13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Wir sind in Keralas Backwaters angekommen. Suedlicher wird es nun nicht mehr fuer uns. Alles was folgt, ist Rueckreise nach Mumbai. Ein bisschen wehmuetig werden wir, wir haben uns gut in Indien eingewoehnt und wuerden auch gerne noch den Norden entdecken (der allerdings sehr viel heftiger sein soll). Nun, alles geht nicht. Wir haben einen tollen Indien-Einblick geschenkt bekommen, die Bilder werden uns noch lange bewegen.
Und Hurra, es geht ja noch weiter: am 21.01. geht der Flug nach Thailand...!!!
Die weitere Route bis hierher:
Von unserem Tholpetti-Nationalpark ging es mit dem Bus in einer rasanten Fahrt die Berge hinunter (die Busfahrer sind echt verrueckt! - aber man hat trotzdem den Eindruck, sie haben's im Griff). Nun hatte der Strand bei Kannur uns fuer 2 Tage wieder. Wir kamen in einem Home Stay (also wieder bei einer indischen Familie) direkt am Strand unter.
Diesmal war ich aber doch etwas genervt von den staendig starrenden indischen Juengelchen (und war ich doch ganz zuechtig bekleidet). Ich habe diesmal wenigsten einen mit Zurueck-Starren in die Flucht geschlagen. Ah, ich kann's sonst besser uebersehen.
Danach war Kochi an der Reihe. Eine sehr schoene Stadt ueber mehrere Inseln verteilt. Bereits recht touristisch, aber das stoert nicht weiter. Hier haben wir uns "Kathakali" (eine Art Pantomime-Tanztheater) naeher erlaeutern lassen mit Schminkvorfuehrung, Erklaerung der
Fingerhaltung und Gesichtsmimik, gefolgt von der eigentlichen Auffuehrung.
Mathias hatte sich auch noch ein Pilger-Ritual angesehen.
Die Religion ist hier in Indien wirklich sehr greifbar. Es gibt kaum eine Ecke, in der nicht ein kleiner Goetter-Altar oder ein winziger Tempel steht. Es wird aktiv geschmueckt und gebetet. Einmal sass ich zum Beispiel in meiner kleinen Internet-Zelle, als direkt neben 'meinem' Computer Blumen und Kerzen abgestellt wurden. Waehrend ich diese noch fragend betrachtete, lies sich der Mann nicht beirren und wedelte ueber meinen Kopf hinweg mit Raeucherstaebchen und murmelte seine Gebete.
In Alapuzzha wohnten wir neben einer Moschee. Um 6.00 Uhr wurden wir von den Ruf- und Gebetsgesaengen der Muslime, die hier ebenfalls sehr stark vertreten sind, geweckt. Frueh! Aber auch interessant. Danach konnten wir ja einfach weiterpoofen.
Ja, und nun also die Hausboot-Tour. Ein Highlight jeder Indienreise versprach der Blick in den Reisefuehrer. Aber wie das ja immer so mit den Versprechungen ist. Die Tour war zwar wirklich wunderschoen, alles andere waere vermessen zu sagen bei den tollen palmenumsaeumten Ufern. Aber wir waren doch etwas enttaeuscht, nur die "Autobahn-Stecke" gezeigt zu bekommen. Aber was soll's.
Es war dekadent, mit 2 Bootsfuehrern und einem persoenlichen Koch in einem Traumboot durch tolle Landschaften zu schippern und zu naechtigen - hach, aber schooooooeeen!
Wieder kleine Eindruecke: