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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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Ein frohes Neues wuensche ich euch...
Auch ich hatte Weihnachtsferien ("warum?", werden sich bestimmt die meisten denken, "die ist ja eh schon in Indien!")und ich bin wieder wohlbehalten nach Kundapur (fast schon wie ein richtiges zuhause) zurueckgekehrt.
Meine Ferien sind natuerlich ganz typisch "Karin-like" gestartet. Wie? Ich habe NATUERLICH meinen Zug nach Goa verpasst. Aber so spontan und flexibel man hier in Indien zu sein lernt, bin ich mit meiner Reisepartnerin Vivian (und fast schon heimliche Ehefraue, wie andere im Scherz behaupten) spontan nach Udupi, 30 Minuten noerdlich von Kundapur aufgebrochen und wir haben gottseidank noch die letzten Plaetze eines Nachtbusses ergattern koennen, denn die Hochsaison der Weihnachtszeit haetten unsere Reiseplaene durch unseren Patzer mit dem Zug fast zu Nichte gemacht. Also ging es dann anstatt in nur 4 Stunden nun in 7 Stunden mit dem Bus in Richtung Norden, nach Goa, DEM indischen Strandparadies, wie viele sagen.
Goa ist ein kleiner Staat an der Westkueste, der in der Kolonialzeit von den Portugiesen stark gepraegt wurde, und das sieht man noch heute. Bei meiner Ankunft in der Hauptstadt Panjim glaubte ich eher wirklich in Suedeuropa, Portugal, Lateinamerika zu sein, aber ganz bestimmt nicht in Indien. Ueberall koloniale Bauten, Kirchen, bunte Haueserfassaden und westlich gekleidete Inder. Die Ferien waren also fuer mich wirklich engelaeutet!!! Allein schon als ich das Schild des mir so lieb gewonnenen "Coffee-Day" entdeckt habe. Zur Erklaerung: es ist das indische Starbucks.
Ich kann jedem Reisenden nur waermsten ans Herz legen, bei seiner Goareise mindestens 3 Tage halt in Panjim zu machen, denn es ist eine unwahrscheinlich entzueckende und charmante Stadt mit seinen kleinen Altstadtgassen, die dennoch nicht vergessen laesst, dass es eine Hauptstadt ist. Man erreicht jeden Norstrand Goas in Handumdrehen und ist mitten im Geschehen.
In Panjim wurde nun doch noch mein Wunsch erfuellt und bei mir kam eine grosse Weihnachtsstimmung auf, die ich in Kundapur schon aufgegeben hatte. Unser Guesthouse befand sich direkt an einer Kirche, welche den ganzen Tag lang eine Weihnachts-CD aus den Lautsprechern hat klingen lassen (sogar auch deutsche Weihnachtslieder,kaum zu glauben!) Ueberall war es liebevoll dekoriert und man hat sofort gemerkt, dass die Stadt von Christen gepraegt ist.
Strand in Anjuna
Kirche in Panjim
Kirche by night
Den Heiligen Abend haben Vivian und ich wie ein altes Eherpaar auf einem romantischen Dinnerboot auf dem Mandovifluss verbracht. Nebem einem koestlichen Buffet und einer kleinen Tanzflaeche durften wir auch (man glaube es kaum)in den Genuss eine INDISCHEN Weihnachtsmannes kommen. Herrlich, konnte der vielleicht tanzen!
Anschliessend sind wir dann noch in die Christmette gegangen, um den Weihnachtsabend ausklingen zu lassen. Es war wirklich sehr schoen. Die Messe wurde in sehr verstaendlichem Englisch gehalten und von einem Gospelchor begleitet. Also wirklich perfekt.
In der Christmesse (alles spielte sich draussen ab!)
Unser Dinnerboot am Heilig Abend
Santa Claus stuermt die Tanzflaeche
Eine koestliche Weihnachtsfischplatte
Nach einigen Strandausfluegen und der Besichtigung Old Goas (in der es wirklich NUR Kirchen gibt) sind wir dann in den noerdlichsten Norden Goas nach Arambol aufgebrochen. Arambol, so muss ich erklaeren, wird als DER Hippiestrand Goas tituliert, der noch nicht wie die anderen Straenden erbarmungslos von den Pauschaltouristen eingenommen wurde. Und so war es auch. Wieder einmal hatten wir Glueck und haben eine Strandhuette direkt am Meer bekommen!
Unsere Strandhuetten in Arambol
Ausblick
Artist beim Sonnenuntergang
Hippisession
Morgens aus der Strandhuette
Anjunamarket
Na ne Kuh am Strand halt...Wird ja wohl erlaubt sein!
Die etwas untypischen Baueme Goas. Ja und die Vivian natuerlich
Vagator Beach von oben
Gewuerze in Anjuna
Arambol ist ein kleines Paradies und ich hoffe fuer diesen Ort, dass er es auch bleibt. Hier trifft sich jeder und alles und den meisten Spass bereitete mir, die taegliche zum Sonnenuntergang veranstaltete Musiksession der Hippies (man verzeihe mir meine Ausdrucksweise!). Viele Menschen, meist immer die selben, kamen an einem bestimmten Ort zusammen und brachten ihre Instrumente oder dergleichen mit, um eine spontane Session zu machen. Die Atmosphere ist wirklich gaensehautreif und es ist lohnenswert stillschweigend dabeizusitzen. Am meisten beeindruckte mich der spontane Gedichtvortrag eines Amerikaners am Lagerfeuer. 10 Minuten aus dem Stehgreif! Die Runde wurde dann stets spontan an jeden weitergeben der etwas darzubieten hatte.
Nach 4 Tagen Relaxen in Arambol und dem Besuch des Hippiemarkts in Anjuna (reinste Kaufhoelle) sind wir zurueck nach Panjim gekehrt und haben uns dann mit zwei anderen Maedels, eine davon meine ehemalige Mitbewohnerin, getroffen. Gemeinsam haben wir dann in das neue Jahr reingefeiert. Wir sind zum Strand nach Calangute gefahren und waren bei Ankunft mehr als schockiert, als wir sehen mussten, welch TouristenMASSEN uns begruessten. Aber wirklich Massen und hauptsaechlich nur Inder, bzw. konkreter, indische Maenner. Dennoch war es wahnsinnig genial. Entlang des Strandes sind wir dann von Bar zu Bar geschlendert und haben uns in der Beachparty niedergelassen, dessen Musik uns gerade am Besten gefiel. Nicht lange und wir fanden Anschluss an einer englischen Junggesellenrunde. Darueber, muss ich ehrlichweise gestehen, war ich sehr gluecklich, denn es erschien mir doch etwas sehr bedrohlich beim Tanzen von einer Masse von indischen Maennern umzingelt zu sein. Aber die Jungs aus England haben uns einsatzkraeftig bewacht und so konnten wir in bester Laune in ein neues Jahr 2007 feiern. Aber hey, man glaubt es kaum. Ich war wirklich sehr ueberrascht zu sehen, wie Inder feiern. Voellig exzessiv und betrunken springen sie im Gebruell auf die Tanzflaeche. Nur komisch dass die strenge und sehr konservative Zurueckhaltung bei Tageslicht ein ganz anderes Bild vermittelt. Da soll mal einer schlau draus werden.
Nun bin ich fuer meine letzten 3 Wochen in Kundapur und versuche meinen Teil des Projekt zu Ende zu bringen, in dem ich Ende des Monats eine Austellung meiner Arbeit eroeffne. Dann breche ich am 27.01. auf in den Norden Indiens und versuche mich in einer Kamelsafari in der Wueste Rajasthans. Die Betonung liegt auf "versuche".
Also ich hoffe ihr seid alle gut reingekommen, in das neue Jahr. Lasst mal von euch hoeren, wie.
Adios,
eure Karin
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