13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
...in Teilstuecken zu 10 - 8 - 13 Stunden, unterbrochen von einem Strandtag in Goa/Benaulim. Alles steht Kopf, alles schwankt.
31 Std. Minimum liessen leider keinen Spielraum fuer eine alternative Rueckstrecke, wir sind die gleiche Route einfach nochmal zurueck gefahren. Alles andere haette nur noch viele, viele Stunden mehr bedeutet. So hat sich der von Deutschland aus vorgebuchte Flug leider als Fehlplanung entpuppt und war auch nicht mehr kostenguenstig zu korrigieren. Aber was soll's, nun sind wir in Indiens Zuegen wirklich heimisch geworden.
Heute durch Bombay laufen wir mit ganz anderen Augen, es sieht hier direkt geordnet aus
)
Was bleibt am intesivsten haengen? - Ganz klar das Trekking durch die Berge mit der tollen Pampa-Nacht. Aber auch der Nationalpark mit dem Affen-Picknick. Unsere erste Spritztour mit der Vespa durch Goa war ebenfalls wunderschoen. Und natuerlich all die kleinen persoenlichen Begegnungen mit den Indern und anderen Reisenden, die ich hier alle gar nicht festhalten konnte.
Indien - das war(en)
... das Meer - nicht glasklar, aber schoen warm mit tollen Wellen.
... endlose Straende, oft menschenleer, und all die vielen Palmen.
... exotische Tiere - mal so ganz ohne Zaun und Gitter. Und all die bunten Voegel.
... freundliche, hilfsbereite Menschen - jedenfalls meist. Wir hatten tatsaechlich nur eine einzige Situation, in der wir es vorzogen, den Ort des Wartens zu wechseln, da uns Halbwuechsige etwas zu intensiv nach Geld befragten. Sonst nichts. Alles ruhig, alle Wertgegenstaende noch da.
... bunte Farben und all die Frauen in ihren Saris. Weiter suedlich trugen die Maenner oft Lungis, eine Art Geschirrspueltuch-Rock, meist zum Mini hochgebunden.
Wie lange wird das ueberdauern? Jeans + Co. halten auch hier schleichend Einzug.
... fremde Moralvorstellungen. Frauen sollen keine Schultern und Beine zeigen - Bauch scheint ok zu sein. Haendchen halten oder gar oeffentliche Kuesse sind wirklich noch tabu, war kaum zu sehen. Dafuer gehen hier viele Maenner aber Hand in Hand, ohne deswegen zwangslaeufig schwul zu sein (na ja, irgendeinen Ausgleich braucht man halt
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... Moskitos in ertraeglichen Mengen. Puh, keine Malaria bisher. Ausatmen. Wir hatten uns nach Beratung nur fuer Stand-by Prophylaxe entschieden, da eine Dauermedikation auch nicht ganz unproblematisch ist. Nur in Afrika werden wir nicht drum herum kommen.
... nette, schlichte und guenstige Zimmer. Da es immer einen gut verschliessbaren Tuerriegel und Gitter an den Fenstern gab, war das Thema Sicherheit kein Problem. Da hatte ich schlimmeres erwartet.
... endlose Zug- und Busfahrten. Die Zuege mit ihren stets offenen Tueren, in denen die Menschen sassen. Luftig. Und die 'Zauberbusse', in die irgendwie immer doch noch mehr Leute reinpassten, als wir uns vorstellen konnten. Reisen ist in Indien relativ problemlos, wenn auch anstrengend.
... dieses typische Kopfwackeln (gibt es bei uns so nicht). Heisst da nun ja oder nein? Wir haben es nie ganz rausgefunden.
... Inder, die selten "weiss ich nicht" sagen und uns mit manchen halbwahren Antworten einige graue Haare gekostet haben.
... scharfes Essen. Ich bin nun Experte in vegetarischem Gemuesereis, das mildeste, was ich auftreiben konnte.
... Laerm. Und Muell, Muell, Muell. Ich versuche ernsthaft es zu verstehen, tue mir aber sehr schwer damit.
Oh, und dieses Spucken, das ich gar nicht genauer beschreiben moechte. Na ja, andere Laender, andere Sitten.
... Stomausfaelle. Ich wage es nicht, eine Prognose abzugeben, wie lange Indien fuer den Anschluss an den Westen benoetigt. Ich denke, eher noch laenger - und werde es bestimmt zu Hause mit Interesse verfolgen.
... indische Toiletten und Duschen. Erstere das beruehmte Loch im Boden. Zweitere stets kalt und oft nur aus einem Wasserhahn in Kniehoehe bestehend. Aber man gewoehnt sich an alles, das war nur halb so wild.
... ein friedlicher (hier jedenfalls) Mix der Religionen und Sprachen (Hindi ist gar nicht das verbindende Element, jeder spricht hier sein eigenes "Sueppchen" - und leider wenig Englisch).
... und all das, was ich jetzt vergessen habe
)
Indien - traumhaft oder grauenhaft? Weder noch, aber unglaublich spannend und interessant.