Ghana-Reisebericht :Emi goes Ghana

12 Monate Ghana - völlig neue Welt, völlig neues Leben. Ich, Emi, werde das nächste Jahr in Ghana als Volunteer verbringen und meine Erlebnisse hier dokumentieren.

Angekommen

Erste Erfahrungen

Diesen Eintrag habe ich bereits vor einer Woche geschrieben, aber bis jetzt kein Internet gehabt.

So ihr lieben,

hier der erste Blogeintrag, nach ich seit 2 Tagen ca. in Ghana bin. Zuerst einmal muss ich gestehen, dass mein Heimweh mich bis jetzt ziemlich beschäftigt hat, besonders morgens und abends, wenn ich nichts zu tun hatte und allein war. 
Langsam, mit der Unterstützung von Freunden und Familie und den unglaublich freundlichen Menschen in Ghana, beginne ich hier anzukommen. Bis ich mich hier wirklich heimisch fühle, wird wahrscheinlich noch einige Zeit vergehen. 

Am 15. September 2016 um 20:10 bin ich in Accra angekommen. Es war bereits dunkel und für mich schon nach 22:00, da diese zwei Stunden Unterschied die Zeitverschiebung hier ausmachen. 
Noah, der Schulleiter der Schule, in der ich arbeiten werde, hat mich mit seinem Sohn Lawrence und einem Freund abgeholt und dann sind wir zu einem Gaesthouse gefahren, einer kleinen Pension. Dort sollte ich die nächsten zwei Nächte schlafen. 
Ich war in der ersten Nacht so müde, dass ich quasi im Stehen eingeschlafen bin. 
Am morgen danach habe ich das erste Mal auf afrikanische Art geduscht, obwohl ich fließendes Wasser hatte. Damit habe ich Wasser in einen großen Eimer fließen lassen und habe es dann mit einem Kleinen über mich gegossen. 
Zum Frühstück wurde ich von Lawrence zu Noahs Haus gebracht, so praktisch die ganze Familie wohnt. Dort habe ich gegessen und habe verschiedene Familienmitglieder kennengelernt. 
Alle waren sehr freundlich zu mir. Wir haben zusammen ghanaisches Fernsehen geschaut und ich habe bereits ein paar Brocken Ewe gelernt. 
Mit Lawrence habe ich am ersten Tag dann Geld getauscht und wir haben uns auf die Suche nach einer Simard begeben, die in mein Handy passt. Auf dieser Suche habe ich Accra ein wenig kennengelernt und war fasziniert. All die Menschen, die Fülle an Geräuschen. Auf Accras Straßen herrscht das pure Leben. Nach einigen Stunden und einem Besuch in Noahs Office, habe ich endlich eine Simcard bekommen, mit der ich sogar Internet habe! 1,2 GB im Monat für umgerechnet 3 Euro. 
Wieder zurück im Viertel, wo Noah lebt, habe ich mein erstes Fufuo gegessen. Es scheint ähnlich wie sehr weiche Knödel oder Klöße zu sein und wird mit scharfer Soße und Fleisch gegessen. 
Es war sehr lecker, doch sehr viel für meinen europäischen Magen. 
Lawrence hat mich dann zum Gaesthouse gebracht, wo ich mich etwas ausgeruht habe und dann wieder mit zu Noahs Familie gegangen bin. Dort haben wir wieder Fernsehen geschaut und uns unterhalten. Die Kinder der Familie haben auf dem Fußboden Klatschspiele gespielt. 
Gegen 21:00 bin ich zurück zum Gaesthouse gegangen und hab mich ins Bett gepackt. Ich musste heute morgen gegen 5:00 aufstehen, weil Noah mit mir nach Fume, das Dorf, in dem ich leben werde, fahren wollte. 
Nach dem ich an diesem Morgen nach einer erholsamen Nacht geduscht hatte, wollte ich das Licht im Bad ausmachen und hatte sofort meinen ersten Stromausfall. Das schien aber niemanden groß zu kümmern, da Noah entspannt blieb, als ich ihm davon erzählte. 
Nun bin ich nach 5 Stunden Fahrt mit kleinen Stops in Fume angekommen und wurde gleich den Lehrern und dem Schulleiter vorgestellt. Nun bin ich in meinem kleinen, hübschen Zimmer und habe mich etwas ausgeruht. Ich hoffe, dass ich mich hier schnell einlebe.

© Emi Lu, 2016
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 15.09.2016
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 15.09.2017
Reiseziele: Ghana
Live-Reisebericht: Emi schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Emi Lu berichtet seit 12 Monaten auf umdiewelt. Emi über sich:
Abiturientin, die ab dem 15.9. 2016 ein Jahr in Ghana verbringen wird.
Ich werde meinen Freiwilligendienst im sozialen Bereich in dem kleinen Dorf Fume nahe der Küste und der Grenze zu Togo verbringen und dort in einer Berufsschule aushelfen.
Alle meine Angaben sind rein subjektiv und liefern keine allgemeingültigen Fakten über Ghana oder die Menschen und ihre Kultur dort.