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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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Indien so toll "anders"...
Jetzt bin ich eine Woche hier und was ist nun so alles passiert, werden sich bestimmt so manche in Deutschland fragen! So vieles...
Langsam kehrt der Alltag hier ein, aber nicht so wie man es sich in Deutschland vorstellt. "The Indian way of life" kennt da doch ganz andere Regeln. Eine einzige Busfahrt ist soviel intensiver und erlebnisreicher als man erwartet. All diese leuchtenden Augen wenn man den Bus betritt und laechelt. Indiens Strassen sind bunt oftmals auch laut, aber immer voller Leben und Musik. Nichts erscheint mehr so fremd und es ist interessant wie schnell man sich hier anpasst und Indien fast schon nicht mehr nur als ein Land betrachtet. Indien wird hier lebendig und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie oft ich Indien personifiziere: "Ach drueck doch ein Auge zu. Es ist halt Indien. Es kann ja nichts dafuer. Ist halt so". Hier ticken die Uhren einfach absolut anders!!!
Ich stecke mittlerweile schon mitten in meinem Oekotourismus-Projekt. Momentan ist es noch viel Recherche und Sammeln von Informationen. Also gehe ich fast jeden Tag in die Bibliothek des Colleges hier und greife nach ein paar interessanten Buechern. Langweilig, denken manche? Ganz im Gegenteil. Der Leseraum bestitzt eine Klimaanlage und das ist momentan ein Gut das ich nicht missen mag.
(Kennt ihr das Gefuehl wenn man nichts, absolut nichts macht und es bilden sich Schweisstropfen am ganzen Koerper? Ich kannte es vorher nicht. Jesus, Maria und Joseph. Es ist so warm hier...)Man teilt den Alltag mit indischen Studenten und kommt oftmals ins Gespraech. Kulturen prallen hier aufeinander...Aber intekultureller Austausch ist hier das beste Mittel gegen den Kulturschock.
Es muss nebenbei erwaehnt werden, dass es viel Lauferei in Anspruch nimmt um Besitzer eines indischen Bibliotheksausweises zu werden. Erinnert Ihr euch an "Asterix erobert Rom"? Man gehe mit dem Antrag zum Schalter A, dann zu Schalter C. Nein hier sind sie voellig falsch, sie muessen zu Schalter B. Ach ja und nun wieder zu Schalter A. Ach ich liebe es... Und es ist mein absoluter Ernst. Die Rechnung der (indischen) Chaostheorie geht hier, was Behoerdenkram anbelangt, voll auf.
Am Nachmittag trifft man sich mit seinen europaeischen Mitstreitern auf einen super, sauleckeren Fruchtsaft und wartet bis es 18:00 Uhr wird - dann ertoent der Startschuss fue die Moskitos!!! Also schnell heim... Die Gastmutti faengt schon mal mit den Vorbereitungen fuer das Abendessen an! Und oh Wunder, oh Wunder! Wir finden Reis auf unseren Teller
Indisches Essen ist aber dennoch sehr abwechslungsreich. Man bekommt selten hier in einer Woche 2x das selbe. Scharf aber lecker! Gott sei es gedankt, dass ich eine Familie bekommen habe, die auch Fisch und Chicken gerne auf dem Teller sehen.
Am Freitag (den 13.) haben wir mit 9 Freiwilligen einen Boottrip auf den Backwaters (=Fluesse) gemacht. Wir sind in ein nahegelegenes Fischerdorf gelaufen und haben auf gut Glueck einen Fischer gefragt ob er uns in seinem Boot mitnimmt. Es war wahnsinnig entspannend. Und der Fischer wollte gerade mal fuer alle Personen insgeamt nur 100 Rupies haben. ZWEI Euro, ein paar Cent pro Person! Wir haben gerne mehr gegeben und das herzliche und mit Dank erfuellte Lachen dieses Mannes hat unseren und ich denke auch seinen Tag erfuellt. Solche Momente zeigen Dir doch noch mal das wahre Gesicht des Landes. Voellig unberuehrt vom Tourismus.
Gestern haben wir mit den Freiwilligen eine Aufklaerungstour in die Fischerdoerfer am Strand gemacht. Sinn dessen: der Schutz der lokalen Schildkroeten. Gemeinsam mit indischen Studenten sind wir in Gruppen von Haus zu Haus gegangen und haben mit Fischermaenner gesprochen. Es war sehr interessant. Ebenso auch die Gespraeche mit den Studenten. Nach nicht allzu langer Zeit haben sie gemerkt wie gerne ich Blumen mag und kurze Zeit spaeter war mein Kopf ein reinstes Blumenbeet, wahrscheinlich auch Kuschelecke fuer zahlreiche Tierchen. Aber hey, sowas entschuldigt man gerne mit: "Man ist ja in Indien"!
Trotz entgegen aller Erwartungen musste ich auch hier feststellen, dass indische Straende ein wahrer Garten Eden sein koennen, menschenleer und Palmen bis zum Horizont.
Es war eine sehr tolle Woche und sie hat mir gezeigt, dass Indien eine gute Entscheidung war. Jeder Tag zaehlt hier und man weiss es hat und macht Sinn!
Naechstes Wochenende ist Diwali (Lichterfest). Wie erklaerst man es am schnellsten? Man nehme ein bisschen Silvester, wegen des Feuerwerkes und Karneval, wegen der Suessigkeiten und feiert fuer 4 Tage in vollen Zuegen. Ich bin sehr gespannt. Unsere Gastfamilie will am WE gemeinsam die Vorbereitungen mit uns machen.
Also Ihr Lieben,
Bis bald
Eure (ach so nun schoen braungebrannte) Karin 
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