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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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Ein letzter Gruss...
Ich Schlunz hab vor lauter Freude wieder zuhause zu sein, natürlich ganz vergessen mich auch online bei euch zu verabschieden.
Seit 2 Wochen bin ich wieder in den heimischen Gefilden und naja, was soll man sagen: Es ist immer noch alles beim Alten. Der Alltag holt einen schnell wieder ein und "man gewöhnt sich an alles". Die ersten Tage nach der Ankunft waren noch ein wenig seltsam. Das zeigte sich besonders daran, dass ich auch für nur jede Strecke irgendwie eine Autorikshaw rufen wollte. Nur nix kam. Da musste ich mich wohl oder über wieder auf mein altes Klapperrad schwingen. Auch die Tatsache, sich nicht bei jeder Mahlzeit die Schnute vor Schärfe zu verbrennen, war doch sehr ungewohnt. Aber nicht mehr alles aus dem Rucksack herauskramen zu müssen, sondern einfach den Kleiderschrank zu öffnen war dagegen eine grosse Herzensfreude... 
Jedoch möchte ich noch kurz berichten was ich in meinen letzten Wochen in Indien noch so erlebt und gesehen hatte.
Nach Varkala hatte ich endlich wieder eine sehr angenehme und lustige Reisebegleitung. John, Solange und ich sind gemeinsam in Richtung Süden weitergezogen.In Trivandrum, der Hauptstadt Keralas, wurde man schnell wieder in das indische Stadtleben zurückgeholt. Neben einer kommunistischen Großparade hatte ich das lustige Vergnügen die "India Post" zu besuchen, in der ich wieder ein mal mehr die hilfsbereite und charmante Arbeitsweise des Landes kennenlernen durfte. Geschichte passierte wie folgt: " (Ich) Entschuldigung madam, ich hatte bereits vor 2 Monaten ein Paket nach Deutschland geschickt. Es ist noch nicht angekommen. Können sie mir bitte sagen warum?" - "Wir können Ihnen nicht helfen." - "Häh? Sie sind doch die indische Post, nicht?" - " Ja Madam, aber wir können Ihnen nicht helfen!" - " Ja nee is klar. Tschüss dann..."
Nach 2 Tagen Stadt, hatten wir 3 dann wieder genug davon und sind zum Strand nach Kovalam geflüchtet. Paradies und Shoppinghölle zugleich. Es war wunderschön, besonders wenn man einen Schritt aus seinem Zimmer machte und direkt am Strand stand. Jedoch lauerten bereits die fliegenden Händler hinter jeder Palme um dich beim 1. Schritt mit Tüchern, Taschen und etc. zu attackieren.
Man kann nun mal nicht alles haben, nicht wahr!
Trivandrum
Kovalam
Solange, John und ich (und das leckere Kingfisher-Bier an der Front!)
Fischer beim Netzeinholen
Nach 1 Woche sind meine beiden Mitreisenden zurück in Ihre Heimat geflogen und ich bin alleine aufgebrochen. Und ich habe es gechafft. Ich habe die Südspitze Indiens in Kanyakumari erreicht und es war magisch und beeindruckend. Zahlreiche hunderte Pilger und Touristen kommen hier zusammen (und es war noch Nebensaison. Gott sei's gedankt!) um den Sonnenuntergang gemeinsam zu bewundern. Ich habe mich still und heimlich in eine Ecke gesetzt und das bunte Treiben des ganzen beobachtet.
Weiter trieb es mich in Richtung Norden in die Tempelstadt Madurai. Eine zwar grosse dennoch gemütliche Grossstadt, die ein ganz besonderes Flair verbreitet hat. In noch keiner indischen Stadt habe ich so viel Gelassenheit und Freude erlebt. Der Besuch des grossen Stadttempels war das grosse Highlight. In seinen vielen Gängen und Räumen hätte man sich den ganzen Tag aufhalten können.
Kanyakumari
Die Spitze Indiens
Indische Eigenarten Teil I
Mein nächstes Ziel war die Bergstation Ooty, wobei der geniale Aufstieg in die Berge mit dem Nilgiri Blue Mountain Train (Toytrain) viel beeindruckender war als der Zielort selbst. 6 Stunden fährt man durch die stetig wechselnde Landschaft, passiert Tunnel und Schluchten und bewundert die mehr als grünen Teeplantagen. Für jeden Indienreisenden bitte eine dringendes Muss! Ooty wurde nicht nur geschichtlich durch die Engöänder geprägt, sondern auch das Wetter wurde 1:1 übernommen. Regen, Regen und ach ja Regen!
Tempel in Madurai
Tempelfassade in Madurai
Indische Eigenarten Teil II
Aus dem Zug (sogar 1. Klasse!, wenigstens einmal im Leben
)
Die Teeplantagen von Ooty
In meinen letzten Tage bin ich wieder zu dem Ort zurückgekehrt an dem es vor 7 Monaten begonnen hatte - Bangalore. Mit Shoppen, Shoppen, Shoppen habe ich mich gebührend von Indien verabschiedet und noch mal alles in mich aufgenommen. Die Gerüche, Geräusche, Bilder und Stimmen Indiens. 6 Monate meiner gesamten Zeit habe ich in diesem Land verbracht und dieses Land hat mich in vielen Dingen gelehrt und geprägt. Am meisten habe ich über mich selbst gelernt.
Mein Resümee: Indien ein Land der Extremen, das man so akzeptieren muss wie es ist. Man kann es nicht verallgmeinern. Ein bunter Mix aus verschieden Traditionen und Eigenheiten. Viele Menschen behaupten "Entweder man liebt Indien oder man hasst es." In gewisser Weise stimmt es. Jeder Tag ist eine neue Überraschung und ein neues Extrem. Man weiss nicht was einen als nächstes erwartet und ich habe gelernt Dinge so zu akzeptieren wie sie sind. Indien, ein rätselhaftes und verzauberndes Land. Es setzt sich zusammen wie ein Puzzel mit vielen verschiedenen Teilen. Ich weiss genau, es war nicht meine letzte Reise...
Ich möchte mich auch noch bei allen Bedanken die mich bei meiner Reise so liebevoll unterstützt haben und gespannt meine Berichte verfolgt hat. So manches Feedback hat mir viel Freude bereitet.
Ein lieber Gruss wieder aus dem schönen Duisburg
Eure Karin
| anonym | ||
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Hallo Karin, vielen dank für die vielen Infos und schönen Fotos und dier texte von dir sind klasse Danke LG mike | ||
| Manne der Weltenbummler ;-) | ||
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Hast du wirklich sehr toll geschrieben und dir sehr viel Mühe gemacht ... Solche Erlebnisse, solche Kontraste und solche Abarten zum europäischen Leben will und kann man nicht vergessen ... Kenne das ... Weiter so ... Gruß Manuel | ||
| Nele Harwardt | ||
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| Ich habe mit Begeisterung deinen Reisebericht gelesen, weil ich ähnliches nach dem Abi 2012 auch vorhabe. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du mir kurz eine Email schreiben könntest über deine Entsendeorganisation und wie du dich dort beworben hast. Vielen lieben Dank, Nele (nele_harwardt@hotmail.de) | ||
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