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ich besuchte die Familie meines Lebensgefährten in Tehran und Isfahan. Für mich mehr als nur Urlaub.
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12.09.05
Der Flug und die Ankunft
Nachdem wir uns auf dem Flughafen verlaufen hatten (ausgerechnet heute), hatten wir nach etwa einer dreiviertelten Stunde den check-in Schalter gefunden. Da ich ja nur eine Woche bleiben wollte, brauchte ich nach neuestem Recht kein Visum bei der Botschaft beantragen. Es würde ein Visum am Flughafen reichen. Der ältere Herr allerdings hat mich zurückgewiesen, daß ich nicht fliegen könne. Mein Lebensgefährte, der Iraner ist, ging dann zu einem Schalter und klärte die Situation auf, daß mich der freundliche aber bestimmte Herr dann doch einchecken ließ. Das sollte ja eine Problematik sein, die mich noch jede Menge Adrenalin kosten würde.....
Also endlich das Gepäck aufgegeben, dann auf den langen Weg zum Flugzeug. Abschied nehmen an der Passkontrolle von Mann und Kindern, ein paar Tränen wegdrücken.
Da das ja mein erster Flug überhaupt ist, bin ich ziemlich nervös, da ich weder weiß was mich im Iran erwartet, noch was mich auf den Flugplätzen hier in Frankfurt und Tehran und im Flugzeug selber erwartet.
Mit einer Mischung aus Vorfreude, Nervosität und Traurigkeit mache ich mich also dann auf. Keine Ahnung wo es hingeht auf dem Flugplatz. Aber letztendlich sitze ich dann doch auf dem richtigen Platz. Neben mir eine ältere Dame aus Frankfurt. Bei Iran-Air muß man keine Angst haben, daß ein Mensch des anderen Geschlechts neben einem sitzt. Meine Gefühlswelt nähert sich bald wieder einem verträglichen Level. Wir warten daß es losgeht. Laute traditionelle persische Musik dröhnt aus den Lautsprechern. Mein Schal rutscht mir ständig vom Kopf. Es ist heiß. Dann plötzlich rollt das Ding los. Der Vogel spiegelt sich in großen Glasfassaden in den Gebäuden, an denen wir vorbeirollen. Und dann mit einem Mal wird man in den Sitz gepreßt, es wird mulmig im Bauch, und es geht aufwärts. Eine unglaubliche Aussicht. Es wird immer höher, über die Wolken. Über 9000 m. -48 Grad Außentemperatur. Geschwindigkeit bei ca 900 kmh. Da komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein..... zumindest ist es ein wunderschöner Anblick.
Ich packe mein Buch aus, plaudere mit meiner Sitznachbarin. Und so vergeht die 5- stündige Zeit wie im Flug. Die Zeit verschiebt sich. Aus 20. 30 Uhr wird 22. 30 Uhr Tehraner Zeit. Es ist Nacht, und der Blick über die Millionen Stadt mit ca. 7 Mio. Einwohnern und den dazugehörenden Lichtern ist unbeschreiblich. Dann endlich Landung, wir stehen. Raus aus dem Flugzeug. Jetzt bin ich gespannt, ob ich meine Schwägerin Homyra auch finden werde da sie auf mich wartet wegen dem Visum. Als Stewardess kann sie in Bereiche vor, die ein normaler Passagier nicht betreten darf ohne Grund. Aber ich finde sie nicht. Na, sie wird ja irgendwo sein. Zur Passkontrolle. Da fällt mir ein, daß ich ohne Visum da erst gar nicht vorsprechen brauche. Also raus aus der Schlange, und zur Visumsstation. Aber der Herr ist freundlich, lehnt mich aber ab. Ich sollte Homyra ausrufen lassen. Er läßt mich gerade so stehen. Also stelle ich mich nochmal an. Aber als ich dann dran bin, schickt mich der Polizist dann wieder zurück zur Visumsstation. Hat Ähnlichkeit mit unseren Behörden dachte ich mir. Ich solle mich setzen. Er will meinen Paß sehen. Ich gebe ihn ihm. Aber sonst passiert auch nichts. Ich laufe ein paar Mal hin und her. Einem koreanischen Ehepaar geht es genau so. Auch nur eine Woche Aufenthalt, und kein Visum an dem Schalter. Langsam werde ich nervös. Vielleicht ist ihr ja was mit dem Auto passiert. Der Tehraner Verkehr soll ja der schlimmste der Welt sein. Wie schnell ich das sehen könnte, war mir so in dem Moment nicht klar....
Nach etwa 2 Std. kommt Homyra dann endlich, sie wurde trotz ihrer ID-Karte nicht durchgelassen. Erst als sie jemanden angerufen hatte, und der denjenigen der sie nicht durchlassen wollte anrief, durfte sie passieren. Und das alles hatte fast 2 Std. gedauert. Aber das alles war jetzt nicht mehr schlimm. Sie ging also zu dem Schalter, nachdem ich ihr erzählt hatte, daß nichts passiert war. Sie half noch dem koreanischen Ehepaar damit die auch ihr Visum bekamen. Und nach nochmaliger Warterei hatte ich dann endlich das grün-lila glänzende Visum in meinem Reisepaß. Sie bedankte sich mit kleinen Scherzchen und Lachen und wir gingen zur Passkontrolle. Später erzählte sie mir, daß wenn der freundliche Herr nicht wollen hätte, wir noch länger warten hätten müssen. Also machte sie gute Mine zum blöden Spiel....
Die Koffer waren zum Glück noch alle da. Dann raus aus dem Flughafen.
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