13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Zurueck von unserer Trekking-Tour wuenschen wir allen ein
glueckliches und gesundes 2008. Wir hoffen, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet.
Unser Sylvester gestaltete sich etwas unfreiwillig komisch, und war deswegen eigentlich sehr nett. Wir hatten keine Ahnung, ob ueberhaupt was gehen wuerde mitten im Hindu-Indien, waren aber gespannt.
Die Verabredung fuer den Abend mit einem sehr netten deutschen Paar aus Koeln platzte zunaechst wegen schlimmen "Indien Belly" von Heike (Mathias hatte letztens uebrigens Glueck, er war schon noch einem Tag wieder ok).
So zogen wir alleine los ... und fanden und fanden einfach kein nettes Restaurant. Madikeri ist nicht gerade die Stadt-Schoenheit, wenn auch sehr reizvoll in den Bergen gelegen. Schliesslich war uns jedes recht, egal wie's aussah, wir hatten Hunger.
Netterweise kam das Paar dann doch noch nach. Wundersamerweise fanden sie uns - der Hintergrund hierzu, der auch schon witzig genug war, sprengt aber jetzt die Page. Um kurz vor 23 h beschlossen wir nochmal umzuziehen ... und fanden nun keine Location mehr, die ueberhaupt noch offen war! Alles dicht, Madikeri feiert seinen Jahreswechsel nach einem anderen Kalender im April. Hm. Da es der Koelnerin eh nicht so gut ging, gaben die beiden schon mal auf - wir noch nicht. Jetzt war der Plan, wenigstens irgend etwas zu finden, wo wir noch ein Glaeschen Wein (Sekt gibt es sowieso nicht) zu kaufen bekaemen....und landeten tatsaechlich in einer winzigen Hinterhof-Bar. Doch deren einziges Angebot war Scotch und Wodka. Sonst nichts, kein Bier, keine Limo oder so. Hm.
Ok, wir zogen also weiter, um eine Cola zu organisieren - das haben wir dann kurz vor 24 Uhr geschafft, wenn es auch nur noch eine 2-l-Flasche gab. Gut, wir "spurteten" damit also zurueck zur Bar, um den Scotch mit der Cola zu mischen... und so begingen wir den Jahreswechsel (nein, nicht mit den ganzen 2 Litern
). 1-2 Raketen waren zu sehen, mit den anwesenden Indern wuenschten wir uns ein "Happy New Year".
- Klingt bestimmt gar nicht spektakulaer, uns wird dieses Sylvester aber in lustiger Erinnerung bleiben.
Am Tag darauf ging unsere sehr schoene Trekking-Tour los. Tiere haben wir ausser Eidechsen, Voegel (Papageien!) und jeder Menge Schmetterlinge zwar leider keine gesehen, aber der Wald und der Panoramaausblick ueber die Berge waren die Aufstiegs-"Qualen" allemal wert (bei dieser Hitze echt anstrengend, am 3. Tag habe ich ziemlich geschwaechelt).
Einmal stiessen wir immerhin auf deutliche Elefantenspuren - es gibt sie also tatsaechlich. Unser Trekking-Fuehrer erklaerte uns aber auch, dass er die Elefanten strickt meiden wuerde und ging mit uns auch entsprechend vorsichtig weiter. Die wilden Elefantenbullen koennen sehr gefaehrlich werden.
In besonderer Erinnerung wird uns die erste Uebernachtung in einer Open-Air Jugendherbergsanlage bleiben, die wir als Einzige mutterseelenallein bewohnten. Untergebracht in einer einfachen, luftigen Bambushuette auf einer Holzpritsche mit einigen warmen Decken (die Nachttemperatur lag so um gefuehlte 10 Grad) schauten wir noch lange in den Sternenhimmel (sehr romantisch). Strom gab es keinen, die Dusche bestand aus einem Wasserschlauch. Aber das kennen wir ja eigentlich vom LARP - kein Problem, ganz im Gegenteil.
Versorgt wurden wir von einer Inderin mit einem kleinen Sohn - Mathias und er hatten schnell beim Trommeln Freundschaft geschlossen.
Die 2. Nacht verbrachten wir in einem der vielen Homestays bei einer indischen Familie. Sehr ueppiges Anwesen. Ueberhaupt gibt es hier auf dem Lande erstaunlich viele toll angelegte Heime - hier wohnt offensichtlich auch Geld.
Kaffeeplantagen ueber Kaffeeplantagen waren zu sehen und Reisfelder.
Eine sehr, sehr schoene Erfahrung. Wir moechten die Trekkingtouren auf jeden Fall weiter ausbauen auf unserer weiteren Reise auch durch die anderen Laender.