13.11.07: Noch 3 Wochen und dann geht's los, wow. Höchste Zeit für die letzten Vorbereitungen. Und auch ein Online-Tagebuch soll her - für alle, die ab und zu mal schauen möchten, wo wir gerade stecken. Herzlich Willkommen!
Warme Sonnenstrahlen sende ich flugs nach Deutschland, damit es nicht noch mehr Erkaeltungskranke gibt. Das sind ja keine schoenen Nachrichten aus der Heimat.
Waehrend wir hier in der - jetzt wieder ununterbrochen wolkenlosen - Sonne bruzzeln, ist Kaelte nur schwer vorstellbar, aber wir fuehlen trotzdem mit.
Aber glaubt mir, Weihnachten ist dafuer in der Kaelte trotzdem wesentlich weihnachtlicher und schoener als bei uns in der Sonne (aber das ist natuerlich nicht wirklich eine Beschwerde
).
Doch wir haben es uns auch nett gemacht. Auch wenn von ein paar wenigen bunten Glitter- und Lichterketten in den Baeumen nicht wirklich Weihnachtsfeeling aufkam, haben wir am Strand dem Sonnenuntergang unsere Weihnachtslieder entgegen geschmettert und fuerstlich Fisch diniert (Red Snapper, hm lecker). Nach Telefonaten mit unseren Lieben daheim ging es dann noch in die Messe in Agonda (suedlichster Zipfel Goa). Gestopfte voll war es dort, hauptsaechlich Einheimische, alle im feinsten Zwirn, die Herren sogar im Anzug (das sieht man hier sonst gar nicht) - und wir Touris etwas abgerissen dazwischen, hm. Die Messe ist der unsrigen katholischen sehr aehnlich gewesen. Freundlicherweise hat der Pfarrer auch einige Worte direkt an die Touristen in Englisch gerichtet, der Rest war Hindi. Nach einer Stunde dachte ich dann vorsichtig darueber nach, ob die Messe wohl 2 Stunden geht (Start 23.15 h).... sie ging. Hui, das war laaaang. Aber trotzdem schoen, das mitbekommen zu haben!
Oh, und nicht zuletzt zu erwaehnen die leckeren Plaetzchen von Mathias Mutter - auch wenn es nur noch Kruemel waren nach 3 Wochen Rucksack tragen - das war prima!!!
So, zurueck zur Route. Wir haben von Vagator aus noch einen ganz fabelhaften Nachtbasar (super, danke fuer den Tip Judith und Thomas!!!) besucht. So bunt, so vielfaeltig, da fiel es schwer, das Geld beisammen zu halten. Aber wir haben uns ordentlich satt gesehen. Gerade auch fuer LARPer ein Paradies: viele recht ausgefallene Lederarbeiten. Aber auch Decken, Tuecher, Klamotten, Gewuerze, hochwertiger und weniger hochwertiger Nippes, Livemusik, jede Menge Snacks, etc. pp. Das hat viel Spass gemacht, schade, dass wir den Fotoapparat nicht mit am Start hatten.
Weiter ging es dann nach Agonda. Dieser Strand ist der schoenste bisher gewesen. Wir haben uns trotzdem nur fuer einen Kurzbesuch entschieden, weil uns nun nach 3 Wochen Straende das Hinterland ruft. Aber hier in Agonda haben wir diesmal richtig Nahe viele Delphine gesehen. Klasse!
Von Agonda nach Hassan (Karnataka): das waren an einem Tag 6 Stunden Zugfahrt und am naechsten Tag noch mal 6 Stunden eine wieder sensationell rumpelige Busfahrt. Wir haben viel Landwirtschaft bewundert. Alles noch in muehevollster Handarbeit, bestenfalls Ochsenpfluege. Hier hat man auch zum ersten Mal Unterschiede in den Kasten an der Kleidung gesehen (das denken wir uns jedenfalls). Sonst bekommt man davon wenig mit. Ich hoffe sehr, dass wir noch Inder kennen lernen, die wir etwas zu dem Thema befragen koennen. Mit allem kann man aber auch nicht gleich ins Haus fallen, der Reisfuehrer mahnt nicht zu Unrecht zu Taktgefuehl. Oft scheitert es auch einfach an der englischen Verstaendigungsmoeglichkeit.
Heute standen Tempelbesichtigungen auf dem Programm, da lasse ich besser Fotos sprechen. Bald durchwandern wir das Land auf einer gefuehrten Trekking-Tour.
Das urspruenglichere Indien hat uns wieder - und damit leider auch wieder die Bildprobleme. Ich kuemmere mich darum, aber heute wird es leider nichts mehr.