Swasiland-Reisebericht :Mosambik/Malawi Sommer 2006

Hlane National Park

Tag 3

Wir brachen heute morgen sehr früh auf in den Busch für einen game walk. Eigentlich hätte es erst noch eine kleine Stärkung in der Lodge geben sollen, aber die wurde auf nach dem game walk vertagt. Dieser Umstand sorgte bei einigen bereits wieder für Unmut. Unser Führer war sehr lieb und erklärte unterwegs, was wir so sahen.

Nashörner - Mutter und Kind - ganz nah !

Nashörner - Mutter und Kind - ganz nah !

Wir standen bewegungslos und mucksmäuschenstill da ! Und zwar ziemlich lange, bis die Nashörner abdrehten und es sicher war, weiter zu gehen.

Wir standen bewegungslos und mucksmäuschenstill da ! Und zwar ziemlich lange, bis die Nashörner abdrehten und es sicher war, weiter zu gehen.

Es gibt nicht nur die Big Five, sondern auch die Small Five !

Es gibt nicht nur die Big Five, sondern auch die Small Five !

Sehen konnten wir sie nicht, aber hören ! Und unser Ranger war plötzlich ziemlich besorgt: Elefanten - ganz in der Nähe. Sie schienen aufgebracht zu sein, das meinte jedenfalls unser Führer und scheuchte uns ziemlich schnell weg von der hinter Büschen trompetenden Elefantenherde.

Ich im Busch des Hlane Parks in meiner bewährten 2-EUR-Bundeswehrtarnjacke, dem praktischsten Kleidungsstück, das man sich nur vorstellen kann  ! Auf dieser Reise boten mir später noch viele Afrikaner an, mir die Jacke abzukaufen !

Ich im Busch des Hlane Parks in meiner bewährten 2-EUR-Bundeswehrtarnjacke, dem praktischsten Kleidungsstück, das man sich nur vorstellen kann ! Auf dieser Reise boten mir später noch viele Afrikaner an, mir die Jacke abzukaufen !

Später zurück im Camp frühstückten wir ausgiebig und ich persönlich ärgerte mich über gewisse Personen, die es nicht für nötig gehalten hatten, unserem wirklich tollen Guide ein Trinkgeld zu geben. Das sind so die Momente, in denen es einem peinlich ist, der gleichen Nationalität anzugehören... Meine "Verbündete", E. und ich widmeten uns der Zubereitung des Abendessens. Es sollte ein Huhn geben. Im Camp läuft ein ziemlich frecher Strauß herum, den man richtig verscheuchen muß. Wir drohten ihm mit dem toten Huhn und kündigten ihm das gleiche Schicksal an, wenn er uns nicht in Ruhe lassen würde !

Jedenfalls hatten wir 3 unsere Ruhe vor den anderen und sehr viel Spaß, trotzdem wir allein die Arbeit für alle taten. E. musste dann ziemlich entsetzt feststellen, daß die Zwiebeln nicht da waren und auch die Alu-Folie nicht. OK, wir improvisierten. Not macht erfinderisch, speziell in Afrika. Statt mit Zwiebeln zu füllen, spickten wir das Federvieh mit ordentlich Knoblauch und wickelten es in Zeitungspapier, statt Alu-folie ein, um es dann unter dem Feuer zu vergraben. Dort beließen wir es und begaben uns auf einen abendlichen game-drive.

Wir hatten Glück und trafen auf die Löwen quasi in Streichel-Nähe...

Wir hatten Glück und trafen auf die Löwen quasi in Streichel-Nähe...

So süß !

So süß !

Wie gefährliche Räuber sehen d i e (noch) nicht aus !

Wie gefährliche Räuber sehen d i e (noch) nicht aus !

Man sieht, wie nah das Rudel war !

Man sieht, wie nah das Rudel war !

Später am Abend, nachdem wir das wirklich gute Huhn wieder ausgegraben und vertilgt hatten (nicht, ohne stolz auf unsere Imrovisations-Kochkunst zu sein), widmeten wir uns dem dargebotenen Swazi-Tanz zusammen mit einer großen holländischen Reisegruppe. "V.", E. und ich leerten eine Flasche Rotwein und diskutierten über südafrikanisches Kino. Natürlich war sofort der uralte Film "Die Götter müssen verrückt sein", das Thema. Zu unserem Erstaunen kannte "V." den nicht ! Todsünde ! Aber "V." versprach, das Versäumnis mithilfe einer Züricher Videothek umgehend nachzuholen...

Swazi-Tänzer am Feuer

Swazi-Tänzer am Feuer

Mit dem Hlane-Park war für mich das Safari-Element dieser Reise beendet, denn ich würde ja in Sambia und Botswana nicht mehr dabei sein. Beide Länder hatte ich jedoch schon auf einer früheren Reise kennengelernt und mir ging´s hauptsächlich um Mosambik. Und dahin sollte es morgen gehen ! Ich schlief voller Vorfreude darauf ein..

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Campingsafari mit kleiner Gruppe, Start in Johannesburg/Südafrika - Ende in Lilongwe/Malawi und viel wunderschönes Mosambik unterwegs !
Details:
Aufbruch: August 2006
Dauer: unbekannt
Heimkehr: August 2006
Reiseziele: Südafrika
Swasiland
Mosambik
Malawi
Der Autor
 
Sabine Herrmannsen berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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