Nepal-Reisebericht :Glück und Glas

Kathmandu

Tag 38-40: Gewitter und gute Vorsätze

Das war es also erst mal mit Indien. Die Anreise nach Nepal gestaltet sich anstrengend, denn in Delhi ist es leider nicht erlaubt, den Flughafen acht Stunden vor Abflug zu betreten - und so lange muss ich auf meinen Anschlussflug warten. Daher muss ich die Nacht im Schlafsack auf dem Fußboden der Wartehalle VOR dem Flughafen verbringen, wie sich das für einen waschechten Backpacker gehört. Mit einigen Mückenstichen auf der Stirn, denn die war anscheinend das Einzige, was aus meinem Schlafsack herausgeschaut hat, sitze ich am morgen gerädert im Flugzeug nach Nepal. Der unglaubliche Blick auf den Himalaya entschädigt mich jedoch für sämtliche Strapazen der letzten Nacht.
In Kathmandu angekommen erkunde ich den Stadtteil Thamel, in dem auch mein Hotel liegt. Nach gut zwei Wochen Goa muss ich mich erst mal wieder an das laute Hupen, die Abgase und die Menschenmassen gewöhnen, trotzdem begeistert mich die Stadt vom ersten Augenblick an. Zwar ist es laut, viel zu überlaufen und es gibt keine unterirdische Kanalisation (und das riecht man), aber die Menschen, die mir begegnen sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. So nutze ich den ersten Tag dafür, mir eine nepalesische SIM-Karte zu besorgen und durch die kleinen Gassen der Altstadt zu streifen. Zu meinem Glück finde ich zielsicher und auf Anhieb eine kleine Glaserei, deren Besitzer mir ausführlich bei einer Tasse Tee von seiner Arbeit und seinem Leben erzählt. Abends falle ich total fertig ins Bett und schlafe trotz des Gewitters sofort ein.
Am nächsten Tag treffe ich Christiane und Sabine, die gerade von einer Trekking-Tour in der Langtang-Region zurück kommen. Am Abend feiern wir nicht nur unser Kennenlernen sondern auch das nepalesische Silvester - wir schreiben hier jetzt das Jahr 2068. Und wie sich das für Neujahr gehört, werden die klassischen guten Vorsätze "mehr Bewegung und frische Luft" direkt in die Tat umgesetzt und wir beschließen die Annapurnarunde in Angriff zu nehmen.
Morgen brechen Christiane und ich für drei Wochen auf, eine der angeblich schönsten Wanderrouten der Welt zu erkunden. Die Sachen sind gepackt und die letzten Einkäufe (Wasserreinigungstabletten, Handschuhe und Gummibärchen) erledigt. Ich bin total aufgeregt und hoffe, dass ich die Passüberquerung auf 5416 Metern schaffe.
Bis dann und euch ein schönes Osterfest.

Anstatt indisches Chaos nun nepalesisches Durcheinander.

Anstatt indisches Chaos nun nepalesisches Durcheinander.

Eine Glaserei in Kathmandu in bester Lage in einer Fußgängerzone.

Eine Glaserei in Kathmandu in bester Lage in einer Fußgängerzone.

Glas nach Maß mit vollem Körpereinsatz.
Und jetzt einfach noch ein paar Impressionen aus Nepals Hauptstadt...

Glas nach Maß mit vollem Körpereinsatz.

Und jetzt einfach noch ein paar Impressionen aus Nepals Hauptstadt...

© Katrin Deppen, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Sachen sind gepackt und ausgepackt und neu gepackt und vorsichtshalber noch mal ausgepackt und dann nach einem sehr ausgefeilten System zum letzten Mal gepackt. Heute abend geht es los: zuerst nach Indien, dann nach Nepal, dann wieder nach Indien. Anschließend gehts es nach Russland über die Mongolei nach China und von dort nach Australien. Weiter ist die Reise noch nicht geplant...
Details:
Aufbruch: 07.03.2011
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 15.10.2011
Reiseziele: Indien
Nepal
Russland / Russische Föderation
Mongolei
China
Australien
Argentinien
Der Autor
 
Katrin Deppen berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katrin über sich:
So, hier bin ich also: Katrin, 32 Jahre, Unternehmensberaterin aus Osnabrück und reiseverrückt. Wie man an dem Bild schon sieht, vereint sich in meiner Person nicht nur der Spaß am Reisen, sondern auch der Spaß am Glas. Und mit diesen beiden Lieblingsthemen im Gepäck werde ich mich nun auf den Weg machen: von A(achen) bis Z(um Ende der Welt). Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Reiseberichte rund um fremde Länder, Menschen, Kulturen und Glas.