13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Nun ist es also losgegangen. Wir gehen mit grossen, staunenden Augen durch die Stadt. Es ist eines, darueber zu lesen, es nun zu sehen ist aufregend. Unserer Reisefuehrer "Lonely Planet" war sehr gut, vieles dort Beschriebe sehen wir hier 1:1 wieder. Das Wort "strange" geht mir permanent durch den Kopf. Aber das schoene ist, wir gehen staunend, aber nicht abgestossen hier durch. Ich wusste nicht, wie wir dies alles hier aufnehmen wuerdenkoennen, aber ich glaube, nach einem Tag schon sagen zu koennen, dass wir gut klar kommen werden.
Die groesste Ueberraschung ist, dass die Bettlerei nur sehr dezent ist. Man wird hin und wieder leise angesprochen, wenn man nicht reagiert wird man aber auchschnell wieder in Ruhe gelassen. Das kennen wir aus Aegypten wesentlich schlimmer. So koennen wir also recht ruhig durch die Strassen schlendern. Aber ruhig ist auf jeden Fall das falsche Wort: hier wuselt es in jeder Ecke nur so - sooo viele Menschen. Und hupen, hupen tuen die Inder offensichtlich fuer ihr Leben gerne. Lustig. Ach, und nachts der Gockel ist auch amuesant, der hat noch nie was vom 6-Uhr Weckruf gehoert, sondern krahet begeistert die ganze Nacht. Ich werde heute Abend mal ein ernstes Wort mit ihm reden ;o))
Es gibt wunderschoene Gebaeude an jeder Ecke, wenn auch groesstenteils recht heruntergekommen. Und ja, der Muell ist allgegenwaertig. Aber darauf waren wir vorbereitet, ich kann das ganz gut durch mich durchlaufen lassen, es ist nicht schlimm.
Aber vielleicht nochmal kurz von Anfang an: Wir wurden ja unglaublich genau gefilzt am Flughafen (Gulf Air). Sogar die Socken haben sie abgetastet. Aber eigentlich gut, um so sicherer ist's ja. Der Zwischenaufenthalt in Bahrain (eine Insel unterhalb Kuwait uebringens) war schon sehr aufregend: soo viele Scheichs, aber auch jede Menge anderer Nationalitaeten.
Und dann war's soweit: Anflug noch bei Dunkelheit, bis wir draussen waren, war's dann aber hell. Wir sind vorsichtig rausgegangen, Trauben von auf uns zustuerzender Menschen erwartend - und nichts war. Nur 1-2 Taxifahrer kamen, der Rest wartete. Wir nahmen aber den Bus quer durch Bombay. So arm, ja. Aber auch so interessant. Wir sassen einfach nur wie 2 grosse Schwaemme da, die Eindruecke einsaugend. Schnell muss man sein in den Bussen. Sie halten wirklich nur Sekunden, keine Tueren (auch in der Bahn nicht), die Leute springen schnell auf und ab, einige kamen auch manchmal nicht mit.
Weiter ging's mit der Bahn, Unmengen an Menschen in den Abteilen - merkwuerdigerweise nur Maenner. Das klaerte sich dann spaeter auf: Maenner und Frauen fahren getrennt in Abteils, ups!
Wir haben uns fuer den Start erstmal ein Hotel geleistet. In Deutschland wuerden wir in so eines keinen Fuss setzen, aber es ist ok und einigermassen sauber. Unsere kleine Ausruh-Oase nach all den Eindruecken.
Wir haben bisher sehr nette, hilfsbereite Inder kennen gelernt, auch am Fruehstueckstisch ergab sich gleich ein interessantes Gespraech, Mathias berichtet darueber bestimmt online.
Bilder findet ihr unter der Rubrik "Bilder"
Viele Gruesse Euch allen