Swasiland-Reisebericht :Südafrika im Winter, Juni 2007

Fahrt ins Königreich Swaziland

22.06.2007

Geburtstag meines Vaters, das durfte ich heute auf gar keinen Fall vergessen ! Anrufen, bzw. zumindest SMS schicken, solange ich noch Empfang hatte, denn in Swaziland war dies nun nicht mehr unbedingt überall zu erwarten...

Morgens beluden wir unser Auto und staunten schon nicht schlecht, wie voll Kofferraum und Rücksitz wurden, komisch: Wir hatten doch noch nicht soviel eingekauft ? Und im Gegenteil ja auch schon die eine oder andere Flasche Bier und Wein vernichtet ??? Nun ja, wie auch immer. Wein und Pralinen hinterließen wir an der Rezeption für die unglaubliche Freundlichkeit, uns unsere Unterkunft für immerhin 5 Nächte kostenlos zu überlassen. Was natürlich nur ging, weil es absolut off-season war und Rudi während der Saison hunderte von Touristen dort abliefert.

Die Fahrt ging zunächst nach Nelspruit und ich konnte fahren, weil die Straße easy ist. In Nelspruit angekommen, teilten wir die "Arbeit" auf: Ich blieb im Einkaufszentrum, um den Einkaufszettel für´s Wochenende abzuarbeiten und Rudi ließ den Sprung in der Windschutzscheibe derweil kleben. Da ich dachte, massenhaft Zeit zu haben, begab ich mich nicht direkt zum Pick´n Pay, sondern verlustizierte mich erstmal in diversen Geschäften. Ich sondierte das Angebot an CD´s und Büchern, aber dann entdeckte ich einen Safariklamottenladen und da war ich natürlich erstmal hochgradig beschäftigt. 675,00 ZAR + große Einkaufstüte später, begab ich mich endlich zum Lebensmitteldiscounter. Am Nudelsaucen-Regal angekommen, klingelte mein Handy. Rudi war schon fertig mit Windschutzscheibe-Kleben ! Eigentlich hätte ich wohl keine Fertignudelsauce kaufen müssen (stand auch nicht auf dem Zettel), aber ich orientierte mich an
m e i n e n Kochkünsten und befand den Nudelsaucen-Kauf für absolut wichtig ! Das gute italienische Barilla-Zeug gibt es überall auf der Welt - gut so. Hinein in den Korb. Einkauf abgeschlossen, Kasse, Rudi getroffen, Cafe aufgesucht, Kaffee getrunken und on the road again.

Rudi erwog, ob er wirklich die von ihm geplante Route wählen sollte und über Bulembu nach Swaziland fahren solle. Er fragte lieber kompetente Leute per Mobiltelefon und die sagten eindeutig "nein" ! Die Straße zu schlecht, Umweg und der Grenzübergang vielleicht nicht offen. OK, wir wählten die bessere Route und so enterten wir am frühen Nachmittag in Jeppes Reef das Königreich Swaziland.

Die schöne Flagge Swazilands tat mir nicht den Gefallen, fotogen zu wehen..

Die schöne Flagge Swazilands tat mir nicht den Gefallen, fotogen zu wehen..

Nach einem kurzen Stopp für ein Stück Kuchen + Kaffee für Rudi und einen Apfelsaft + Souvenirshopping für mich, erreichten wir Mbabane, die Hauptstadt. Unser Ziel: Das Haus von Sharon und Martin, mit denen wir das weekend verbringen würden, zwecks Proviantbesprechung. Das war dann auch schnell getan und wir fuhren weiter nach Manzini.

Swazi-Bus

Swazi-Bus

Mbuluzi Lodge - ein Traum !

Mbuluzi Lodge - ein Traum !

Am späten Nachmittag erreichten wir die Mlawula nature reserve. Vom Eingang bis zu unserer Lodge waren es nocheinmal 7 KM. Und dann: Wow !!! Eine Bilderbuchunterkunft ! Es ist eine selfcatering-Lodge, d.h. man ist allein dort und muß alles mitbringen. Aber, was man dann braucht zum Kochen, ist alles da. Selbst das ausgefallenste Küchengerät war vorhanden. Dazu 3 (!) Kühlschränke, Geschirrspül- und Waschmaschine, Wasseraufbereiter, DVD-Player, Stereoanlage, Grillplatz mit Feuerholz, einfach alles. Die Gebäude sehr großzügig und wir hatten die Wahl zwischen 3 Cottages zum Übernachten. Und dann lag das ganze noch wunderschön direkt am Fluß und mitten im Busch. Wir machten ein nettes Feuer und kochten Spaghetti Bolognese, d. h. Rudi kochte, wobei er die Fertigsauce verschmähte.

Wundersamer Weise hatten wir auch Mobiltelefon-Empfang und so konnte ich meinem Daddy noch telefonisch zum Geburtstag gratulieren und meine Begeisterung über diese Lodge kundtun.

Blick in den Busch und auf den Fluß von unserer Terrasse.

Blick in den Busch und auf den Fluß von unserer Terrasse.

Während Rudi heute abend früh schlafen ging, saß ich noch lange am Feuer und las, aber irgendwann fielen auch mir die Augen zu.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine 2-wöchige Mietwagen-Rundreise durch das nördliche Südafrika, Swaziland und KwaZulu Natal, für mich das 3. Mal Südafrika in Begleitung meines südafrikanischen Freundes.
Details:
Aufbruch: 16.06.2007
Dauer: 16 Tage
Heimkehr: 01.07.2007
Reiseziele: Südafrika
Swasiland
Der Autor
 
Sabine Herrmannsen berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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