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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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In Delhi, nach einer 19-stuendigen (!!!!!!!!) Zugfahrt, ENDLICH angekommen finde ich nun ein wenig Zeit um euch etwas von Rajasthan zu berichten.
Wie bereits erwaehnt, der Norden ist so voellig anders als der Sueden. Am Flughafen angekommen habe Vivian und ich uns in eine sogenannte "Prepaid"-Rikshaw gesetzt (man zahlt im voraus. Was es hier nicht alles gibt!) und sind durch die Altstadtgassen zu unserem Guesthouse "Cosy Guesthouse" gefahren. Im ersten Moment erlebt man einen zweiten Kulturschock in Indien. Verwinkelte kleine Gassen, die sich ihren Weg auf und ab durch die Stadt bahnen. Jodhpur ist die "blaue" Stadt Rajasthans. Und so ist es auch in die Tat umgesetzt worden. Nahezu jedes Haus ist in blau angestrichen und verleiht der ganzen Stadt einen unheimlich schoene romantischen Charakter (wenn man vom Muell und dem Gestank absieht!). Der Altstadteil ist der schoenste der Stadt und ich rate jedem Traveller, sich dort niederzulassen. Wieder einmal bin ich in einem Maerchen von 1001 Nacht. (So wie ich es immer ueberall sehe!
Unser Guesthouse war wirklich cosy (gemuetlich) und so haben wir uns abends auf unserer Dachterasse ueber den Daechern Jodhpurs mit einem kuehlen Bierchen niedergelassen.
Unser Guesthouse
Jodhpur, die BLAUE Stadt
Jodhpur Fort
Palastfenster
Am naechsten Morgen haben wir das Fort Mehrangar erkundet und das ist allemal lohnenswert. Ich rate jedem die dort angebotene Audiotour zu machen und sich von den erzaehlten Anekdoten der Stadt und seinen Leuten berauschen zu lassen.
Jodhpurs Gassen
Ansonsten gibt es in Jodhpur nicht mehr viel zu sehen und zu erleben, als einfach nur durch die Basargassen zu bummeln, was wir dann auch gemacht haben. Da ein paar Fruechte kosten, da ein paar Nuesse erhaschen...
Weiter fuehrte uns eine 5,5 stuendige Busfahrt nach Jaisalmer, die "goldene" Stadt. (Sie ist zwar mehr braun als gold, aber gut, wir sind ja in Indien. Lassen wir es einfach mal gelten!)
Voellig versessen auf unseren Kameltrip haben wir am selben Tag unsere Wuestensafari gebucht. Zu unserer Gruppen gehoerten noch zwei Maedels aus Korea und zwei Maedels aus Israel.
Also gings los. Mit einem Jeep wurden wir 40km weit in die Wueste Jaisalmers verfrachtet und mit ein paar Nomaden, unsere Kamelfuehrer, dort ausgesetzt. Beim Anblick unserer Kamele hatte ich dann schon ein etwas flaues Gefuehl im Magen. Nun jut, schnell die Lawrence-von-Arabien-KLuft bzw. den Indiana Jones-Dress uebergeworfen und rauf aufs Kamel. Moriya, mein Kamel war ein Glueckstreffer. Gemuetlich faul trottete es vor sich hin, also PERFEKT fuer mich! 
Nun hiess es die ersten 3 Stunden auf dem Ruecken des Kamels die Wuestensteppe zu geniessen. Hat auch gut geklappt, aber Joseph, Maria und das kleine Jesuskind, ich wusste nicht dass mein Hintern sooooo schmerzen kann. Breitbeinig und voellig versteift wird man von dem ruckelnden Kamel durchgeschuettelt bis auch der letzte Muskelstrang seinen Senf dazu geben konnte.
Also wir machen halt in mitten von Nirgendwo, unter einem schattigen Baum. Erst mal ein bisschen Nikotin um die Schmerzen zu lindern bzw zu ueberdecken. Waehrend wir uns auf einer Decke mit Chai-tee und einem Kartenspiel ausruhen, bereiteten unsere Kamelfuerer die Feuerstelle fuer unser Mittagsessen vor. Chapati, Gemuese und Obst. Abenteuerlich lecker!
Dann hiess es wieder rauf aufs Hoeckerchen um den naechsten Brunnen zu suchen, damit wir Wasser fuer unsere Nacht schoepfen konnten. Unterwegs haben wir halt in einem kleinem muslimischen Wuestendorf gemacht. Die Bewohner waren bei unserem Anblick sichtlich aus dem Haeuschen Touristen in der Wuese zu sehen und die Kinder haben uns an den Haenden in ihre Haueser gezehrt. Es war faszinierend zu sehen, wie leicht man diese Leute mit einfachen Dingen begeistern kann und wie schnell man in Kontakt kommt. Tolles Erlebnis!
Das Schoenste des ganzen Wuestentrips war der Abend bzw die Nacht selbst. An einer Sandduene haben wir uns niedergelassen und waherend wir Maedles den Sonnenuntergang von den Hoehen einer Duene bewundert haben, haben unsere Kamelfuerer unser Lager vorbereitet. Die Wueste kann so atemberaubend schoen und vor allem geraeuschlos ruhig sein. Duenen wie im Bilderbuch,so dass man sich am liebsten den ganzen Tag runterrollen lassen moechte.
Unseren Abend haben wir dann am Lagerfeuer verbracht waehrend unsere indischen Kamelfuerer Volkslieder aus ihren Doerfern vorgesungen haben bzw. wir haben uns gegenseitig Geschichten aus unseren Laendern erzaehlt.
Die Nacht selber war das groesste Abenteuer von allen. Nur auf einer duennen Decke und mit ein paar Decken gewaermt verbrachten wir die (saukalte!) NAcht unter freiem Sternenhimmel. Aber die Belohung kommt dann mit dem Sonnenaufgang am fruehen Morgen und der Anblick der sich vor einem eroeffnet! Gigantisch schoen.
Nach einem weiterenhalben Tag zu Ross (Kamel) sind wir dann halb schlafend, halb tot in unser Hotel zurueckgekehrt. Es war eine tolle Erfahrung auf meiner lieben, gemuetlichen Moriya, aber ich glaube ich warte noch ein bissel bis zum naechsten Vergnuegen! 
Nach einem weiteren Tag in Jaisalmers Fort und kleinen Basargassen sind wir dann in Richtung Delhi aufgebrochen.
Heute haben wir uns mit dem Leben und Sehenswuerdigkeiten Old Delhis vertraut gemacht. Delhi, eine bisher grosse, laute und zum Teil schockierende Stadt, die es seinen (armen) Bewohnern nicht leicht macht.
Wir werden insgesamt 5 Naechte hier verweilen. Mal sehen die naechsten Tage bringen.
Namaste,
eure Masthani (mein neuer Name aus der Wueste!)
Unsere Gruppe
Wuestendorf im Nirgendwo
Kind aus dem Wuestendorf
In Jaisalmer
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