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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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Hallo Ihr Lieben,
es ist immer so schwer alles kurz und kompakt in einem Reisebericht zu verfassen. Aber nun bin ich endlich in Kundapur. Ich sitze gerade in einem indischen Internetcafe und man fuehlt sich ein wenig in die 60er Jahre zurueck versetzt. Alte Stuehle, lustige Vorhaenge vor den Kabinen und eine Inderin staubt hier lustig mit einen selbstkreirten Besen den Boden UND es ist, sehr, sehr tropisch heiss. Man kann es sich als Europaer kaum vorstellen. Zur Zeit ist hier Winter. Na dann Prost/Mahlzeit wenn der Sommer kommt.
Ein kurzer Einblick in meine letzten Tage:
Am Dienstag bin ich in Bangalore gelandet. Ein kleiner Schock trifft einen, wenn die Dusche nach knapp 50 Std. Flughafen nur aus einem dreckigen Eimer besteht. Aber don't worry. Ich bin in Indien.
Am naechsten Tag ging es dann zum FSL-Haus, unsere Organisation. Nach einer kurzen Staerkung haben Vivian und ich mal das Rikshafahren ausprobiert. Das darf man sich hier in Indien so vorstellen: Man steigt ein. Fragt den Fahrer auf Englisch ob er einen zu der aufgeschriebenen Adresse fahren kann. Antwort: nur ein Fragezeichen im Gesicht. Aber ja, ja er weiss es schon! Also gehts los. Hier herrscht Linksverkehr, aber das zaehlt nicht viel. Solange man eine Hupe und Bremse besitzt kann einem nichts passieren. Dann wird ein langer Hebel in Bewegung gesetzt und die Todesfahrt kann losgehen. Rote Ampeln? Kein wirkliches Hindernis? MEnschen und Fahrraeder auch nicht wirklich. Aber es ist witzig, denn alles hat seine Ordnung und der Verkehr funktioniert einwandfrei. Ich habe danach mein Gesicht mit einem weissen Tuch gewaschen. Na so wirklich weiss war es nach der Fahrt nicht mehr.
Am selben Abend sollten wir dann den Nachtbus nach Kundapur nehmen. Es sind wirklich sehr geniale Busse. Man mag es kaum glauben, aber es sind richtige Betten drinnen! Very comfortable!!! Nach 45 Minuten sollten mussten wir umsteigen und unser Bussfahrer sollte uns zum Steig des naechsten Busses bringen. Aber unglaublicherweise ist er ausgestiegen und dann einfach weggerannt. Vielleicht fand er es witzig oder man begruesst hier die Europaer so. Na so witzig war es nicht. Ein guter Tipp: wenn man als europaeische Frau Hilfe braucht, dann sollte man sich an die indischen Frauen halten. Aber generell sind die meisten Inder sehr, sehr liebevoll.
Am naechsten Morgen sind wir dann hier angekommen. Kundapur ist wundervoll. Alles ist gruen und man sieht nur Palmen. Die Strassen sind nicht wirklich welche, aber es ist eine absolut untypische indische Stadt. Das schoene ist, dass die Menschen hier, an das Zusammenleben mit weissen Freiwilligen gewoehnt sind.
Momentan habe ich ein Einfuehrungsseminar hier mit knapp 24 anderen Freiwilligen. Ein typischer Tag schaut so aus:
Man steht morgens auf und nimmt eine Dusche im sehr urspruenglichen Badezimmer. Es befindet sich ein Waschstein in der Mitte. Natuerlich herrscht "Barfuss-Pflicht" im Haus. Anschliessend gemeinsames Fruehstueck, etwas deftiges oder Reis. Hier gibts IMMER Reis auch mittags und abends. Gegessen wird natuerlich mit Haenden und meist auf dem Boden. Die Teller werden draussen in einem Wasserbecken gewaschen.
Gestern haben wir ein College hier besucht. Sinn dessen war der interkullturelle Austausch mit indischen Studenten. Es war eine super Erfahrung. Aber das Aussprechen meines Namens scheint noch ein wenig schwer fuer die indische Zunge. Aber deutsche Spekulatius fanden dort reissenden Absatz. "More cookies Karin, more!!!"
Ich fuehle mich bereits jetzt sehr wohl hier. Man gewoehnt sich sehr schnell an alles, so spartanisch es auch erscheint. Aber so ist Indien. Computer, Kuehe, Saris und Millionen von Goettern! Aber alles funktioniert gemeinsam in einer Kultur.
Sorry, aber anfangs ist es noch schwer sich kurz zu fassen.
Machts gut.
Eure Karin
An den Backwaters von Karnataka
Kundapur - Jungle pur
Im Fischerdorf
Warten im Tempel - man gewoehnt sich dran
Es sagt alles
Lecker...
Shiva himself
Blick ueber Coastal Karnataka
Abends am Strand
Beim Cricketspielen - saugenial!
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