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Ein Traum wird zum Albtraum...
Indische Hochzeiten und andere Kuriositaeten
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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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Mein Einmonatiges naehert sich...
meine Tage hier vergehen wie im Fluge und jeder neuer Tag, ein Unikat. Vorletztes WE war ich auf einer indischen Hochzeit mit 1200 Gaesten eingeladen.
von oben links: Vivian, Sande, Katja und Ich (meine Zimmermaedels)
Eine Erfahrung der absolut anderen Art. Man nehme eine deutsche Hochzeit und stellt sich das Gegenteil dazu vor
Es war zwar eine christliche Hochzeit, aber mannomann, so ganz "anders". Alle Gaeste sitzen wie im Theatersaal auf Stuehlen und das Brautpar dementsprechend auf der Buehne. Das Essen wird auf den Stuehlen serviert und auf dem Schoss eingenommen. Zwischendurch fuellen ein paar Programmpunkte auf der Buehne die Zeit. Dann wird die Tanzflaeche gestuermt: die Mixture von tanzenden, weissen, weiblichen Freiwilligen und dunklen, maennlichen Indern im Einklang zu Sashas "I feel lonely" bietet ein perfektes Fotomotiv!
Am Abend mussten wir zum Strand weil 300 Schildkroeteneier gefunden wurden, die wir dann in ein sicheres Gehege gelegt haben, um das sichere Auschluepfen zu gewaehrleisten. Die Bekannschaft des alten Fischers Dhasi rundete den Abend ab. Er spricht kein Wort Englisch und ich kein Wort Indisch. Aber wortlos gibt er uns Kokosnuesse zu trinken und erfreut sich an unserer Naehe.
Dhasi, der alte Fischer
Die "Strandcrew"
Die Woche darauf feierten wir Diwali, das indische Lichterfest. Es ist ein bisschen wie Silvester. Jeden Abend, und das 4 Tage lang (!!!) werden die indischen Boeller und Kracher ausgepackt und dann wird losgeknallt was das Zeug haelt. Die verrueckten Inder! Sie haben Stromausfall am Laufenden Bande und die Strassen sehen aus wie Sau, aber Knaller kaufen die sich en masse! Wenn man sich wundert warum soviele Inder mit verbundenen und verbrannten Haenden auf der Strasse anzutreffen sind, weiss man, es ist Diwali. Na solange es nicht meine Hand ist, wa? 
Diwalifeuerwerk
Das letzte Wochenende war ein absolutes Abenteuer. Mit 8 anderen sind wir Samstag frueh zu den Jog Falls (Wasserfaellen) gefahren. Die knapp 5-stuendinge Bussfahrt fuehrt durch die gruenen Berge der Westghats. 5 Stunden sind nicht lang, denkt ihr vielleicht? In einem indischen Bus kann es eine Ewigkeit sein, wenn der Fahrer in Schlangenlinien und im Todestempo durch die Kurven brettert, mit steilem Abhang versteht sich.
Endlich im Guesthouse angekommen haben wir uns auf die Socken zum Wasserfall gemacht. Eine 3 stuendige Wanderung lag vor uns. Die Spitze zu erreichen ist nicht schwer, aber der Weg zum Boden des Wasserfalls stellt schon wieder eine andere Herausforderung. 1300 "indische" Treppenstufen abwaerts, Stufen, die eigentlich keine sind. Halbwegs unten angekommen fuehrt uns der Weg weiter ueber zahlreiche Felsen und Bachlauefe. Also Aermel hochkrempeln und klettern was das Zeug haelt. Etwas waghalsig war es schon, aber so ein Adrenalinstoss zwischendurch erfrischt Leib und Seele. Ich frag mich heute noch, wie manche Inder es tatsaechlich geschafft haben, den ganzen Weg BARFUSS zu bewaeltigen. Die Inder, die Verrueckten!
Dann ein Picknick am Fusse des Wasserfalls... Ein Bild das ich nie wieder vergessen werde. Also ganz entgegen der oeden Beschreibung des Lonely Planets, war es wirklich GENIAL! Jog Falls sind sehr empfehlenswet!
Der abendliche Ausblick von unserer Terasse
Jog Falls beim Abstieg
Unten angekommen
Die Kletteraktion
Unser Picknickplatz
Die Belohnung fuer die ganze Mueh' erhielten wir dann am Abend! Ein deftiges Abendessen, ein kuehles Bierchen und die obligatorische Zigarette
Gott sei es gedankt!
Nun beginnt fuer mich eine neue Woche in meinem Oekotourismusprojekt. Ein tolles Projekt, aber ich erwische mich selber immer wieder dabei, wie schnell man einen Arbeitstag in einen Relaxtag auf der Balkonterasse verwandelt und das trotz der deutschen Arbeitswuetigkeit (wie ich hier so oft hoeren muss!)
Also das naechste WE ist schon in Aussicht. Mit meinen Zimmermaedels planen wir eine eintaegige Wandertour durch die gruenen Weiten Kollurs. Mal schauen wie es wird.
Namaskara,
eure Karol (wie mein Name hier auf Indisch ausgesprochen wird!)
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