Iran-Reisebericht :Iran im Oktober 2016

Selbst organisierte Reise durch den Iran mit 4 Personen um die 54 Jahre alt

Organisation und allgemeine Informationen

Wir, zwei Paare um die 54 Jahre alt, hatten uns spontan entschieden für zwei Wochen in den Iran zu reisen. Wir haben dann erst einmal einfach einen Flug gebucht. Die erforderlichen Visa haben wir über einen Dienstleister in Frankfurt – Orientexpress Travel – organisiert. Dies lief völlig problemlos. Das wir keine Buchung vorweisen konnten war egal. Die angeblich notwendige Referenznummer der Einladung wurde vom Dienstleister organisiert. Dieser hätte uns nach eigenen Angaben auch Unterkünfte besorgt.
Über Bekannte haben wir Kontakt zu einer Iranerin hergestellt, die schon seit Ihrer Kindheit in Deutschland lebt. Sie hat uns geholfen Unterkünfte zu finden und zu reservieren. Sie hat dabei auch mit verschiedenen Hotels/ Hostals telefoniert, auf Farsi natürlich. Sie fand es toll, dass wir ihr Land besuchen wollten und hat uns wirklich gerne geholfen.
Bezüglich der Reiseorganisation und der Durchführung im Land kann ich nur sagen: es lief alles völlig problemlos. Wir wurden weder bei der Einreise in den Iran noch bei der Ausreise kontrolliert. (Pässe wurden natürlich eingesehen). Während der Reise wurden wir auch nur einmal offiziell angesprochen. Dies waren wir aber wohl selber schuld, da wir wohl zu laut und gutgelaunt waren und zwar am Vortag zum Ashura Fest in Yazd. Nachdem ich aber meinen deutschen Reisepass gezeigt habe, war die Sache ohne weitere Ansprache erledigt. Überhaupt sind Deutsche im Iran gut angesehen. Fotografieren war übrigens überhaupt kein Problem. In der U-Bahn und in den Bussen können Männer und Frauen zusammen sitzen. Zusätzlich gibt es spezielle Abteile nur für Frauen. Eigentlich gar nicht so schlecht.

Am Busbahnhof in Isfahan

Am Busbahnhof in Isfahan

Alle Iraner und Iranerinnen die wir kennengelernt haben waren offen, freundlich, hilfsbereit und interessiert. Ihr englisch war teilweise besser als unseres. Tatsächlich sind auch alle Straßen- und Hinweisschilder auch auf englisch, so dass die Orientierung kein Problem ist.
Vor Ort waren wir viel zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Stadtbus, Überlandbus, Zug und Flugzeug) unterwegs. Überall sind wir angesprochen worden und auch eingeladen worden.

Teepause in Yazd

Teepause in Yazd

Wir haben auch mit Iranern und Iranerinnen in der Öffentlichkeit gesellschaftspolitische und religiöse Fragen diskutiert.
Ich kann nur jedem, der mit dem Gedanken spielt in den Iran zu reisen raten: fahr hin. Am besten ohne Reisegruppe. Gut ist, wenn man sich sofort zu Anfang eine iranische Sim-Karte besorgt (gibt es in Teheran in der U-Bahn Station Emam Hossein, unbedingt da besorgen, dann klappt es auch). Das Internet hat bei uns immer funktioniert. Über google-maps konnten wir uns dann immer problemlos orientieren. Mit dem eigenem Handy und der beibehaltenen Spracheinstellung „deutsch“ gibt es keine Probleme. Stichwort „Cafè zwanglos“ unter google lohnt eigentlich immer. Im übrigen empfehle ich den Kartendienst „Oruxmaps“. Eine kostenlose App, auch offline nutzbar, mit einer Karte für den Iran.
Unsere Reisezeit war wohl gut gewählt, da es nirgendwo voll war. Wir mussten nie anstehen und hatten immer freie Sicht auf alle Sehenswürdigkeiten.

Persepolis

Persepolis

Park in Teheran

Park in Teheran

Kaufhaus in Teheran

Kaufhaus in Teheran

Für die lieben Kleinen

Für die lieben Kleinen

Lammfußsuppe zum Frühstück

Lammfußsuppe zum Frühstück

Deutsche Produkte in Teheran

Deutsche Produkte in Teheran

© Jürgen Müller, 2017
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 08.10.2016
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 22.10.2016
Reiseziele: Iran
Der Autor
 
Jürgen Müller berichtet seit 6 Monaten auf umdiewelt.
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