Sambia-Reisebericht :One Love

psycHOTic

unterwegs in sambia...

unterwegs in sambia...

unterwegs in sambia...

unterwegs in sambia...

überall strassenarbeiten

überall strassenarbeiten

das abenteuer sambia startete äusserst gut, nahm einen seltsamen lauf und endete ziemlich chaotisch. aber alles der reihe nach. der schnellste grenzübergang aller zeiten. raus aus malawi in drei minuten, drin in sambia nach rund fünf minuten. keine formulare, nur stempel gegen cash, herz was willst du mehr? so sollte das immer sein!
die lange fahrt von malawi nach sambia endete in chitimba, ein ort mit historie für mich. 1999 mit karin und unserem knallgrünen land rover wies man uns wohl gewollt den falschen weg, mit dem hintergedanken uns mzungus auszurauben. aber eben, andere zeiten, andere probleme. als wir den zeltplatz erreichten, erwartete uns bereits ein anderer truck von einer fremden company. bald darauf bemerkte ich, dass alle leute dieser gruppe fitnessübungen gleich neben dem swimming pool ausübten, irgendwelche liegestützen oder push up’s. und dies mit gegenseitigem lauten anspornen. und beinahe wurde ich beim aufstellen meines zeltes von einer im kreis joggenden dame über den haufen gerannt. nach getaner arbeit führte man sich noch gegenseitig die mukis vor, mein gott wie hab ich das verdient? aber es kam noch schlimmer…, die ganze gruppe reiste in teuren marken-rollkoffern und geschlafen wurde auch nicht im zelt. wieso auch, wenn man upgraden kann? meine freunde, wieso kommen solche leute nach afrika? und dann noch overland…
abends in der bar erschienen die jungs dann in hemden und meinten sie haben die weisheit mit grossen löffeln gefressen. es wurde losgelästert ohne dass es ausser mir jemand verstanden hätte! auch das noch - zwei arrogante schweizer und ein ebenso bescheuerter deutscher, allesamt nur mit sehr wenigen hirnzellen ausgestattet. ich versank in selbstmitleid! und wäre das immer noch nicht genug, kriegten wir diese nacht kaum schlaf, weil diese geschmeidigen jungs in der bar so laut waren. 4.30 uhr war tagwache und ich hatte kein auge zugetan. da ich im lastwagen nur sehr schlecht und wenig schlafe, hoffte ich auf lusaka. von den 600 kilometer tagesstrecke zusätzlich ermüdet, empfing uns auf dem zeltplatz eine gruppe von jungen, verwirrten leuten, welche eine art tagung oder was ähnliches abhielten. schnell merkten wir, dass diese gruppe uns auch die nächste nacht vom schlaf abhalten wird. ständiges beten, schreien über den ganzen platz und das unverständliche herumirren führten zu der entscheidung, in der bar zu bleiben, fussball zu schauen und bier zu trinken bis die blinker definitiv runterfielen. unerklärlicherweise haben die meisten von denen im toilettenraum übernachtet und einer stand immer wache. ungutes gefühl, wenn 40 augen beim pissen zuschauen. psychos! morgens früh haben dann 7 stühle gefehlt, die wir wieder haben wollten. unser fahrer julius wurde zum teufel geschickt oder wie der in dieser religion auch immer heissen mag. jedenfalls mussten wir den campführer wecken und wir kriegten dann 5 stück zurück, die restlichen 2 stück bezahlte der campinhaber aus eigener kasse, da nicht mehr gefunden…

wieder mit grosser hoffnung auf mehr schlaf nahmen wir die nächsten 450 kilometer von lusaka nach livingstone in angriff und wir wurden auf ein weiteres mal enttäuscht. nach 150 kilometer brach unser radlager vorne rechts beim truck, an eine weiterfahrt war nicht zu denken. und das irgendwo im nirgendwo, bei einer sauhitze. also musste sam eine alternative finden, ein fahrzeug, das uns, zelte und unser gepäck nach livingstone bringt. genauso gut könnte man auf ein date mit einem playmate oder einen sechser im lotto hoffen, aber sam kennt die spots um seine heimat besser als ronaldo den weg in die läden, wo es haargel gibt. 10 minuten später war ein bus organisiert, 40 minuten später heizten wir richtung livingstone runter. wie es der zufall wollte, passierte uns ein leerer bus mit einem fahrer, der schon mal sam aus der pannen-patsche half. er muss das irgendwie geahnt haben oder so. zuerst mussten wir aber noch einen schwarzfahrer loswerden, der sich unter dem gepäck versteckt hatte und im dümmsten fall niesen musste.
livingstone war dann ein gutes pflaster. schöner ort direkt am zambesi river, leckerer food, 2 swimming pools und und und, wären da nicht immer die ständigen stromausfälle und der daraus folgende lärm&gestank des generators. livingstone bedeute aber auch sunset cruise und drink-as-much-as-you-can. booom! was für eine grosse und lustige nacht. alle kannten keine grenzen. zu wörtlich genommen hatte dies rose. security frau informierte uns nach der rückkehr zum camping ground, dass jemand bewusstlos neben dem pool liege. sam und ich haben sie aufgelesen, nach hause getragen und ins bett gebracht. nur so viel sei gesagt, sie durfte am folgendem tag zelt-freundin jodie’s matten, schlafsack, kleider plus gemeinsames zelt reinigen. ihre sachen hingegen blieben unbefleckt. nächster tag war dann auch genereller hangover tag. pool und chillen hatte hochkonjuktur, mehr lag nicht drin. abends dann letztes gemeinsames essen im afrikanischen restaurant, krokodil pizza. good timez!

zambesi sunset cruise

zambesi sunset cruise

sam (tour leader), ich, sean, terry

sam (tour leader), ich, sean, terry

same same, but diffrent

same same, but diffrent

unsere mädels - noch alles im grünen bereich...

unsere mädels - noch alles im grünen bereich...

zambesi sunset cruise

zambesi sunset cruise

© Markus Knüsel, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
be travel, be knüsi - 12 monate pures reiseabenteuer
Details:
Aufbruch: 14.11.2015
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 13.09.2016
Reiseziele: Schweiz
Kenia
Tansania
Malawi
Sambia
Simbabwe
Mosambik
Südafrika
Neuseeland
Tonga
Vereinigte Staaten
Großbritannien
Irland
Belgien
Deutschland
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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