Indien-Reisebericht :Nordindien

Bikaner --- Jaisalmer: Jaisalmer

Jaisalmer

25.08.2011
Jaisalmer
Heute war Sightseeing angesagt. Wir hatten uns um 10:00 Uhr mit dem Fahrer verabredet, weil er uns ein bischen herum führen wollte. Ich denke ja, heimlich wollte er lieber im klimatisierten Auto herumfahren, als im Hotel rumzuschwitzen... grins.
Wir waren also pünktlich um 10:30 Uhr, so langsam kriege ich ein schlechtes Gewissen weil wir das mit dem aufstehen überhaupt nicht auf die Reihe kriegen, am Auto. Unser Fahrer hatte uns schon suchen lassen.... und ab ging es durch die Hitze Richtung Lodhruva. Diese seit ca. 200 Jahren nicht mehr bewohnte Stadt, ist quasi ein Ruinenfeld. 2 Häuser wurden saniert und der Tempel ist natürlich auch in einem 1a Zustand. Die Stadt wurde damals aufgegeben, weil in nur einer Nacht der Fluss ausgetrocknet ist. Das wiederum passierte, laut Aussage unseres Guides und Fahrers, weil der damalige Herrscher es ziemlich bunt mit der Damenwelt trieb. Die Brahmanen aus Varanasi haben dann zur Strafe für diesen Frevel, befohlen, dass der Fluss austrocknen soll... was er ja dann auch innerhalb einer Nacht tat. Was für eine grosse Geschichte. Aber solche Märchen stehen ja auch in Büchern, die in Deutschland benutzt werden, um Menschen eine gewisse Geschichte in den Kopf zu setzen.
Wie auch immer, wir waren mal aus der Stadt raus. Es war eine himmliche Ruhe, schon aus diesem Grund hat es uns da super gefallen. Man kann sich eigentlich auch nicht vorstellen, dass Wüste so grün sein kann. Wir haben das zwar schon mal vom Sinai gehört, aber noch nicht selbst gesehen. Allein dafür hat sich die Fahrt schon gelohnt. Danach ging es weiter nach Bada Bagh. Das ist die Begräbnisstätte der Herrscher von Jaisalmer. Da stehen so einige Schreine rum, der eine oder andere ist auch schon eingefallen. Als Geschichte zum Tod dieser Herrscher muss man ja wissen, dass, wenn ein Herrscher stirbt auch seine Ehefrau oder -frauen mit ihm verbrannt wurden und zwar bei lebendigem Leibe. Auf mehreren Grabstellen haben wir dann gesehen, dass auch mehrere Frauen da mit beerdigt waren. Da sieht man mal Geschichte hautnah.

Gegen Mittag ging es wieder zurück in die Stadt. Bisht, unser Driver, hat uns dann an der grössten Haveli in Jaisalmer abgesetzt. Das sind wohl 5 oder 6 grosse Häuser in einem Bau zusammengefasst. Darin befindet sich auch ein Riesenshoppingcenter. Aber bevor wir da rein sind, gab es erst mal einen kurzen Mittagsstop, wir hatten wieder mal zu wenig getrunken, also schnellstens nachholen. Frisch gestärkt sollte es in die Schlacht gehen, aber da haben wir die Rechnung ohne die abertrillionen Guides dieser Stadt gemacht. No, we do not want your Money for guiding, ist quasi der vierte Satz eine jeden Inders, alternativ sind ja auch alles Studenten und Schüler, die das führen nur für den guten Zweck machen. Benita ist quasi die Hutschnur geplatzt un wir sind unverrichteter Dinge wieder da raus. Ich meine, es ist ok, wenn man sich die Häuser von innen ansehen will, das man dafür Kohle bezahlt. Aber das man auf Schritt und Tritt, selbst von kleinsten Kindern angegraben wird ist schon arg nervig. Wenn wir einen Weg wissen wollen, gehen wir in ein Restaurant, trinken was und fragen dann beim gehen, wo es lang geht. Und selbst da kann es Dir passieren, dass dir ein Guide an die Backe genagelt wird. Egal ...
Wir sind dann nochmal ins Fort hoch um noch ein bischen rumzustöbern, das haben wir dann aber schnell aufgegeben und sind zurück ins Hotel. Am frühen Abend noch bissel im Internetcafe rumsurfen und dann sind wir zum Gadi Sagar. Einem ziemlich grossen See, am Rande der Stadt. Das ist eine sehr schöne Anlage und darin leben, wie sollte es anders sein, heilige Fische. Ich würde sagen das sind Welse, aber was für Brocken. Das die Tiere heilig sind, werden sie natürlich auch von den Anwohnern gefüttert und zwar mit Toastbrot. Da bringt dann jede Familie ein Toastbrot mit und schmeisst es in den See, es sind sehr viele Fische und so bilden sich regelrecht Gewühle im Wasser... unglaublich. Den Sonnenuntergang hatten wir leider verpasst, da wir zu lange im Indernetcafe rumgelungert haben.
Zum Abendbrot sind wir wieder ins Hotel, dieses mal haben wir allerdings nur indisch gespeist, nicht mehr rajastanisch. Ich glaube wir haben heute in der Wüste wachsen sehen, was wir gestern Abend gegessen haben. Gut ... beim Aloo Gobi fehlte zwar das Gobi ( also der Blumenkohl), aber wer vermutet schon in der ungarischen Gulaschsuppe einen Ungarn....
Unser Bisht kam noch schnell vorbei und meinte schon, morgen so gegen 09:00 Uhr geht es weiter. Das sagt dann schon mal alles... oder?

Das Fort von Jaisalmer, vom Dach unser Unterkunft

Das Fort von Jaisalmer, vom Dach unser Unterkunft

Eingang nach Lodrhuva

Eingang nach Lodrhuva

restauriertes Haus....

restauriertes Haus....

im Haus drin .... wer hätte das gedacht.

im Haus drin .... wer hätte das gedacht.

da leben doch noch welche ....

da leben doch noch welche ....

der Tempel

der Tempel

und so sieht es dort sonst aus ...

und so sieht es dort sonst aus ...

noch ein Bewohner ... oder Bewohnerin

noch ein Bewohner ... oder Bewohnerin

Wüste lebt wirklich ....

Wüste lebt wirklich ....

hier .... schon wieder.

hier .... schon wieder.

das ausgetrocknete Flussbett. Allerdings hat es gerade ein paar Tage ziemlich geregnet.

das ausgetrocknete Flussbett. Allerdings hat es gerade ein paar Tage ziemlich geregnet.

die Begräbnisstätten

die Begräbnisstätten

Blick zwischen den Begräbnisstätten. Benita findet es wirklich traurig, das der Blick heute von den Windkrafträdern zerstört wird. Vor 11 Jahren war genau dort der Sonnenuntergang so schön zu sehen.

Blick zwischen den Begräbnisstätten. Benita findet es wirklich traurig, das der Blick heute von den Windkrafträdern zerstört wird. Vor 11 Jahren war genau dort der Sonnenuntergang so schön zu sehen.

ein letztes Bild ... mal ohne Räder ....

ein letztes Bild ... mal ohne Räder ....

Hochzeit ... zumindest hat man uns das so gesagt.

Hochzeit ... zumindest hat man uns das so gesagt.

die Mörderhaweli, mit den verbrecher Guides

die Mörderhaweli, mit den verbrecher Guides

das liebe Leute ist kein Holz, sondern behauener Sandstein. Wirklich schön.

das liebe Leute ist kein Holz, sondern behauener Sandstein. Wirklich schön.

das Tor zum See

das Tor zum See

die heilige Fische ...

die heilige Fische ...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es geht wieder los. Dieses mal für 2,5 Wochen nach Nordindien. Route ist soweit vorgeplant. In 10 Tagen geht es los
Details:
Aufbruch: 17.08.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 05.09.2011
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Andreas Bohm Benita Guschker berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Andreas Bohm über sich:
Hi,
wir das sind Benita und Andreas, reisen für unser Leben gern. Berufstechnisch ist sie im sozialen Bereich angesiedelt, er macht irgendwas in der erneuerbaren Energie Welt. Wir sind mittlerweile begeisterte Backpacker ... und es macht immer wieder Spass auf eigene Faust eine neue Tour zu planen.