied. Spaeter haben wir unser Quartier gewechselt und einen Geburtstagskuchen fuer Katja gekauft. Jetzt sind wir in der Island View Lodge, wieder am Zambesi untergebracht und warden spaeter noch ein wenig feiern und grillen. Der Weg zu dieser Lodge, 20 km Piste und 2 km Schlamm ist ohne Allrad sicherlich nicht lustig.

Wir wuenschen Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Morgen geht es fuer uns nach Botswana und anschliessend nach Sambia. Melden uns mit einem neuen Bericht im Neuen Jahr.

Liebe Gruesse

Katja und Joerg

P.S.: Die Bilder aus Windhoek reichen wir nach. Wir sind zu faul die andere Kamera aus dem Auto zu holen.

Unser Bus kurz vor der Grenze zu Namibia

Unser Bus kurz vor der Grenze zu Namibia

Irgendwo im Nirgendwo

Irgendwo im Nirgendwo

Sonnenuntergang vor der Grenze

Sonnenuntergang vor der Grenze

Die deutsche Tageszeitung Windhoeks

Die deutsche Tageszeitung Windhoeks

Ausblick vom Hausberg (Weavers Rock)

Ausblick vom Hausberg (Weavers Rock)

Der Hausberg mit Wasserloch

Der Hausberg mit Wasserloch

Auf dem Weg zum Waterberg Plateau

Auf dem Weg zum Waterberg Plateau

Ausblick vom Plateau

Ausblick vom Plateau

Termitenhuegel

Termitenhuegel

Gamedrive mit der Familie

Gamedrive mit der Familie

Sonnenuntergang am Weavers Rock

Sonnenuntergang am Weavers Rock

Auf dem Weg nach Rundu

Auf dem Weg nach Rundu

Hinter der Roten Linie

Hinter der Roten Linie

Rundu

Rundu

Okavango River mit Blick auf Angola

Okavango River mit Blick auf Angola

Leider haben wir nur Haufen von Elefanten gesehen...

Leider haben wir nur Haufen von Elefanten gesehen...

Sambesi River beim Sonnenaufgang

Sambesi River beim Sonnenaufgang

Happy 30! Das Geburtstagskind mit Kuchen!

Happy 30! Das Geburtstagskind mit Kuchen!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Für ca. 17 Monate ist der Weg unser Ziel!!! Am 29.11. geht es mit einem RTW-Ticket einmal um die Welt. Gestartet wird in Suedafrika. Dann geht es weiter Namibia, Botswana...Rio de Janeiro,Argentinien, Feuerland, Chile, Peru, Ecuador.... Costa Rica, Mexiko,Hawaii,Neuseeland, Australien, Hongkong, Peking, RAWA, Indonesien, Indien, Nepal,andere Teile Südostasiens....
Details:
Aufbruch: 29.11.2008
Dauer: 17 Monate
Heimkehr: April 2010
Reiseziele: Südafrika
Namibia
Brasilien
Argentinien
Bolivien
Peru
Ecuador
Costa Rica
Mexiko
Vereinigte Staaten
Neuseeland
Samoa
Australien
Hongkong
China
Malaysia
Indonesien
Indien
Nepal
Thailand
Kambodscha
Philippinen
Vietnam
Bahrain
Laos
Der Autor
 
Katja und Joerg Fockenberg berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Joerg über sich:
Katja hat bisher als MTA in der Mikrobiologie gearbeitet. Zudem ist Katja Heilpraktikerin mit dem Spezialgebiet Akkupunktur.

Jörg hat bisher als Expansions Manager bei Jack Wolfskin gearbeitet.

Seit 2005 sind wir verheiratet und haben bisher zusammen im Ruhrgebiet, genauer in Bottrop, gelebt.

Zusammen habe wir unsere Leidenschaft für weite Reisen und ferne Länder entdeckt. Unser bisheriger Schwerpunkt war dabei Asien. Wir freuen uns schon sehr auf den Rest der Welt!