Nepal-Reisebericht :geheimnisvolles Land am Himalaya

Highway to Hell

was ein Anblick

Ich hoffe mein Schutzengel hat ausgeschlafen, denn heute muss er eine extra Schicht schieben. Wir sind unterwegs nach Pokhara. Dort werden wir endlich den Bergen nahe sein, aber der Weg dorthin führt 200km über den Pritvhi Highway und der hat es in sich.
Zuerst geht es noch vierspurig aus Kathmandu heraus. Das ändert sich aber rasch, als wir auf den ersten Pass treffen. Auch wenn es recht eng ist und ein Laster nach dem anderen entgegenkommt, finden wir einen Platz zum Halten um einen Blick auf die Berge zu werfen. Wunderschön liegen sie in der Morgensonne.

Himalaya in der Morgensonne

Himalaya in der Morgensonne

Fisch for Lunch?

Wieder im Tal angekommen, folgt der Highway dem Lauf des Trisuli.
Nach kurzer Zeit passieren wir die Ortschaft Malekhu, bekannt für seinen geräucherten Fisch. Überall am Straßenrand findet man ihn auf Stöcke gespießt. Sieht echt lecker aus.
Hier machen wir unseren ersten Stopp für einen kurzen Bummel durch den Ort.

Stockfisch

Stockfisch

Dorfleben

Dorfleben

nach alter Tradition

Weiter geht es durch eine Hügellandschaft, die so auch in Deutschland zu finden wäre, gäbe es nicht überall Reisterrassen. Hier wird noch mit Büffeln gepflügt und die Reispflanzen per Hand gesetzt. Natürlich wollen wir anhalten und uns das ganze etwas genauer anschauen.

Reisbauern bei der Arbeit

Reisbauern bei der Arbeit

Ochsen statt Traktoren

Ochsen statt Traktoren

das Ende Nepals

Uns erwartet jetzt aber doch noch ein kleines Abenteuer. Überall in Nepal führen Hängebrücken über die Flüsse. Manchmal auch nur eine Art Seilbahn, bestehend aus einem Korb, den man mit eigener Kraft über den Fluss zieht. Da so eine Hängebrücke natürlich in jedes Nepalprogramm gehört, legen wir noch einen Stopp ein, um ein Dorf zu besuchen. Natürlich liegt es auf der anderen Seite des Flusses und bei der Hängebrücke muss ich gleich an Hochseilgarten denken. Am anderen Ufer liegt das kleinen Dorf und dahinter, laut unserem Guide das Ende der Welt. Wohl eher das Ende Nepals, dass mit Fahrzeugen erreichbar ist. Denn wer von hier weiter in die Bergdörfer möchte kann dies nur zu Fuß tun.

hat was von Hochseilgarten

hat was von Hochseilgarten

ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter

ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter

Tagesziel in Sicht

Wenn wir heute noch in Pokhara ankommen wollen, heißt es jetzt aber Gas geben. Es liegen noch gute 70 km Fahrt vor uns. Nach 9.5 Stunden Fahrt für 200 km haben wir es endlich geschafft. Dank unseres erfahrenen Fahrers sind Bus und Insassen heil am Ziel angekommen und können erstmal durchatmen. Aber nicht zu früh freuen. Das Erlebnis Highway lässt sich noch steigern und Teil zwei der Höllenfahrt folgt in wenigen Tagen. Vor uns liegt jetzt aber erstmal unser Tagesziel, der Phewa See. Doch wo sind die Gipfel des Himalaya, auf die wir doch so scharf sind? Man kann sie im Dunst nur erahnen, aber Morgen ist ja auch noch ein Tag.

© Sabine Salzmann, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eigentlich stand Nepal nie ganz oben auf meiner Länderliste und war daher für dieses Jahr auch nicht geplant. Ein Angebot für eine einwöchige Schnuppertour hat mich neugierig gemacht. Aus der wurde leider nichts, aber da war es schon zu spät, denn ich hatte Feuer gefangen. Ob sich ein Trip nach Nepal auch lohnt, wenn man nicht am Trekking interessiert ist, könnt ihr hier nachlesen.
Details:
Aufbruch: 13.03.2015
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 27.03.2015
Reiseziele: Nepal
Der Autor
 
Sabine Salzmann berichtet seit 35 Monaten auf umdiewelt.
Reiseberichte von Sabine sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Sabine über sich:
Die Kinder stehen endlich auf eigenen Füssen und ich kann mich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Erforschen fremder (und heimischer) Kulturen widmen. Es gibt da noch ein paar weiße Flecken auf meiner persönlichen Landkarte, die es zu füllen gibt.