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Der Reisebericht entstand im Februar 2003. Die Reise, die unter dem Eindruck des drohenden Krieges stand, ging über Bagdad bis in die Nähe von Basra im Süden und nach Mossul im Norden.
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Unsere Reise führte uns weiter in den Süden des Landes. Wir suchten die Wiege unserer Zivilisation auf, Zentren der kulturellen Hochblüte des alten Mesopotamien.
Besuch der antiken Stätten des Süd-Irak: Babylon, Borsippa, Ur, Kisch und Uruk.
Ur, die Heimat Abrahams, in der Nähe der Stadt Basra durften wir nur mit Militärschutz besuchen, es sind nur ca. 150 km bis zum amerikanischen Aufmarschgebiet. Die Stille war bedrückend. Hier, wo einst der Garten Eden lag, wo die Sumerer vor 5000 Jahren die Schrift erfanden, erschreckte uns die Vorstellung, dass in ein paar Wochen nur noch der Wind über zerbombte Ausgrabungsstätten wehen würde.
Borsippa, Kisch und Uruk, hier regierte der sagenhafte König Gilgamesch. Babylon - das Reich der Babylonier, Namen wie Hammurabi und Nebukadnezar, der Turm von Babel und die "hängenden Garten" der Semiramis, eines der sieben Weltwunder. In den letzten 25 Jahren wurde Babylon mit großem Aufwand rekonstruiert, sodass man sich die Gebäude, Paläste und Mauem dieser gewaltigen Stadt gut vorstellen kann.

Von hier aus schickten wir an Bundeskanzler Schröder, Außenminister Fischer und Bundestagspräsident Thierse Karten mit der Bitte mitzuhelfen, diesem Land mit seinen Menschen und unschätzbaren Kulturgütern den Frieden zu erhalten (übrigens Joschka Fischer hat uns geantwortet und uns versichert, alles zu tun, um diesen Krieg abzuwehren, da es diesen Krieg für völlig falsch hält. Wir haben uns sehr über die Antwort gefreut).

In unserem Hotel in Hilla holte uns die Realität wieder ein. Wir erfuhren von Engpässen in der Kinderversorgung, daher gab es nur Milchpulver statt Milch zum Frühstück.
Auf den Märkten gibt es nach wie vor fast alles. Auch das Angebot in den Lokalen war üppig, nicht nur für uns, ebenso für die Einheimischen.
Uns erschien der Preis im Restaurant sehr niedrig, doch die meisten Iraker können es sich nicht leisten. Bedingt durch die starke Inflation bekamen wir für ca. 30 Dollar eine ganze Tasche voll mit Geldscheinen. Der Dollar ist übrigens nach wie vor ein wichtiges Zahlungsmittel.
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