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Von FRA gehts los nach Bangalore. Nach 6 Monaten Freiwilligendienst geht sie dann los, meine Rucksackrundreise durch Südindien. Angefangen im Osten, einmal mit dem Finger im Uhrzeigersinn über die Karte bis ich wieder in Bangalore lande. Nach nem 5-tägigen Päuschen in Bahrain gehts zurück nach BRD. Mal schauen wie es wirklich wird!?! Oder wie war das noch mit dem Leben und der Schachtel Pralinen?!?
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3 Tage Mysore und das Reisefieber wird geweckt.
Gemeinsam mi Vivian (aus Holland) und Jae (aus Korea)habe ich meinen WE-Trip nach Mysore gestartet. Das hiess, 10 Stunden Nachtbus... Ihr kennt ja bereits meine Beschreibung zu indischen Bussen bzw Strassen.
Am Samstagmorgen in der Frueh angekommen haben wir uns gleich in Richung Lalitha Mahal Palace bewegt, ein 5 Sterne Hotel, erbaut 1921 vom Maharadscha von Mysore. Nein leider hab ich hier nicht unverhofft im Lotto gewonnen, aber ein Verwandter von Jaes Gastfamilie arbeitet dort und wir wollten ihn besuchen und bei der Gelegenhit gleich mal ein bisschen Luxusluft schnuppern. Nur leider sahen wir nach 10 Stunden Nachtbus aus wie die letzten Bauerntrampel. Begruessend waren die Blicke des Hotelpersonals dementsprechend nicht wirklich! Dank seiner Freundlichkeit hat Joseph uns eine Unterkunft beschafft, im Zentrum von Mysore. Es ist eine christliche Mission, die gelegentlich Reisende beherbergt. Aber ein eigenes Zimmer mit eigener Terasse und Bad fuer rund 2 Euro die Nacht, das nennt man mal ein RIESENGLUECK!
Am Mittag haben wir den beruehmten Obst-und Gemuesemarkt im Zentrum Mysores besucht. Ein absolutet Muss!!! Gassen wie in 1001 eine Nacht und alles was das Kaueferherz (einer Frau) begehrt. Wir drei haben uns natuerlich gleich am ersten Stand von einem Parfuemverkauefer um den Finger wickeln lassen. Der war aber auch nett! Gute Taktik sag ich da...Sonst haut es immer hin mit meinem grimmigen Gesicht. Bei den ganzen Dueften und Farben die man hier aufnimmt, erinnert man sich wirklich wieder daran, dass man in Indien ist.
Obstmarkt
Ringelblumen fuer die Tempel
Nach kurzem Shoppinggelage ging es dann weiter zu denn "Brindavan Gardens". Ich empfehele es jedem Reisenden am Abend zu besuchen, denn dann erleuchtet der komplette Park in bunten Lichtern und Wasserfontaenen. Ein wahrer Traum. Aus der normal geplanten 30Min. Busfahrt dorthin wurden dann mal schnell ueber 1 Std. Denn der Fahrer liess sich in seiner Ruhe nicht stoeren. Wir auch nicht, denn unser neuer Motto lautet "Be patient, be quiet. You`re in India!" 
Sicher und gedulig angekommen begruessen uns bereits die indischen Besuchermassen. Also muss erst mal ein Kaffee her.
Coffeebreak
Wir mischen uns unter das indische "Massen"-volk und starten den Gang durch den Garten. Das Highlight kam dann mit der Dunkelheit um 18:30 Uhr. Wir haben uns einen schoenen, ruhigen Aussichtspunkt oberhalb des Gartens gesucht. Dann ploetlich ueberall Lichter und Farben, ein optischer Traum. Toller Moment, tolles Team, nur der Wein fehlt. Gut zu beobachten war auch das indische Phaenomen, des " sich in der Schlange fortbewegen". Es ist wohl eine indische Angewohnt sich jede Sehenswuerdigkeit in einer Menschentraube dichtgedraengt und in Reih und Glied anzuschauen. Na so wirklich entspannend schaut das nicht aus. Aber immer in guter Stimmung sind sie, die Inder! Und immer Musik!
Indisches Besuchverhalten
Der erleuchtete Garten.
In einem Springbrunnen
Zuerueck in Mysore etndekcen wir zufaellig den Fastfoodladen "U.S. Pizza"schlechte Pizza aber nach 7 Stunden genau das was unsere europaeischen Maegen brauchten.
Der nacheste Morgen war unser erster Gang zum beruehmten Maharadscha Stadtpalast. Auch hier wieder ein Traum aus 1001. Dieses Maerchengebilde wird aber leider ueberschattet von seiner Vergangenenheit, denn das Geld fuer diesen Traum hat sich der Fuerst von seinem armen Volk geholt. Dennoch schwelgt Jae gleich in Phantasien, den Palast in 20 Jahren zu besitzen. Maenner und ihren Besitzerwahn! (Sorry 
Im Inneren des Palastes heisst es wieder "Bitte in Reih und Glied und schoen die Luft anhalten". Gut das der Rundgang 45 Minuten dauert meine Wasserflasche sich dem staubtrockenem Ende naehert. Mist!
Mysore Palace am Tag
Typscher Tempel, what else?
Nach den Strapazen goennen wir uns ein majestetisches Mal im neu entdeckten "Pizza Corner". Nach 1,5 Monaten taeglichem 2x Reis war ich im Paradies und mein Magen in der Hoelle. Aber Kaese, eine tolle Erfindung! Leute esst so viel davon wie ihr nur koennt!
Das Programm ist straff also auf nach "Srirangapatna". Unser Plan war, dort das alte Fort zu besichtigen, denn mein Reisefuehrer schwaermt eine ganze Seite davon. Dort angekommen stellen wir aber fest: Es existiert gar nicht mehr Unser nichtenglischsprechende Rikshawfahrer versichert uns, dass er dennoch weiss, wo es ist! Ach die Inder! Also standen wir da im IRGENDWO, aber an einem schoenen Fluss. Also Relaxpause. Dort druften wir das typische indische Leben beobachten. Kinder die sich im Wasser tummeln, Frauen die sich baden. Wir kommen schnell in Kontakt mit den Einheimischen. "Yes Madam, what's your name? Where are your from?" . Recht kurze Konversationen, aber auch fein!
Am Flussufer
Der Sprung ins kalte Nass
Indische Polonaise(?)
Opa und Enkel beim Bad
Der Besuch des nahegelegenen Vishnutenmpels war seinen Fussmarsch wert, aber bot mir eine weitere Frage. Was ich am Hinduismus nicht verstehe ist, dass die Glauebigen selbst fuer ihre Gebete und Messen eine Gebuehr an den Priester zahlen muessen. Ist es das was Glaube ausmacht? Ich denke nicht...
Am Abend kehren wir zurueck zum Stadtpalast, denn einmal in der Woche, am Sonntagabend, ist er mit Tausenden von Lichtern hell erleuchtet. Ein Spektakel fuer das ich keine Worte, nur Bilder finde. Aber der Weg zum Palast war genial. Wir hatten das Glueck in einer Partyrishaw mit Diskolichtern und Musik zu sitzen. Einfach nur geil! Yihahh!
Mysore Palace by night
Na wir und der Palast, wa?
Posing, Posing...
Der perfekte Ausklang war dann ein wirklich empfehlenswertes Abendessen im Parklane Hotel. Die Aufmachung wie im Jungle und gedimmten gruenen Licht UND klasse Livemusik! Ein Bacardibreezer auf unser christlich gesegneten Terasse perfektioniert die Nacht!
Unser kuehles Bier auf unserer Terasse
Der naechste Tag soll uns dann in die Berge der Chamundi Hills fuehren. Mein schlechtes Gewissen plagt mich noch immer, denn unsere Rikshaw hat die steilen 6km gerade so im Fussmarschtempo aufwaerts geschafft. Nach langem Kampf geht dem armen Fahrer doch der Sprit aus. Na er konnt sich wenigstens 6km runterrollen lassen. Auch ein Spaessle!
Der Tempel in Chamundi selbst weckt weniger mein Interesse mehr die Strassen und kleinen Gassen dort. Das beste kommt dann mit dem Abstieg der 1000 Stufen zurueck ins Tal. Ein wahnsinnger Ausblick versuesst uns den Weg und ueber- fast handgrosse Spinnen begleiten uns auf unserer Wegstrecke. Hoelle, was fuer Genzeug futtern die hier in Indien???
Obstpause in Chamundi Hill
1000 Stufen abwaerts
Hiermit moechte ich mich offiziell bei "Pizzacorner" fuer den tollen Abschluss des WE-Trips bedanken. Fast schon hatte ich meine europaeischen Geschmacksnerven abgestorben befuerchtet.
Ein tolles WE! Fast wie zuhause 
Eure Karin
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