Ghana-Reisebericht :6 Monate in Ghana

Gute/schlechte Neuigkeiten

Nach ein paar fehlgeschlagenen Versuchen, mir ein neues Projekt zu organisieren, zeichnete sich dann doch eine Aussicht auf Erfolg ab.
Jedoch auch das nicht so wie erwartet.

Vor längerer Zeit schon habe ich mich einmal mit Tony (Chef meiner ghanaischen Organisation) darüber unterhalten, dass ich sehr filmproduktions-interessiert bin, woraufhin er gemeint hat, er kenne jemanden, der wen kennt, der bei einer größeren ghanaischen Filmproduktionsfirma arbeitet, und wenn ich möchte, könne er mal fragen, ob ich dort mitarbeiten kann. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt.
Getroffen habe ich die Film-Leute auch einmal, und die meinten, dass im Jänner ein größeres Projekt mit einem nigerianischen Regisseur startet, wo ich mitmachen kann.

Dann war eine längere Zeit Funkstille. Als ich im Jänner wieder dort anrief, hieß es dann, dass das Filmteam gerade im Norden des Landes unterwegs ist, und, wenn sie zurück in Accra sind, soll ich eimal bei ihnen vorbeischauen. So weit so gut.

Ameisen tragen eine Fischgräte eine Säule hinauf, um, oben angelangt, festzustellen, dass sie nicht in den Eingang ihres Baues passt. Daraufhin wird die Gräte wieder hinuntergetragen, und eine Andere geholt. Aber auch die ist zu groß.

Ameisen tragen eine Fischgräte eine Säule hinauf, um, oben angelangt, festzustellen, dass sie nicht in den Eingang ihres Baues passt. Daraufhin wird die Gräte wieder hinuntergetragen, und eine Andere geholt. Aber auch die ist zu groß.

In der Zwischenzeit habe ich meine Organisation darauf angesprochen, dass ich es nicht ganz fair fände, den vollen vereinbarten Betrag von mir zu verlangen, da ich, rückblickend auf meine ersten drei Monate hier, kein einziges Mal wirklich die Arbeit gemacht habe, für die ich mich gemeldet hatte, und die mir auch angekündigt wurde.

Tja, das freute diese eher weniger und die Antwort war: "Pay or leave the country". Und nachdem alle meine Konfliktlösungsversuche auf wenig Resonanz stießen, beschloss ich, ab Ende Jänner (bis dahin hatte ich ja schon bezahlt) auf deren Betreuung zu verzichten.
Jedoch hieß das auch, dass ich bis dahin meine Hostfamily verlassen musste.

Anmerken möchte ich hier nur noch, dass das oben Geschriebene meine ghanaische Organisation betrifft. Grenzenlos (meine österreichische Organisation) hat ihren Aufgabenbereich sehr gewissenhaft erfüllt, und mich bei meinen Problemen tatkräftig unterstützt und beraten.
Aber das sind einfach Dinge, die bei neuen Projektpartnerschaften passieren können. Und dass es ein neues Projekt war, habe ich ja gewusst.

© Valentin R., 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sechs Monate Volunteering in Ghana. Kultur kennen lernen, reisen und arbeiten.
Details:
Aufbruch: 04.10.2005
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 08.04.2006
Reiseziele: Ghana
Der Autor
 
Valentin R. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Valentin sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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Valentin über sich:
Wer ich bin, und was ich mache entnehmt ihr am besten meinem Reisebericht.

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